Dakar

Dakar 2018: Fußball-Coach Villas-Boas startet Rallye-Abenteuer

Die Rallye Dakar hat auch 2018 kuriose Starter zu bieten: Prominentester Quereinsteiger bei der kommenden Auflage ist ein erfolgreicher Fußball-Trainer:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Der prominente Fußball-Trainer Andre Villas-Boas startet bei der kommenden Auflage der Rallye Dakar. Der Portugiese wird bei seinem Debüt in einem Toyota Hilux Platz nehmen.

Ursprünglich wollte Villas-Boas auf einem Motorrad starten. Davon riet ihm aber Alex Doringer, Rallye-Chef bei KTM, ab. "Ich habe mich mit meinem Freund Alex Doringer unterhalten, der mir gesagt hat, dass ich dafür mindestens ein Jahr Vorbereitung brauche und ich zunächst lieber im Auto teilnehmen solle", wird Villas-Boas auf der offiziellen Webseite der Dakar-Rally zitiert.

Möglich wird seine Teilnahme durch einen im vergangenen Winter erfolgten Wechsel in die chinesische Super League. Dort trainiert er aktuell den Shanghai International Port Group FC, der den Meisterschaftsbetrieb erst wieder im März aufnimmt. Anders als in Europa, wird die chinesische Liga-Saison innerhalb eines Kalenderjahres ausgetragen.

Ruben Faria als Beifahrer

Der Name Villas-Boas ist bei der Dakar kein unbekannter. Andres Onkel Pedro nahm bereits in den Achtzigerjahren am - damals noch unter "Rally Paris-Dakar" firmierenden - Klassiker teil. Villas-Boas sicherte sich einen prominenten Beifahrer für sein Abenteuer: Ruben Faria.

Der Portugiese stand jahrelang bei KTM unter Vertrag und war lange Zeit als Edelhelfer von Cyril Despres unterwegs. 2013 holte Faria mit Platz zwei in der Gesamtwertung sein bestes Endergebnis. Zuletzt war Faria für Husqvarna tätig, wo er nach seinem Rücktritt im Jahr 2016 das Amt des Teammanagers übernahm.

Prominente Quereinsteiger wie Villas-Boas haben bei der Dakar Tradition: So nahm etwa Ex-Skisprung-Ass Adam Malysz mehrfach teil, der ehemalige Ski-Gesamtweltcupsieger Luc Alphand holte 2006 auf Mitsubishi sogar den Dakar-Gesamtsieg.

Die Rallye startet am 6. Januar in Peru und endet 14 Etappen später am 20. Januar in Argentinien.


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