Die 4. Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien gewann nach 415 Kilometern Yazeed al Rajhi mit seinem Navigator Timo Gottschalk. Das Duo mit dem Lokalmatador aus Saudi-Arabien und Deutschland dominierte die Tagesprüfung und gewann mit großem Vorsprung. Zweiter wurde Toyota Markengefährte Henk Lategan aus Südafrika, der weiterhin die Gesamtführung vor Al Rajhi verteidigen konnte.

Von den großen Favoriten konnte nur Mattias Ekström einigermaßen in den Top-10 mitfahren. Der vierfache Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah kam mit 35 Minuten Rückstand im Ziel an und verlor den zweiten Gesamtplatz.

Route der 4. Etappe
Profil der 4. Etappe, Foto: A.S.O.

4. Etappe: Al-Henakiyah - Alula (8. Januar)

(Prüfung: 415 km, Verbindung: 173 km)

Vor dem Start

Die 4. Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien führte die Teams der Auto-Kategorie von Al-Henakiyah nach Alula. Erst nach einer 173 Kilometer langen Verbindung begann die heutige Tageswertung über insgesamt 415 Kilometer.

Es wartete eine sehr technische Strecke auf die Fahrer und Navigatoren. Es ging teilweise über vulkanisches Gelände und durch tiefe Schluchten, für die diese Region berühmt ist. Die Ziellinie lag direkt vor dem Biwak bei Alula. Alle Teilnehmer mussten dann ohne die Hilfe der Servicefahrzeuge auskommen. Gegenseitige Hilfe war natürlich erlaubt.

#218 Saood Variawa im Toyota
Sensationssieger Variawa (Toyota) nach dem Start in die 4. Etappe, Foto: A.S.O.

Start/WP 1/2: Al Rajhi und Gottschalk führen

Der erst 19-jährige Überraschungssieger Saood Variawa ging mit etwas Verspätung als erster Fahrer im Toyota auf Zeitenjagd Richtung Biwak in Alula. Guerlain Chicherit folgte im Mini vor Seth Quintero im Toyota. Die Top-10 startete erneut mit Abständen von drei Minuten. Insgesamt mussten neun Waypoints vor dem Ziel angefahren werden.

Nach dem Start übernahm der von Position 18 gestartete Toyota-Pilot Yazeed al Rajhi nach 27 Kilometern die Führung. Der Abstand zum ersten Verfolger, dem Gesamtführende Henk Lategan, betrug bereits 43 Sekunden. Dritter war Toby Price vor Rokas Baciuska. Damit lagen gleich vier Toyota-Teams in Front.

Der nächste Waypoint kam bei Kilometer 65. Der Gesamtvierte Al Rajhi war mit seinem deutschen Navigator Timo Gottschalk das schnellste Team in der Anfangsphase. Der Vorsprung betrug bereits 2:18 Sekunden vor Price und Sam Sunderland, die sensationell bei ihrer erste Auto-Dakar auf Rang sechs im Gesamtklassement lagen.

#231 Toby Price und Sam Sunderland im Toyota
Starkes Debüt für das ehemalige Bike-Duo Toby Price und Sam Sunderland im Toyota, Foto: Red Bull Content Pool

WP 3/4/5/6: Halbzeitführung für Al Rajhi/Gottschalk

Es gab kaum Veränderungen nach den folgenden Checkpoints. Bis zur Halbzeit der Tagesprüfung bei Kilometer 249 verteidige Al Rajhi nicht nur die Führung, sondern baute diese bis auf 6:52 Minuten aus. Lategan war wieder Zweiter vor dem neuen Dritten Mitchell Guthrie im Ford. Der Amerikaner liegt im Gesamtklassement auf Rang acht und hatte am 6. Waypoint 13:21 Minuten Rückstand.

Auf Platz vier hatte sich Juan Cruz Yacopini in seinem Toyota verbessert. Auch Toyota-Pilot Giniel de Villiers mit dem deutschen Co-Piloten Dirk von Zitzewitz waren auf dem Weg nach vorne. Das Duo hatte einen Sprung von Platz 22 nach dem Start bis auf Rang fünf gemacht. Price verlor nach einem Navigationsfehler zehn Minuten und war nur noch Achter. Nasser Al-Attiyah musste im Dacia bei Kilometer 112 schon den zweiten Stopp einlegen verlor sogar bis zur Halbzeit 41 Minuten.

#201 Yazeed Al Rajhi und Timo Gottschalk auf Toyota
Al Rajhi/Gottschalk (Toyota) auf dem Weg zur Halbzeitführung, Foto: A.S.O.

WP 7/8/9: Die Konkurrenz ist chancenlos

Nach weiteren 40 Kilometern kam der nächste Kontrollpunkt. Es gab keine Veränderungen in den Top-6. Am 8. Checkpoint hatte Lategan weitere Zeit auf Al Rajhi verloren. Der Südafrikaner lag nun 8:08 Minuten zurück. Weiter fünf Minuten dahinter war Yacopini neuer Dritter. Bei der letzten Zeitmessung vor dem Ziel führte das Duo aus Saudi-Arabien und Deutschland sogar mit über zehn Minuten.

Ziel: Al Rajhi & Gottschalk holen unglaublichen Sieg

Nach 4:26:40 Stunden gewann Al Rajhi mit Gottschalk die vierte Tageswertung. Lategan wurde Zweiter vor Yacopini, Martin Prokop (Ford), Denis Krotov (Mini), Mathieu Serradori (Century), Guthrie, Ekström (Ford), Brian Baragwanath (Century) und Lucas Moraes (Toyota)n auf Platz zehn.

#200 Große Probleme beim Dacia von Nasser Al-Attiyah
Al-Attiyah verlor viel Zeit, Foto: A.S.O.

Ergebnis der 4. Etappe 2025 (Top-10)

RangFahrerMarkeZeit (Stunden)
1Y. Al RajhiToyota04:26:40
2H. LateganToyota+00:04:51
3J. YacopiniToyota+00:10:45
4M. ProkopFord+00:10:55
5D. Krotov Mini+00:13:17
6M. SerradoriCentury+00:14:01
7M. GuthrieFord+00:15:20
8M. EkströmFord+00:16:57
9B. Baragwanath Century+00:17:11
10L. MoraesToyota+00:18:36

Zwischenstand nach der 4. Etappe 2025 (Top-5)

RangFahrerMarkeZeit (Stunden)
1H. LateganToyota23:36:24
2Y. Al RajhiToyota+00:06:54
3M. EkströmFord+00:21:40
4M. SerradoriDacia+00:30:25
5L. MoraesToyota+00:33:25