Die DTM in Zandvoort - in der "alten" DTM ein gänzlich unbekanntes Szenerio. Erst 2001, im zweiten Jahr der Neuauflage, gastierte die DTM erstmals im niederländischen Ferienort an der Nordsee. Trotz der eher spärlichen Überholmöglichkeiten sollte während der vergangenen vier Jahre kaum jemandem langweilig werden...

Mit zwei Pole Positions sowie zwei Siegen präsentiert sich Audi als die erfolgreichste Marke auf dem berüchtigten Dünenkurs. Nach Christian Abts Pole Position im ersten Zandvoort-Qualifying der DTM folgte 2002 ein Sieg Mattias Ekströms - der erste seiner Karriere - im Abt-Audi TT-R. Sein Vorsprung von 5,545 Sekunden auf den zweitplatzierten Bernd Schneider war indes der bislang größte der Zandvoort-Geschichte. An jenen Erfolg wusste der Schwede im vergangenen Jahr anzuknüpfen: In Folge einer Pole Position fuhr Ekström in seinem meisterschaftsträchtigen A4 DTM allen Widrigkeiten - unter anderem einem Neustart - zum Trotz einen souveränen Sieg ein, der durch einen zweiten Platz Martin Tomczyks abgerundet wurde.

Der erste Zandvoort-Sieger pilotierte einen Mercedes CLK, Foto: Sutton
Der erste Zandvoort-Sieger pilotierte einen Mercedes CLK, Foto: Sutton

Auch die Erfolgsbilanz der Stuttgarter Konkurrenz braucht sich nicht zu verstecken: Mit Uwe Alzen im CLK stellte Mercedes 2001 den ersten Zandvoort-Sieger der DTM-Geschichte. Zuvor hatte sich Alzen mit dem bis dahin führenden Christian Abt während der letzten Runde einen spektakulären, nicht gänzlich unumstrittenen Zweikampf geliefert - wie sein Vorsprung von 0,322 Sekunden belegt, bis auf die letzten Meter. Nachdem Marcel Fässler 2002 die bislang einzige Mercedes-Pole in Zandvoort nicht umzusetzen wusste, geriet 2003 der Sieg des Lokalmatadoren und späteren Vizemeisters Christijan Albers etwas weniger nervenaufreibend.

Mit einer Pole Positon sieht die Erfolgsbilanz von Opel vergleichsweise mager aus - wo doch ein Sieg in greifbarer Nähe lag. Timo Scheider, am Samstag Sensations-Pole-Setter, führte das Rennen 2003 in seinem Astra Coupé lange souverän an; der erste Opel-Sieg seit drei Jahren schien sich anzukündigen. Der langjährige Junior des Opel-Fahrerkaders leistete sich keinerlei Fehler - womit er sich signifikant von seiner Boxencrew unterschied: Nach einem vermeintlich geglückten Boxenstopp machte sich Scheider auf den Weg zurück auf den Kurs, bevor sich am Boxenausgang ein Rad löste. Die Opel-Mechaniker hatten dem besonderen Druck durch Scheiders Führungsposition nicht standgehalten und ein Rad nicht hinreichend befestigt. Eine Chance zur Wiedergutmachung bietet sich in drei Tagen...