Nach seinem Erfolg beim zweiten Rennen auf dem Nürburgring hat Antonio Felix-da-Costa auch den Sonntagslauf in Zandvoort gewonnen. An der Nordseeküste siegte der Portugiese nach 26 Runden mit einem knappen Vorsprung auf Laurens Vanthoor und Roberto Merhi. In der Meisterschaft liegt weiterhin Edoardo Mortara in Führung, auch wenn er heute ohne Punkte blieb.
Den Start konnte Felix-da-Costa noch für sich entscheiden, während Vanthoor zunächst eine Position an Carlos Muñoz verlor. Den wohl besten Start erwischte Valtteri Bottas, der auf dem Weg zur ersten Kurve drei Plätze gewann und auf Rang vier lag, dann aber ausgangs der Tarzanbocht zu weit nach außen getragen wurde und durch die Wiese musste.
Noch mehr Pech hatte Mortara, der nach einem durchschnittlichen Start in der Schikane von seinem Teamkollegen Marco Wittmann umgedreht wurde und abgeschlagen als Letzter aus der ersten Runde zurück kam. Sein Teamkollege Vanthoor nutzte dagegen die erste Gelegenheit, um an Muñoz vorbei zu gehen und die Verfolgung von Felix-da-Costa zu starten.

Vanthoor fuhr teilweise eine halbe Sekunde pro Runde schneller und minimierte den Rückstand von zweieinhalb Sekunden so recht zügig. Nach gut elf Runden wurde aus dem Duo an der Spitze sogar ein Trio, denn Merhi konnte die Lücke ebenfalls schließen.
"Allerdings wusste ich, dass Laurens nur eine Chance hat, wenn ich einen Fehler mache", berichtete Felix-da-Costa nach dem Rennen. "Also habe ich mich auf meine Bremspunkte und eine gute Beschleunigung aus den Kurven heraus konzentriert. Ich musste nie die Tür schließen und konnte Laurens immer auf Distanz halten. Auch wenn mein Setup nicht optimal war, hat es zum Sieg gereicht."
Vanthoor versuchte nach seinem schwachen Start alles, blieb aber erfolglos. "Man kann nur in der ersten Kurve überholen, leider ist die letzte Kurve sehr schnell. Deshalb kommt man nie nah genug an seinen Vordermann heran", so der Belgier. "Ich habe verschiedene Sachen versucht, aber nichts hat geklappt, obwohl ich schneller war. Daher bin ich etwas enttäuscht."
Mortara mit kleiner Aufholjagd
Merhi konnte immerhin einen Platz gutmachen, auch er überholte Muñoz. "Dann habe ich gehofft, dass sich die beiden Jungs vor mir etwas in die Quere kommen, denn Laurens war oft sehr nahe dran. Schade, dass ich nicht weiter nach vorne gekommen bin, aber der dritte Platz ist dennoch ein gutes Ergebnis."
In der zweiten Rennhälfte kam es also zu keinen Überholmanövern. Auch Muñoz, Alexander Sims und Marco Wittmann, die die Punkteränge abseits des Podiums belegten, waren sich über ihre Positionen einig. Lediglich Edoardo Mortara, der dem Feld hinterher eilte, schnappte sich noch die langsamsten drei Fahrer und kam auf dem elften Platz ins Ziel.

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