Stéphane Peterhansel und Jean-Paul Cottret schoben sich in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz. Das Duo fuhr auf der Etappe von Atar die zweitschnellste Zeit. Peterhansel liegt nun 31:13 Minuten hinter dem Gesamtführenden und Etappensieger Giniel de Villiers. Luc Alphand und Gilles Picard fuhren die drittschnellst Zeit und belegen jetzt in der Gesamtwertung den dritten Platz.

Peterhansel begann die Etappe hinter De Villiers, aber der Südafrikaner konnte bis zum 201 km-Punkt seine Führung auf 13:55 Minuten ausbauen, als der Franzose zwei Reifenschäden erlitt und Zeit im weichen Sand verlor. Doch bis zum nächsten Checkpoint verkürzte er den Abstand auf 6:35 Minuten.

Alphand und Picard kamen als Dritte an der ersten Wegkontrolle an, 6:34 Minuten hinter De Villiers. Am CP2 waren die beiden Vierte. Hiroshi Masuoka begann die Etappe auf der vierten Position, musste aber nach 25 Kilometern wegen Kupplungsproblemen anhalten. Die Crew profitierte von dem Schnellwechsel-System der Kupplung, verlor trotzdem 1:19 Stunden und lag auf Rang 29. Er schaffte es noch die neuntschnellste Zeit zu fahren, fiel in der Gesamtwertung auf Platz acht zurück. Joan `Nani`Roma startete als 23. in die achte Etappe. Der Zylinderkopf wurde während des Ruhetages gewechselt. Roma ist jetzt schneller Service für seine Teamkollegen. Ebenfalls mit Kupplungsproblemen verlor er 30 Minuten vor dem ersten Checkpoint und litt später noch am Motorproblemen.

Stéphane Peterhansel:
"Ich hatte heute bereits nach 30 km zwei Reifenschäden. Wir hatten einen nach sechs Kilometern, nach 22 km sind wir steckengeblieben und einen weiteren Platten nach 28 km. Was für ein Start in eine 589 km Etappe! Mit vollem Tank und vielen Ersatzteilen beladen, war der Wagen sehr schwer. Das war ein hohes Risiko auf den Steinen. Es war auch schwrierig die Dünen mit diesem schweren Wagen zu durchqueren. Nach den Platten hatte ich nur noch einen Ersatzreifen für 550 km und deshalb bin ich vorsichtig gefahren und bin kein Risiko eingegangen. Wenn wir noch einen Platten gehabt hätten, hätte ich auf Hroshi oder Nani warten müssen und das hätte noch länger gedauert. Für morgen plane ich eine neue Attacke."

Luc Alphand:
"Es war eine harte und sehr lange Etappe. Wir sind zwei Mal in den ersten Dünen steckengeblieben und mussten die Reifen auf- und abpumpen. Dann mussten wir einen Reifen kurz vor Ende austauschen, als wir einen schleichenden Platten hatten. Insgesamt mussten wir fünf mal anhalten. Du kannst nicht erwarten die Etappe zu gewinnen, wenn du solche Probleme hast. Positiv ist, dass wir auf dieser Marathonetappe keine Probleme mit den Wagen hatten."

Hiroshi Masuoka:
"Ich hatte heute vier Platten und wieder Probleme mit der Kupplung. Ich bin sehr enttäuscht, da am Ruhetag der ganze Wagen überarbeitet wurde. `Nani` hat angehalten, um mir einen weiteren Reifen zu geben und dann musste ich 500 km ohne Ersatzreifen fahren. Aber so ist das Leben."

Nani Roma:
"Heute morgen ist die Kupplung in den ersten Dünen kaputt gegangen und wir mussten anhalten, um sie zu wechseln. Nach 120 km bekamen wir dann noch Probleme mit dem Motor und es war nicht mehr möglich härter zu pushen. Ich denke, es war ein Sensordefekt oder ein elektronisches Problem. Hoffentlich können es die Racetruck-Mechaniker reparieren."

Dominique Serieys (MMSP Teamchef):
"Es war einer der Tage, an dem Stéphane und Luc im Sand Zeit verloren und Platten hatten. Aber beide Autos waren in einer guten Verfassung und wir werden am Montag versuchen noch mehr Zeit gutzumachen."