Schon sein erster Sieg in Oschersleben 2005 war eher unerwartet gewesen, nachdem Tom Kristensen mit der Pole Position seine Ansprüche auf den Sieg auf der Paradestrecke des A4 DTM angemeldet hatte. An den Sensationswert seines heutigen Oschersleben-Triumphes reichte der damalige Erfolg jedoch nicht heran - mit dem ersten Sieg im Jahreswagen warf Paffett alte Traditionen der DTM-Welt über den Haufen:

"Der Schlüssel waren der gute Start, der frühe erste Stopp und das harte Pushen danach", fasst der DTM-Champion von 2005 gegenüber der adrivo Sportpresse sein Erfolgsrezept in wenige Worte und präzisiert: "Es war ein hartes Rennen, aber schon der Start war perfekt: Schon vor der ersten Kurve überholte ich einige Autos. In der ersten Kurve ist alles glatt gelaufen, alle haben sich diszipliniert verhalten." Nachdem der von Rang acht gestartete Persson-Pilot infolge der Durchfahrtsstrafe für Mattias Ekström bereits auf Rang vier auftauchte, stand schon in Runde sechs der erste Boxenstopp an:

"Ich habe einen frühen Stopp absolviert, der mir freie Fahrt einbrachte. Ich habe hart gepusht und gute Rundenzeiten erzielt", beschreibt Paffett, der sich noch vor Halbzeit des Rennens ganz vorne zeigte: "Zur Hälfte des zweiten Stints habe ich die Führung übernommen. So konnte ich mir bis zum zweiten Stopp einen Vorsprung erarbeiten, der dann zum Sieg reichte." Selbigen schon zu diesem Zeitpunkt erwartet zu haben, kann der 25-Jährige jedoch nicht behaupten:

"Dennoch habe ich nicht wirklich erwartet, vor Mika zurück aus der Box zu kommen. Und als es geschah wusste ich nicht, ob er mich angreifen kann oder wird", spricht Paffett über seine Befürchtungen, die sich später nicht bestätigten - selbst auf dem Podest konnte der Finne dem neuen Jahreswagen-Ass keine Gesellschaft leisten...