Formel 3 EM

Formel 3 Norisring 2018: Schwerer Unfall - Fahrer droht Sperre

In der Formel 3 gab es beim Start zum zweiten Rennen auf dem Norisring einen schweren Unfall, der in eine ausgiebige Unterbrechung mündete.
von Manuel Schulz & Robert Seiwert
Formel 3 EM Norisring: Schwerer Crash beim Start: (03:57 Min.)

Unglaublicher Unfall in der Formel 3 Europameisterschaft. Beim Start zum zweiten Rennen musste das Rennen nach nicht einmal einer halben Runde unterbrochen werden. Noch in der Startaufstellung kam es zu einem schweren Crash, als Ameya Vaidyanathan auf das stehen gebliebene Motopark-Auto von Daniel Ticktum auffuhr.

Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, ist beinahe unbegreiflich, denn Ticktum stand zahlreiche Reihen vor dem Inder und dieser hatte einen freien Blick auf das Auto hatte und es wurden ordnungsgemäß mehrere gelbe Flaggen an der Startposition des Briten geschwenkt wurden.

Die positive Nachricht war, dass Ticktum und Vaidyanathan ihre Autos schnell und selbstständig verlassen konnten. Beide Fahrer wurden vor dem dritten Rennen im Medical Center durchgecheckt. Während Ticktum dort aufs Podium fuhr, startete Vaidyanathan nicht mehr.

Fähig für die Formel 3?

Für Vaidyanathan könnte der Unfall böse Folgen haben. Wie Motorport-Magazin.com am Norisring erfahren hat, steht zur Debatte, ob er überhaupt weiter in der Formel-3-Europameisterschaft antreten darf.

Die Stewards am Norisring haben die FIA gebeten, den Unfall genau zu analysieren und zu überprüfen, ob Vaidyanathan die nötigen Fähigkeiten besitzt, in der Formel 3 zu fahren. Denn: Vaidyanathan soll tatsächlich in der Startphase die gelb geschwenkten Flaggen gesehen haben. Trotzdem habe er seine Geschwindigkeit beibehalten, statt vom Gas zu gehen.

Ticktum: Ich danke Gott

"Ich habe mir das Video davon oft angesehen", sagte Ticktum nach dem letzten Rennen am Sonntagnachmittag. "Je häufiger ich es gesehen habe, desto mehr danke ich meinem Auto und Gott. Das war ziemlich unglaublich, um ehrlich zu sein. Wenn man das von außen anschaut, könnte man denken, dass ich jetzt nicht mehr gehen kann."

Der Brite weiter: "Meine Kollegen sagten, dass er beim Start auf die linke Seite geschaut habe. Ich kann das irgendwie nachvollziehen, aber man sollte eben immer nach vorne schauen. Er hatte acht Reihen Zeit, um mich zu sehen. Das war eine ziemlich schreckliche Sache, aber ich bin happy, dass es auch ihm gut geht."

Schumacher von P20 in die Punkte

Die Kollision zwischen Enaam Ahmed und Robert Shvartzman in der ersten Schikane ging da regelrecht unter, bedeutete für den Prema-Piloten das frühzeitige Aus des Pole-Sitters, da kurz danach das Rennen unterbrochen wurde. Nach einer gut 20-minütigen Unterbrechung ging es weiter.

Juri Vips gewann das Rennen am Ende vor Ahmed und Marcus Armstrong. Mick Schumacher zeigte erneut eine fantastische Rennleistung. Nach einer schlechten Qualifikation verbesserte er sich von Startplatz 20 auf die zehnte Position.


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