Die Dramen während einer Dakar können aufgrund von mechanischen Gebrechen oder Navigationsproblemen noch so groß sein, es gibt jeden Tag die Chance, sich aufs Neue an der Spitze zu zeigen. Da ist es dann egal, ob man in der Gesamtwertung fünf Stunden hinter der Spitze liegt, ein zweiter Etappenplatz ist dennoch eine schöne Genugtuung und gleichzeitig Bestätigung, dass man doch nach vorne gehört.

Diese Form der Befriedigung wird nach dem zwölften Tagesabschnitt wohl Carlos Sousas Beifahrer Andreas Schulz verspürt haben, als nach dem Ende der Wertungsprüfung die zwei in der Zeitentabelle aufschien. Und vielleicht war das auch ein Weckruf an Jutta Kleinschmidt und Giniel de Villiers Beifahrer Dirk von Zitzewitz, die bei der Rallye bislang ihre ganz eigenen Geschichten geschrieben haben. Kleinschmidt kämpfte des Öfteren gegen die Technik, von Zitzewitz lag eine Zeit in Führung bevor ihn und de Villiers der Technikteufel nach hinten warf.

Kleinschmidt bewegte sich in den vergangenen Etappen immer in oder, wie heute, knapp außerhalb der Top Ten und nach dem Tagessieg von Nasser Al Attiyah am Dienstag wird sie sicher auch noch versuchen weiter nach vorne zu kommen. Und Dirk von Zitzewitz braucht man nicht zu sagen, dass weitere Tagessiege durchaus noch in Reichweite sind. Das weiß er selbst, auch wenn heute nur Rang 22 heraussprang. Zur weiteren Motivation sei hier eine Folge der Fernsehserie "die Simpsons" zitiert, in der ein Außerirdischer im Körper von Bill Clinton bei einer Wahlansprache meinte: "Wir müssen vorwärts und nicht rückwärts, aufwärts und nicht seitwärts." In diesem Sinne, am besten schnell zielwärts und nicht baumwärts.