Auch wenn es in den Medien nach meinen beiden Auftaktsiegen in Hockenheim so dargestellt wurde, hatte ich vor dem Saisonbeginn keinen so großen Stress mit meinen Abiturprüfungen. Ich habe ganz normal für meine Prüfungen gelernt und genauso muss ich das demnächst für meine mündlichen Abi-Prüfungen noch einmal, aber einen übermäßigen Stress habe ich deshalb nicht.
Die Vorbereitung auf das Rennen am EuroSpeedway verlief somit ganz normal und genauso normal geht es in den nächsten Wochen bis zum nächsten Rennen in Oschersleben weiter.
Zufrieden mit dem Zwischenstand
Nach den Rängen 3 und 6 am EuroSpeedway wurde ich oft gefragt, wie zufrieden ich damit sei. Ehrlich gesagt bin ich mit der Punktesituation in der Meisterschaft zufriedener als mit den Rennergebnissen. Wir stehen nach vier Rennen sehr gut da und haben als Zweiter nur zwei Zähler Rückstand auf den Führenden Paul di Resta.
In der Meisterschaft ist alles vollkommen offen. Wir haben erst vier Rennen gesehen und es liegen viele Fahrer dicht beieinander. Sogar Piloten die bisher noch gar keine oder nur sehr wenige Punkte gesammelt haben, können noch in den Meisterschaftskampf eingreifen. Die Saison ist noch lang und das System verzeiht keine Fehler. Umso wichtiger ist es, am letzten Wochenende in beiden Rennen angekommen zu sein und gepunktet zu haben.
Unzufrieden mit dem Speed
Unsere Performance war jedoch nicht so gut, wie wir es uns erhofft hatten. Wir waren einfach nicht schnell genug. Das Problem war im Setup zu suchen: Die Balance des Autos war einfach nicht so, wie wir sie haben möchten.
Dieses Manko müssen wir jetzt möglichst schnell bis Oschersleben aussortieren. Die Strecke ist zwar relativ flüssig und schön, aber auch dort ist es äußerst schwierig zu überholen. Vielleicht sogar noch schwieriger als am EuroSpeedway.
Aus diesem Grund müssen wir besonders im Qualifying sehr schnell sein, um im Rennen nicht hinter den Konkurrenten festzustecken. Der Fokus liegt also darauf schneller zu werden und vor allem in der Qualifikation besser dazustehen. Wenn uns das gelingt, wäre das ein wichtiger Schritt zu einem guten Ergebnis.

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