13 Punkte trennten den Meisterschaftsführenden der F3 EuroSerie Paul di Resta vor dem 1. Rennen in Barcelona von seinem ärgsten Titelkonkurrenten Sebastian Vettel. Angesichts der Pole Position von di Resta keine schlechte Ausgangslage für das drittletzte Rennwochenende. Knappe 40 Minuten nach dem Start des 1. Rennens, welches wegen heftiger Regenfälle nicht über die volle Distanz von 38 Runden ging, sah die Situation völlig anders aus: di Resta verlor schon am Start zwei Plätze und wurde danach wegen einer Durchfahrtsstrafe für einen Frühstart bis auf Platz 12 nach hinten durchgereicht.
Für Sebastian Vettel ging es von Startplatz 3 hingegen in die andere Richtung: Zunächst verlor zwar auch er einen Platz am Start, konnte sich danach aber zusammen mit di Resta an Giedo van der Garde vorbeiarbeiten und erbte später Platz 2 von seinem Titelrivalen. In der Folge hing er auf abtrocknender Strecke im Getriebe des Japaners Kohei Hirate. Als der Regen im letzten Renndrittel wieder stärker wurde, schien Hirate zwar wieder die Oberhand zu gewinnen, doch dann wurde der Manor Motorsport-Pilot plötzlich auf der Zielgeraden langsamer, was Vettel prompt ausnutzte um in Führung zu gehen.
In den letzten Minuten des Rennens fuhr er als schnellster Pilot im Feld Hirate auf und davon. In der Meisterschaftswertung bedeutete dies eine Verkürzung seines Rückstands von 13 auf nur noch 3 Punkte - denn di Resta bekam für Platz 10 keinen Zähler. Den dritten Podestplatz belegte Esteban Guerrieri vor Nakajima, Kobayashi, Kimball, Buemi und Antinucci. Das Rennende kam jedoch überraschend: Gute drei Minuten vor dem vorzeitigen Ende des Rennens wurde der Lauf ohnehin wegen der heftigen Regenfälle und zunehmenden Dreher mit der roten Flagge abgebrochen.
Sebastian Vettel (ASM Formule 3):
Das Rennen hat richtig Spaß gemacht. Es war sehr schwierig, in diesem Wetter zu fahren, da man fast nichts sehen konnte. Insbesondere bei den Überholmanövern war es problematisch. Gegen Rennende wurde der Regen so stark, dass das Auto sogar auf den Geraden fast nicht mehr zu kontrollieren war. So etwas habe ich noch nie erlebt. Das Überholmanöver gegen Kohei Hirate war etwas seltsam. Ich schwamm schon auf der Gerade und sah plötzlich irgendetwas Schwarzes. Ich konnte gerade noch an Kohei vorbeiziehen, aber es hätte auch leicht einen Unfall geben können. Jetzt bin ich zurück im Kampf um den Titel und will ihn auch gewinnen.
Kohei Hirate (Manor Motorsport):
In der Mitte des Rennens fing es auf einmal extrem stark zu regnen an. Sebastian Vettel kam immer näher. Als ich auf einmal beim Anbremsen Aquaplaning hatte, nutzte er seine Chance und war vorbei. Ich bin etwas traurig, dass ich nicht gewonnen habe. Aber mit Platz zwei bin ich auch zufrieden.
Esteban Guerrieri (Manor Motorsport):
Endlich stehe ich nach so langer Zeit mal wieder auf dem Podium. Das ist ein schönes Gefühl, ich bin sehr zufrieden. Gegen Ende des Rennens wurde der Regen so stark, dass das Auto fast nicht mehr fahrbar war.



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