Zunächst sah es sehr gut aus für Stéphane Peterhansel. Der Franzose und sein Beifahrer Jean-Paul Cottret begannen die vierte Etappe als Dritte hinter den VW-Piloten Carlos Sainz und Giniel de Villiers. Wenig später erreichten sie als erste den ersten Kontrollpunkt. Ein Vorteil für sie war, dass sie diese Gegend Marokkos von unzähligen Testfahrten in- und auswendig kannten.
Das verhinderte aber nicht, dass sie im tiefen Sand einer Düne stecken blieben. Zu allem Überfluss stellten sich danach auch noch Kupplungsprobleme an ihrem MPR13 ein. Somit war der mögliche Etappensieg außer Reichweite. Nach einer Notreparatur und 25 Minuten Zeitverlust liegen sie nach dem vierten Tag auf dem 9. Gesamtrang.
Möglich wurde der schnelle Kupplungswechsel durch das spezielle Design der Mitsubishi-Kupplung, die außerhalb des Getriebes liegt und somit schneller gewechselt werden kann. "Die Schnellwechsel-Vorrichtung ist für solche Tage wie gemacht", freute sich Technikdirektor Thierry Viardot. "Ohne diese Technik verliert man die Chance auf einen möglichen Sieg."
Stéphane Peterhansel:
Ich scheine in Marokko einfach kein Glück zu haben. Ich weiß nicht wieso... Zu Beginn war es eine gute Etappe, aber wir blieben 300 Meter nach einer kleinen Düne hängen, ganze drei Mal - dabei verbrannten wir unsere Kupplung. Zwei Kilometer später entschlossen wir uns die Kupplung zu wechseln und das kostete uns rund 25 Minuten. Zuvor hatte ich Carlos Sainz überholt, der die Route verloren hatte, und Giniel de Villiers - wir haben also die Pace, unsere Rivalen zu schlagen. Das Design unserer Kupplung ist schon toll. Im letzten Jahr brauchte Carlos Sainz drei oder vier Stunden um seine zu wechseln, wir haben es heute in 25 Minuten geschafft. Solche Dinge können bei der Dakar einen großen Unterschied ausmachen.
Nani Roma:
Jeder Tag ist anders, heute war es nicht so schlecht. Es war sehr staubig. Ich lag hinter Schlesser und hatte einige Probleme den Weg zu finden, aber das war in Ordnung, nichts Dramatisches. Die morgige Etappe durch die Berge wird sicher nicht einfach. Aber die wirklich schwierigen Etappen beginnen am Donnerstag. Dann wird es wichtig sein, keine Fehler zu begehen.
Hiroshi Masuoka:
Ich hatte heute zwei Reifenschäden, einen rund 90 km nach dem Start und einen kurz vor dem Ziel. Es war eine schwierige Etappe. Wir hatten eine Schrecksekunde bei einer harten Landung nach einem großen Sprung. Da musste ich vorsichtig sein. Wir hielten an und wechselten den ersten Reifen. Dabei überholten uns Nani und Schlesser. Danach kamen sie von der Route ab und wir überholten sie wieder. Das war recht lustig.
Luc Alphand:
Das war heute schwieriger als gedacht. Die Dünen in Merzouga sind einfacher als sonst, aber es gab jede Menge Kamelgras, mehr Sanddünen und einige große Löcher in der Etappe. Es war eine sehr schwierige Etappe und wir hatten keine saubere Fahrt. Ich kollidierte mit einem Stein, wir hatten einen Reifenschaden und ein kleines Navigationsproblem. Morgen dürfen wir keine Fehler machen. Das Positive bislang ist, dass wir keine Probleme mit dem Auto haben.



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