Formel 3 EM

Zandvoort: Ilott führt britischen Vierfachsieg an

Großbritannien regiert in Zandvoort! Callum Ilott gewann das zweite F3-Rennen vor drei Landsleuten. Lando Norris reicht P3 für die Gesamt-Führung.

Motorsport-Magazin.com - Im 20. Saisonrennen der FIA Formel-3-Europameisterschaft nutzte Callum Ilott (Prema Powerteam) seine Pole-Position und gewann vor seinen Landsmännern Jake Hughes (Hitech Grand Prix), Lando Norris (Carlin) und Harrison Newey (Van Amersfoort Racing). Zusammen mit dem fünften Rang von David Beckmann (Motopark) klassierten sich so fünf verschiedene Teams auf den ersten fünf Positionen. Der dritte Platz auf dem 4,307 Kilometer langen Circuit Zandvoort reichte McLaren-Junior Norris, um die Tabellenführung in der FIA Formel-3-Europameisterschaft zu übernehmen, nachdem der als Spitzenreiter der Fahrerwertung ins Rennen gegangene Maximilian Günther (Prema Powerteam) nicht über Rang sieben hinter Ferdinand Habsburg (Carlin) hinauskam. Günther hat aktuell nur einen Zähler weniger als Norris auf seinem Konto.

Callum Ilott erbte nach dem Qualifying die Pole-Position, da Lando Norris wegen eines Vergehens unter gelben Flaggen im Qualifying eine Rückversetzung in der Startaufstellung um zwei Positionen erhielt. Der Prema-Pilot nutze diese und bog als Erster in die erste Kurve. Hinter ihm reihten sich die Briten Jake Hughes, Lando Norris und Harrison Newey ein, gefolgt vom Deutschen David Beckmann und vom Österreicher Ferdinand Habsburg.

Wenige Kurven nach dem Start kollidierten Joey Mawson (Van Amersfoort Racing) und Pedro Piquet (Van Amersfoort Racing), der Brasilianer rollte direkt aus. Mawson konnte noch bis zur Box fahren, wo er nach einer Reparatur wieder auf die Piste geschickt wurde. Unterdessen drehte das Feld hinter dem Safety Car seine Runden, bis es zu Beginn von Umlauf fünf wieder losgelassen wurde.

In der Folge konnte Ilott sich immer weiter absetzen und seinen vierten Triumph in dieser Saison feiern. Neben Sieger Ilott durften auch der zweitplatzierte Jake Hughes und der auf Rang drei ins Ziel gefahrene Lando Norris an der Siegerehrung teilnehmen. Harrison Newey konnte seinen Verfolger David Beckmann zwar das gesamte Rennen lang nicht abschütteln, doch der Deutsche hatte nie eine Chance, seinen britischen Vordermann erfolgreich zu attackieren. Somit blieb für den Motopark-Piloten Rang fünf vor Ferdinand Habsburg. Als Siebter sah Maximilian Günther die Ziellinie vor seinen Teamkollegen Guanyu Zhou (Prema Powerteam) und Mick Schumacher (Prema Powerteam) sowie Ralf Aron (Hitech Grand Prix).

Stimmen vom Podium

Callum Ilott (Prema Powerteam): „Nachdem ich gestern die Pole-Position geerbt hatte, konnte ich den Start gewinnen. Danach folgte eine Safety-Car-Phase und auch beim Restart konnte ich Platz eins halten. Unsere Geschwindigkeit war eigentlich immer gut und ich freue mich, dass ich das nun mit diesem Triumph auch beweisen konnte. Ich glaube, ich war heute zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“

Jake Hughes (Hitech Grand Prix): „Mein Start war ok und nach dem Restart war ich immer noch Zweiter. Irgendwann bin ich dann über Sand gefahren, der von einem anderen Fahrer auf die Strecke gebracht worden war. Meine Reifen sammelten den Sand auf und benötigten dann einige Kurven, bevor sie wieder sauber waren. Über den zweiten Platz freue ich mich dennoch.“

Lando Norris (Carlin): „Die Pole-Position zu verlieren, weil ich unter gelben Flaggen zu wenig verlangsamt hatte, war nicht ideal. Unter diesen Umständen ist Rang drei im Rennen das Maximum gewesen. Dass ich in der Gesamtwertung nun wieder an der Spitze liege, ist zwar schön, aber bedeutet nicht allzu viel. Die Saison ist noch lang, es werden noch viele Punkte vergeben und man kann sich noch lange nicht ausruhen.“


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