Hallo zu meiner ersten Kolumne auf motorsport-magazin.com.
Da ich in dieser Rennsaison bereits zwei Wochenenden hinter mir habe, will ich zum Auftakt einen kurzen Blick zurück werfen. Bislang war mein Einstand im ATS Formel 3 Cup nicht so gut, wie ich das erwartet hatte. Obwohl wir zum ersten Wochenende in Hockenheim nach den Testfahrten mit viel Zuversicht kamen.
Bei höheren Temperaturen hatten wir aber ein Problem mit dem Auto. Ich hatte als einziger noch das alte Ligier-Chassis, das bei der Aufhängung ganz anders aufgebaut ist als ein Dallara. Die Vorderachse am Ligier ist so gut, dass die Hinterachse den Speed der Front nicht halten kann. Deswegen gab es auch immer ein Problem mit Übersteuern, dass wir einfach nicht wegbekamen. Ich habe während der ersten beiden Wochenenden dennoch viel dazugelernt. Nur so konnte es leider nicht weitergehen. Wir sind klar Sechster - es ist nach vorne und nach hinten Luft. Deswegen war der Wechsel zum Dallara leider unumgänglich.

Beim Test mit dem neuen Auto war das Gefühl gleich recht gut. Wir haben den ganzen Tag am Grundsetup gearbeitet. Wir haben das Auto also nicht für einen speziellen Kurs angepasst, sondern den ganzen Tag allgemeine Sachen ausprobiert und auch die Upgrade-Kits von Dallara montiert. Dadurch wurde die Balance schon etwas anders, aber ich denke, wir haben es ganz gut hinbekommen. Wir haben zwar noch ein paar kleine Problemchen, aber beim nächsten Rennen auf dem Nürburgring gibt es ja auch noch ein freies Training. Ich hoffe, dass wir da dann alles perfekt hinbekommen.
Ich wäre ehrlich gesagt auch gerne mit dem Ligier weitergefahren, weil es ein tolles Auto ist und viele Leute dahinter stehen, die sehr viel Arbeit rein gesteckt haben. Aber es ging leider nicht. Jetzt bin ich natürlich sehr motiviert, denn nun habe ich das gleiche Auto, den gleichen Motor und das gleiche Getriebe wie die meisten anderen. Nun kann es nur noch an zwei Sachen hängen: am Setup oder an mir. Damit lässt sich schon mehr anfangen als mit dem Ligier, denn da wusste man nie, woran es lag, wenn es nicht ging.
Durch den kleinen Fehlstart sind meine Konkurrenten in der Meisterschaft nun leider schon etwas davon gezogen. Tabellenführer Carlo van Dam ist ein sehr guter Fahrer, der fährt raus und ist sofort schnell - Frederic Vervisch auf Platz zwei ist auch sehr schnell. Die beiden haben jetzt schon so viele Punkte Vorsprung, dass es schwer wird, den aufzuholen. Allzu weit ist die Saison aber zum Glück noch nicht fortgeschritten, also hab ich auch noch meine Chancen.
Als nächstes steht das Rennen auf dem Nürburgring auf dem Programm, auf das ich mich schon sehr freue. Da fahren wir im Rahmen des 24-Stunden-Rennens und die Stimmung gehört mit zu den besten. Außerdem ist es mein Heimrennen, also freue ich mich gleich doppelt so sehr darauf. Vielleicht kann ich mit dem neuen Auto dann auch sofort richtig loslegen.

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