Sollte es so etwas wie den Mister Dakar geben, dann müsste der Titel an Stephane Peterhansel gehen. 1991 gewann er die Langstrecken-Rallye erstmals auf dem Motorrad. Dem sollten 1992, 1993, 1995, 1997 und 1998 noch fünf weitere Siege auf dem Zweirad folgen bis er dann schließlich zu den Autos wechselte.
1999 gab der Franzose sein Dakar-Debüt in einem Auto und wurde auf Anhieb Siebter. Im Jahr darauf konnte er sich gleich auf Platz zwei verbessern und 2001 siegte er in der Kategorie T1 bei den verbesserten Querfeldein-Fahrzeugen. Sein erster Gesamtsieg bei der Dakar ließ aber ein bisschen auf sich warten. So gewann er zwar 2002 die Rallye in Tunesien und die UAE Desert Challenge, doch bei der Rallye Dakar 2003 reichte es nicht ganz zum Sieg. In der vorletzten Etappe in Ägypten gab er jegliche Möglichkeiten dafür aus der Hand.
Doch ein echter Champion gibt nicht auf und Peterhansel kehrte sehr stark zurück. Er gewann 2003 die UAE Desert Challenge und holte sich 2004 auch den Gesamtsieg bei der Rallye-Dakar. Damit war er nach Hubert Auriol auch der Einzige, der das Rennen auf zwei und vier Rädern gewinnen konnte. Daran schloss sich die bislang erfolgreichste Saison für Peterhansel auf vier Rädern an. Er gewann in Tunesien und Marokko und rundete das Ganze mit der Wiederholung seines Dakar-Sieges ab.
Vor der Dakar 2006 galt Peterhansel auch wieder als Favorit, da er die UAE Desert Challenge davor deutlich für sich entscheiden konnte, doch schließlich musste er sich nach der zwischenzeitlichen Führung mit dem vierten Platz begnügen. Im weiteren Verlauf der Saison siegte er abermals in Tunesien. In Marokko lag Peterhansel dann auch in Führung, doch nach dem Unfall, bei dem Henri Magne, der Beifahrer von Nani Roma, verstarb, zog Mitsubishi die Autos aus dem Bewerb zurück. Danach testete er ausgiebig und belegte bei der UAE Desert Challenge im November Platz zwei. Für die Dakar scheint er also wieder gut gerüstet. Und könnte seinen neunten Gesamtsieg anpeilen.

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