Dakar

Dakar-Test: Fernando Alonso diese Woche erstmals im Toyota

Fernando Alonsos Rallye-Dakar-Pläne nehmen Form an: Der zweimalige Formel-1-Weltmeister soll diese Woche in Südafrika erstmals den Toyota Hilux testen.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Fernando Alonso wird in seinem ersten Jahr als Formel-1-Rentner nicht langweilig. Parallel zu den Vorbereitungen auf das Indy 500 im Mai wird der zweimalige F1-Weltmeister in den kommenden Tagen abermals seinen Motorsport-Horizont erweitern. In Südafrika soll noch diese Woche Alonsos erster Dakar-Test mit dem Toyota Hilux über die Bühne gehen.

Laut Motorsport-Magazin.com vorliegenden Informationen und einem Bericht des englischsprachigen Motorsportportals racefans.net wird der erste Offroad-Test des Spaniers von Mittwoch bis Donnerstag am Nordkap im Nordwesten der Republik Südafrika stattfinden.

Das Einsatzfahrzeug und die Teamtrucks sollen sich derzeit auf dem Weg ins Kalahari Goerapan-Resort befinden. Bei diesem handelt es sich um ein Trainingsareal, welches über unterschiedliche Offroad-Trails verfügt. Das Resort befindet sich in den dürren Wüstenregionen nahe den Grenzen zu Namibia und Botswana.

Die Dakar-Einsätze Toyotas werden, anders als die WEC- und WRC-Teams der Japaner, von Toyota Gazoo Racing SA in Südafrika koordiniert. Das Offroad-Team operiert von seiner Basis in Kyalami nahe Johannesburg aus. 2019 gewann es mit Nasser Al-Attiyah am Steuer des Toyota Gazoo Racing South Africa Hilux die Rallye Dakar.

Alonso wird bei seinem Test die siegreiche Dakar-Spezifikation des Toyota Hilux pilotieren. Durch sein Engagement als Toyota-Werksfahrer in der WEC und dessen offenkundigem Interesse an der Rallye Dakar wurde bereits seit einigen Wochen über einen möglichen Test spekuliert.

Laut einer involvierten Quelle will Alonso den Test nutzen, um ein Dakar-Engagement für die Zukunft abzuwägen. Nach seinem Abschied aus der Formel 1 konzentrierte er sich in den vergangenen Monaten hauptsächlich auf die WEC, gewann zuletzt mit Toyota die 12 Stunden von Sebring. Im Januar war er außerdem für Cadillac bei den 24 Stunden von Daytona siegreich.

Alonsos Liste wird länger: Indy, Dakar, Daytona, Bathurst

Darüber hinaus wandte er sich im vergangenen November schon einmal einer für ihn mehr oder weniger artfremden Form des Motorsports zu, als er in Bahrain einen Showrun in Jimmie Johnsons NASCAR absolvierte. Einen Abstecher zu den Daytona 500 wollte Alonso danach nicht ausschließen.

Vor wenigen Tagen machten außerdem Gerüchte über einen Start beim Bathurst 1000 der australischen Supercar-Serie die Runde. "Er hatte noch nicht die Chance zu testen, aber er ist sehr interessiert", verriet McLaren CEO und Alonso-Chef Zak Brown im Rahmen des Formel-1-Auftaktes in Melbourne.

"Er will alle großen Rennen gewinnen, und Bathurst zählt für ihn dazu", so der US-Amerikaner. Ein Test mit einem der Supercars fiel im letzten Moment flach. "Er findet die Autos cool, aber kurz bevor er fahren wollte rollte das Auto ohne Benzin aus", so Brown.

2019 soll das Bathurst 1000 aber noch kein Thema sein. Nach dem Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 2018 liegt Alonsos Fokus in diesem Jahr auf dem Indy 500. Das Ovalspektakel der IndyCars ist nach Monaco und Le Mans das letzte Puzzleteil, das ihm zur Triple Crown fehlt.


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