Die 2. Etappe war der gefürchtete Marathon über zwei Tage bei der 47. Ausgabe der Rallye Dakar 2025 in Saudi-Arabien. Die Königsetappe in Saudi-Arabien gewann nach insgesamt 967 gewerteten Prüfungskilometern Yazeed al Rajhi und Navigator Timo Gottschalk im Toyota Hilus Overdrive. Es war für Al Rajhi der achte Etappensieg seit 2015.
Der Lokalmatador und der deutsche Co-Pilot zeigten eine imposante Vorstellung. Das Duo gewann nach 10:54:54 Stunden die Königsetappe. Nur Nasser Al-Attiyah konnte einigermaßen mithalten und belegte im Dacia Platz zwei.

2. Etappe: Bisha - Bisha (5. bis 6. Januar)
(Prüfung: 947 km, Verbindung: 45 km)
Vor dem Start
Bereits nach dem Prolog und der ersten Etappe folgt ein Hammer-Marathon über zwei Tage. Bei der härteste Rallye der Welt steht eine 48-Stunden-Etappe mit Übernachtung in der Wüste an. Die Königsetappe über zwei Tage wird den Fahrern und Ko-Piloten alles abverlangen.
Für den Start in das zweitägige Abenteuer am Sonntag und das Finale am Montag wird extrem steiniges Terrain erwartet, was das Risiko für Reifenschäden erheblich erhöht. Früh auf die Strecke zu gehen, bringt dabei klare Nachteile mit sich, da diese Teilnehmer als Straßenfeger agieren müssen. Diese Rolle fällt nun Guerlain Chicherit im Mini zu, der die erste Etappe für sich entschieden hat und damit die Gesamtführung übernehmen konnte. Es ist insgesamt ein sehr abwechslungsreiches Terrain nördlich von Bisha mit einem großen Dünenanteil. Die Bikes und Autos werden zum ersten Mal dieses Konzept auf unterschiedlichen Strecken durchqueren.
Dieses Format wurde im letzten Jahr erfolgreich eingeführt. In diesem Jahr ist die Distanz 992 Kilometer, davon werden 967 Kilometer in die Wertung einfließen. Um Punkt fünf Uhr (15 Uhr MEZ) müssen alle Teilnehmer eines von sechs naheliegenden Ruhelagern anfahren. Also Camping unter Sternenhimmel. Am Sonntagmorgen geht in sehr früh weiter bis das Biwak in Bisha endlich erreicht ist.

Start Tag 1/WP 1-15: Al Rajhi und Gottschalk dominieren die erste Hälfte
Nach dem Start übernahmen Toyota-Pilot Yazeed al Rajhi mit Navigator Timo Gottschalk das Kommando an der Spitze des Feldes. Vom ersten bis zum vierten Waypoint diktierte das Duo aus Saudi-Arabien und Deutschland das Renngeschehen.
Die nächsten drei Kontrollpunkte erreichte Nasser Al-Attiyah im Dacia als Erster. Al Rajhi lag aus Position zwei vor Markengefährte Sebastien Loeb. In diesem Abschnitt gab es auch die erste neutrale Zone mit Tankstopp.
Ab dem achten Checkpoint Lag wieder Lokalmatador Al Rajhi vorne. Er legte ein Höllentempo vor und schaffte es insgesamt fünf von sechs Biwaks zu passieren, bevor er im Biwak D als Führender das Nachtlager aufsuchte. Der Leader hatte den 15. Kontrollpunkt in 6:47:09 Stunden erreicht.
Hinter dem führenden Duo Al Rajhi/Gottschalk belegte Al-Attiyah Platz 2 vor Mattias Ekström (Ford), Henk Lategan (Toyota), Juan Cruz Yacopini (Toyota), Guy David Botterill (Toyota), Toby Price (Toyota), Nani Roma (Ford), Giniel de Villiers mit Co-Pilot Dirk von Zitzewitz (Toyota) und Mathieu Serradori im Century auf Rang zehn.
Titelverteidiger Carlos Sainz hatte einen Überschlag, konnte aber anschließend mit seinem beschädigten Ford weiterfahren. Der Titelverteidiger beklagte anschließen einen Rückstand von einer Stunde. Loeb hatte wieder einmal Pech und verlor mit Motorproblemen an seinem Dacia fast 33 Minuten.
In den sechs Biwaks erhielten die Teilnehmer ein Zelt, einen Schlafsack und eine Isomatte. Dazu ein Verpflegungspaket mit einer selbsterwärmenden Mahlzeit, Suppe, Frühstück, sechs Liter Wasser, sowie Besteck und einen Becher, bevor es am nächsten Morgen sehr früh mit dem zweiten Teil des 48-Stunden-Marathons weiterging.

