Der Spanier Carlos Sainz und sein französischer Copilot Michel Périn liegen am vierten Tag in Folge bei der Rallye Dakar an der Spitze. Sainz fuhr von Tan Tan in Marokko nach Zouérat in Mauretanien auf der extrem schnellen und mit 817 Kilometern längsten Etappe der Rallye die viertbeste Zeit. Die drittbeste Zeit sicherte sich Giniel de Villiers in einem Volkswagen Race Touareg. Damit verkürzte der Südafrikaner mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz seinen Abstand in der Gesamtwertung um 25 Sekunden und liegt 3.11 Minuten hinter Sainz auf Position zwei.

Weiterhin Dritter ist das portugiesisch-deutsche Duo Carlos Sousa/Andreas Schulz in einem Race Touareg 2 des Lagos-Teams, dem die sechstbeste Etappenzeit gelang. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) aus dem Werksteam von Volkswagen absolvierten die Etappe mit 12.38 Minuten Rückstand als Neuntbeste und verbesserten sich auf der harten Etappe, die mehrere Spitzenteams zurückwarf, um zwei Positionen auf Platz acht der Gesamtwertung.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor):
"An diesem langen und spannenden Tag können wir zufrieden sein, denn weiterhin liegen drei Race Touareg vorn. Die schnellen Streckenabschnitte waren wie gemacht für die Buggys, die mehr Leistung, mehr Federweg und weniger Gewicht aufweisen dürfen. Der Tagessieg von Robby Gordon vor Jean-Louis Schlesser zeigt diese Vorteile deutlich. Mit den Plätzen drei und vier in der Etappenwertung haben wir gezeigt, dass wir auch in Mauretanien Mitsubishi bislang in Schach halten können."

Giniel de Villiers, 3. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung:
"Eine Etappe mit einem sehr schnellen Anfang und einer schnellen Schlusspassage, dazwischen ein technisch schwierigerer Abschnitt. Ich bin komplett alleine gefahren und lief auf niemanden auf. Erst am Schluss sahen wir in der Ferne eine Staubfahne von Stéphane Peterhansel. Die Navigation war heute sehr einfach."

Carlos Sainz, 4. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung:
"Die Prüfung lief für uns absolut tadellos, ich bin wirklich glücklich. Es war nicht leicht, auf den Kamelgraspisten die Strecke zu eröffnen, da die Motorräder eine ganz andere Spur vorgelegt hatten, die für Autos kaum zu befahren war. Die ersten 180 Kilometer waren sehr schnell, dann folgten Sandpassagen, dann wieder Dünen. Ich hoffe, dass es so weitergeht für Michel und mich und natürlich für Volkswagen."

Mark Miller, 9. Platz Tages- / 8. Platz Gesamt-Wertung:
"Zu Beginn der Prüfung folgten wir Carlos Sousa durch die Dünen und die Kamelgraspassagen. Es lief sehr gut, die Navigation war kein Problem, es hat richtig Spaß gemacht. Am Ende haben wir dann etwas Zeit eingebüßt, uns aber trotzdem im Gesamtklassement auf Rang acht verbessert."

Ari Vatanen, 72. Platz Tages-Wertung:
"Auf den ersten 190 Kilometern fühlte ich mich absolut jugendlich, denn es lief fantastisch. Dann trat ein Getriebeproblem auf und wir konnten nur noch im zweiten Gang fahren. Am Unfallort von Guerlain Chicherit, der sich überschlagen hat, hielten wir an und betreuten ihn zehn Minuten. Wir fuhren im zweiten Gang weiter. 30 Kilometer vor dem Ende der Prüfung hielten wir bei Jutta Kleinschmidt, deren BMW mit Elektrikdefekt stand. Wir zogen sie ins Ziel."