Der zweite Wertungslauf des Formel 3 Cups in Hockenheim begann mit einer Schrecksekunde für Frédéric Vervisch. Der Belgier würgte seinen Wagen beim Start in die Einführungsrunde ab und fuhr erst mit Verspätung los. Bis zum eigentlichen Start hatte der JB Motorsport-Pilot seine Position hinter Carlo van Dam und vor Nico Verdonck allerdings wieder eingenommen.

Als die Startampel erlosch und sich das 21 Autos starke Feld in Bewegung setzte konnte Van Dam seine Führung, im Gegensatz zu gestern, verteidigen. Selbst als der Druck von Vervisch in der Schlussphase immer größer wurde ließ sich der Niederländer nicht aus der Ruhe bringen. Nach 16 Runden überquerte der Vortages-Zweite die Ziellinie als Erster und durfte damit nach ganz oben auf das Podium steigen. Begleitet wurde er von den beiden Belgiern Vervisch und Verdonck, die beide für JB Motorsport an den Start gehen.

In der Trophy-Wertung mit den Fahrzeugen aus den Baujahren 2002 bis 2004 holte sich erneut Marcel Schuler den Sieg. In der Gesamtwertung belegte der 19-jährige den achten Platz. Damit wurde er direkt hinter Christian Vietoris zweitbester Deutscher. Ein Kuriosum gab es in der letzten Runde des Rennens. Der Schweizer Patrick Cicchiello bog schon vor der Zieldurchfahrt in die Boxengasse ab und stellte sein Auto ins Parc Fermé. Durch dieses Malheur verlor er seine Position unter den besten Zehn und wurde nur Elfter.

Für Vietoris verlief das erste Formel 3 Wochenende nicht nach Plan. Schon in der Qualifikation am Freitag strauchelte der Gerolsteiner. Vietoris ging heute nur von der zehnten Startposition aus in Rennen. Immerhin ging es einige Plätze nach vorne, das Rennen beendete er als Siebter, allerdings mit einem Rückstand von mehr als 25 Sekunden auf die Spitze.

In der Gesamtwertung liegen Carlo van Dam und Frédéric Vervisch gleichauf. Beide kommen nach den ersten Saisonrennen auf 20 Zähler und je einen Sieg sowie zweiten Platz. Gefolgt werden sie von Recardo Bruins Choi und Nico Verdonck, die mit elf Zählern ebenfalls dieselbe Punktzahl aufweisen. Christian Vietoris ist derzeit auf dem fünften Platz bester Deutscher im Feld.