Restart Tag 2/WP 16-27: Al Rajhi und Gottschalk mit perfekter Vorstellung auch im zweiten Teil
Nach dem Start in den zweiten Tag des Höllen-Marathons konnte Leader Al Rajhi den Vorsprung vor Al-Attiyah von etwas über einer Minute halten. Erster Verfolger blieb Ekström, allerdings mit einem Rückstand von fast neun Minuten.
Dann begann die Aufholjagd von Al-Attiyah ab Kilometer 626. Beim 19. Kontrollpunkt hatte der Dacia-Pilot aus Katar den Rückstand bei Kilometer 700 auf 20 Sekunden verkürzt. Ekström und der Rest des Feldes fiel gleichzeitig zeitlich weiter zurück.
Auf den nächsten 39 Kilometern haben sich die drei führenden Teams nach Navigationsfehler gewaltig verfahren. Plötzlich hatte Al Rajhi wieder 2:02 Minuten Vorsprung vor Al-Attiyah. Neuer Dritter war jetzt Lategan mit 2:32 Minuten Rückstand. Acht Minuten dahinter lag Roma auf Rang vier. Ekström wurde nur noch auf Position neun mit 18 Minuten Rückstand gelistet.
Die nächste neutrale Zone mit Tankstopp kam nach dem 22. Kontrollpunkt bei Kilometer 803. Al Rajhi erreichte diesem Stopp nach 9:16:18 Stunden mit 2:08 Minuten Vorsprung. Nach dem Restart rückte das Feld wieder näher zusammen.
Auf den nächsten Kilometern gab es fast einen Führungswechsel. Al-Attiyah hatte kurzfristig virtuell die Nase vorne, aber am 24. Waypoint lag Al Rajhi mit 26 Sekunden Vorsprung wieder vorne. Jetzt waren es noch 99 Kilometer bis zum Ziel.
Auf den letzten Kilometern konnte der der Spitzenreiter seinen Vorsprung wieder vergrößern. Nach 10:32:54 Stunden hatte es das Duo aus Saudi-Arabien und Deutschland geschafft. Al Rajhi und Gottschalk gewann nach 967 Kilometern die Marathon-Etappe mit einem Vorsprung von 4:29 Minuten vor Al-Attiyah.
Lategan lag auf Rang drei 6:16 Minuten zurück. Die Top-10 komplettierten Yacopini, Serradori, Rokas Baciuska (Toyota), Loeb, Ekström, Price und Guthrie. Giniel de Villiers und Co-Pilot Dirk von Zitzewitz hatten großes Pech. Auf Platz acht liegend sorgte kurz vor dem Ziel ein Frontalunfall für eine lange Reparaturpause. Dadurch fällt das Duo in der Gesamtwertung um gut 2:20 Stunden zurück.

Ergebnis der 2. Etappe 2025 (Top-10)
| Rang | Fahrer | Marke | Zeit (Stunden) |
|---|---|---|---|
| 1 | Y. Al Rajhi | Toyota | 10:54:54 |
| 2 | N. Al-Attiyah | Dacia | +00:04:29 |
| 3 | H. Lategan | Toyota | +00:06:16 |
| 4 | J. Yacopini | Toyota | +00:08:45 |
| 5 | M. Serradori | Century | +00:09:59 |
| 6 | R. Baciuska | Toyota | +00:11:17 |
| 7 | S. Loeb | Dacia | +00:14:58 |
| 8 | M. Ekström | Ford | +00:15:42 |
| 9 | T. Price | Toyota | +00:16:14 |
| 10 | B. Vanagas | Toyota | +00:23:01 |
Gesamtstand nach der 2. Etappe 2025 (Top-5)
| Rang | Fahrer | Marke | Zeit (Stunden) |
|---|---|---|---|
| 1 | Y. Al Rajhi | Toyota | 15:45:15 |
| 2 | H. Lategan | Toyota | +00:05:15 |
| 3 | N. Al-Attiyah | Dacia | +00:06:29 |
| 4 | T. Price | Toyota | +00:06:59 |
| 5 | M. Ekström | Ford | +00:08:31 |



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