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DRM / Kolumne

Ellen Lohr: Die Tücken der Technik

Der erste DRM-Auftritt in diesem Jahr verlief für Ellen nicht wie erwünscht. Die Rallye Oberland zeigte ihre giftige Seite.
von Ellen Lohr

Motorsport-Magazin.com - Tja, war leider nichts mit einem guten DRM-Auftakt 2008. Ausfall auf WP 7 mit Radlagerschaden. Aber von Beginn an: Oberland war eine neue Rallye für mich. Aber nach gefühlten 1.000 Stunden Studium von Onboard-Aufnahmen war ich trotzdem gut vorbereitet auf den Saisonauftakt.

Gleich zu Beginn zeigte sich aber, dass meine sechs Rallies aus dem Vorjahr noch nicht reichen, um glückliche Reifenentscheidungen zu treffen. Erstmalig auf BF Goodrich unterwegs entschied ich mich für die ersten drei Nachtstages für die sichere Variante und wählte Winter/Schneereifen. Dafür war es aber schon zu trocken. Egal, am nächsten Tag im "Morgengrauen" tat der Reifen dann hervorragende Dienste, besonders auf der berüchtigten Prüfung Wildsteig, auf der es am Morgen noch leicht geschneit hatte.

Der Defektteufel stoppte Ellen. - Foto: SMF

Andere haben auf dieser Prüfung weniger glücklich agiert und so bildeten sich "Berge" von Fahrzeugen am Waldesrand, und zwar nicht nur sprichwörtlich. In einer der engen, unübersichtlichen Linkskurven im Wald lagen ganze vier Autos aufeinander. Darunter auch der bis dahin führende Olaf Dobberkau im Porsche. Den haben wir im Vorbeifahren gar nicht gesehen, da sich darüber noch drei andere stapelten. ...und so ging es eigentlich fröhlich weiter. Abbruch von Stage 7, da einer quer im Wald hing. Es war einfach eine giftige, kleine Rallye!

Zu diesem Zeitpunkt gab es bei uns im Auto schon bedenkliche Geräusche. Nach einem Check auf der Liaison war dann klar: Radlager kaputt oder Radnabe gebrochen. Wir wollten dann noch auf jeden Fall eine Runde in der Wildsteig Prüfung bewältigen, um dann in den Service zu können, aber auf der Liaison hat alles angefangen zu glühen und wir mussten aufgeben. Das ganze ohne vorherigen Ausrutscher. Mist.

Ehrlich, ich war sehr frustriert und hab direkt meinen Flug nach Hause umgebucht. Insgesamt war es für das Team Wallenwein jedoch ein gute Rallye. Auf diesem Wege noch mal einen herzlichen Glückwunsch zum Gesamtauftritt und natürlich zu Sandros zweitem Rang.

Beim nächsten Mal wird alles besser...

Eure Ellen Lohr