Motorsport-Magazin.com Plus
Dakar Rallye

Todesursache noch unklar - Motorradfahrer stirbt auf 3. Etappe

Bei der Rallye Dakar kam es zu einem Todesfall. Der Motorradfahrer Michal Hernik aus Polen wurde während der dritten Etappe tot aufgefunden.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Bei der diesjährigen Rallye Dakar kam es zum einem Todesfall. Der Motorrad-Pilot Michal Hernik verstarb auf Kilometer 206 während der dritten Etappe. Der folgenschwere Unfall ereignete sich in der Region um La Rioja. Der 39-jährige Pole aus Krakau nahm an seiner ersten Rallye Dakar teil und fuhr eine KTM-Maschine.

Die Veranstalter der Dakar bestätigten den Todesfall am Dienstag. "Die Umstände seines Todes sind noch unklar", teilten die Verantwortlichen mit. Es habe keine äußerlichen Anzeichen eines Unfalls gegeben, hieß es weiter. Hernik sei ohne Helm aufgefunden worden.

Nachdem Herniks Irritrack-Signal nicht mehr ausschlug, wurde ein Rettungshubschrauber losgeschickt. Dieser fand Hernik 300 Meter abseits der Strecke. Der anwesende Arzt konnte anschließend nur noch dessen Tod feststellen. Hernik belegte zu diesem Zeitpunkt den 84. Platz nach der zweiten Etappe der Rallye Dakar 2015.

Michal Hernik verstarb im Alter von 39 Jahren - Foto: Facebook

Zwei Jahre Vorbereitung

Hernik, der die Startnummer 82 trug, hatte sich im vergangenen Jahr bei der Abu Dhabi Desert Challenge sowie bei der Marokko Rallye 2013 auf die Dakar vorbereitet. "Ich habe mich zwei Jahre lang auf die Dakar vorbereitet", sagte Hernik kurz vor dem Start. "Ich weiß nicht, was mich erwartet." Seinem Motorrad hatte der Pole, der am 20. Januar 40 Jahre alt geworden wäre, den Spitznamen 'Baby' gegeben.

Die dritte Etappe der Rallye Dakar führte von San Juan nach Chilecito und ging über 220 Wertungskilometer. Es ging hoch hinaus: Mit bis zu 3.500 Meter hohen Gipfeln begrüßten erstmals die Anden die Fahrer. Nach einer steinigen Abfahrt wartete ein sandiges Tal auf 2.000 Metern auf die Motorradfahrer, bevor ein weiterer kleiner, aber steiler Anstieg noch einmal auf etwa 2.300 Meter führte. Danach ging es wieder über eine steinige Passage bergab in Richtung Ziel auf nur noch 1.000 Meter. Der Österreicher und Gesamtführende Matthias Walkner sicherte sich den Tagessieg vor Marc Coma.

Hernik startete mit der Nummer 82 bei der diesjährigen Dakar - Foto: ASO

Immer wieder Todesfälle

Bei der traditionsreichen Rallye kommt es immer wieder zu tragischen Zwischenfällen. Hernik ist das 66. Todesopfer in der Geschichte der Marathon-Rallye. Seit dem Umzug von Afrika nach Südamerika 2009 ereigneten sich bislang fünf Todesfälle. Thierry Pascal verstarb 2009, der Argentinier Jorge Martínez Boero in 2012. 2013 kam der Franzose Thomas Bourgin ums Leben, im Folgejahr Eric Palante aus Belgien. Wie bei Hernik handelte es sich dabei stets um Teilnehmer in der Motorrad-Kategorie.