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Die schwersten Unfälle

Das Formel 1 Forum früherer Tage...

Beitrag Montag, 20. Juli 2009

Beiträge: 4399
Da es ja unmöglich ist das Rad selber mit irgenwas, gegen Wegfliegen zu sichern, müsste man schauen was genau gebrochen ist. Der Radstern selber oder die Radachse.
Das heute vorgeschriebene Seil hält im normalfall, wen ein Aufhängungsteil bricht, den Radträger mit dem angeflanschten Rad. Und soweit mir bekannt ist hat das in den meissten Fällen funktioniert.

In einigen Foren steht die Meldung das die von gewissen Kreisen der FIA so stark gewollten F2, nicht mit dem Sicherungsseil für wegfliegende Aufhängungen aus gestattet sind. Scheint zwar unwahrscheinlich, aber könnte durchaus sein, wir wissen ja inzwischen wie Gewissenhaft die Regeln geschrieben werden.
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Beitrag Montag, 20. Juli 2009

Beiträge: 3713
Echt traurig dieser Unfall!

Wisst ihr, dass ist etwas, das passiert einfach nicht auf einer Rennstrecke, bzw. sollte nicht. Soviel Pech, schade um Surtees! Sehr traurig von fatalen Unfällen im Rennsport zu hören.

Rest in Peace!
"40 Punkte klingen nach viel, aber so sehen wir das nicht. Silverstone sollte zeigen, dass unser Auto einen Schritt voran gemacht hat. Das war der Fall. Deshalb glaube ich jetzt an die Titelchancen."
Komm schon Nano...

Beitrag Montag, 20. Juli 2009
172 172

Beiträge: 2108
Am Auto von Surtees hats ja auch das Hinterrad abgerissen. Man hat halt nur nicht gesehen, wie weits geflogen ist.

Die F2 soll wirklich nach den Standarts der F1 gebaut worden sein. Kein Plan ob dies nur das Chassis mit einbezieht oder auch die Anbauten...
Fate is an elegant, cold-hearted whore
She loves salting my wounds
Yes, she enjoys nothing more
I bleed confidence from deep within my guts now
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Beitrag Montag, 20. Juli 2009

Beiträge: 3713
172 hat geschrieben:
Ich glaub die A1GP Autos sind um einiges einfacher zu fahren als die F2. Die F2 scheinen ziemlich agil und sehr nervös.
Hab ma nen Test zu nem A1GP Auto gelesen. Die sind ziemlich gutmütig, haben relativ wenig Downforce und viel mechanischen Grip. Grenzbereich kündigt sich früh an und ist recht breit.

So wie die heute in Brands Hatch rausgekegelt sind, hatte ich den Eindruck, dass eine Fahrer mit dem F2-Auto überfordert waren oder sind. Scheinen zickige kleine Biester zu sein...


Jo, die A1GP Fahrer sind sicher auf einem höheren Nivaeu als die F2 Piloten. Doch das allein erklärt nicht deren Probleme mit den Fahrzeug.
Schade das ich das Rennen nicht aufgenommen hab, hät gerne in Zeitlupe gesehen, wie die Autos durch die Kurven fahren.
Oder vielleicht liegt es doch nur an den unerfahrenen Fahrern. Ich mein, die F2 Boliden sind richtige "Viecher" :? und viel schneller als F3 Autos.
"40 Punkte klingen nach viel, aber so sehen wir das nicht. Silverstone sollte zeigen, dass unser Auto einen Schritt voran gemacht hat. Das war der Fall. Deshalb glaube ich jetzt an die Titelchancen."
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Beitrag Montag, 20. Juli 2009

Beiträge: 6675
Der F2 macht wirklich einen Eindruck wie ein Biest. Ein ziemlich lebhaftes Auto mit sehr wenig Downforce und viel Leistung. Wenn ich an A1GP Rennen denke, die ich gesehen habe, dann lagen die Wagen "schön angenehm". Klar, bissl rutschen hier oder da, aber nicht so zappelig wie der F2.
Kimi Raikkonen

Beitrag Montag, 20. Juli 2009
CMR CMR

Beiträge: 4496
Auch von mir mein herzliches Beileid an die Hinterbliebenen. :(

Beitrag Montag, 20. Juli 2009
172 172

Beiträge: 2108
Jonathan Palmer von MotorSport Vision zum Unfall von Henry Surtees.


"Ich bin absolut am Boden zerstört, dass der 18-jährige Henry Surtees sein Leben bei einem Unfall im Formel 2 Rennen in Brands Hatch gestern verloren hat. Das ist die traurigste Zeit in meinen 35 Jahren im Motorsport und mein tiefstes Beileid gilt Vater John, Mutter Jane und ihren Töchtern Edwina und Leonora und allen anderen Familienmitgliedern und Freunden.

Henry fuhr zwischen Westfield und Sheene in Runde 9 etwa 190 km/h, als er von einem herumfliegenden Rad und Reifen von einem Unfall in der Westfield Kurve einige Sekunden früher am Kopf getroffen wurde. Es ist klar, dass Henry sofort bewusstlos war, und sein Auto dann weiter geradeaus in der Sheene Kurve in die Reifenstapel fuhr. Meinem Verständnis nach waren die Verletzungen sofort tödlich, der Unfall in Sheene hatte keine Auswirkungen auf den Ausgang des Unfalls.

Das Rennen wurde sofort abgebrochen und das medizinische Team war sehr schnell vor Ort. Henry wurde aus dem Auto geborgen, stabilisiert und in das Streckenhospital gebracht, wo er auf den Flug in das regionale Trauma-Zentrum im Royal London Hospital vorbereitet wurde. Bei den Untersuchungen und Auswertungen in der Intensivstation wurde festgestellt, dass Henry Kopfverletzungen erlitten hatte, die er nicht überleben konnte.

Henry war dieses Jahr für die erste Saison dieser neuen Meisterschaft in die Formel 2 gekommen und hatte sofort mit seinem Speed, seiner Konzentration und Reife beeindruckt, die sein junges Alter von 18 Jahren nicht vermuten liessen. Er hatte bei seinem erst zweiten Rennen in Brünn in der Tschechischen Republik eine unglaubliche Pole Position geholt und war mit seinem grossartigen dritten Platz in Brands Hatch am Tag bevor er starb der erste britische Fahrer mit einer Podiumsplatzierung. Henry hat in nur vier Veranstaltungen einen starken Eindruck hinterlassen und sah aus wie ein künftiger Sieger in der F2 und vielleicht sogar in der Formel 1.

Henry war nicht nur immens talentiert, er war auch ein sehr beliebtes Mitglied der Formel 2 Teams, der viele Freunde sowohl bei den anderen Fahrern als auch bei den Teammitgliedern hatte und hat sich allerseits grossen Respekt verdient.

John Surtees spielte eine wichtige Rolle beim Erfolg seines Sohnes. Er hat alles, was vor sich ging, sorgfältig beobachtet und hat Henry mit seiner immensen Erfahrung akribisch geholfen und bei allen wichtigen Setup- und Strategie-Fragen mit geholfen. Es war eine Freude zu sehen, dass Vater und Sohn so effektiv zusammen arbeiten und es war offensichtlich, dass der Erfolg in der Formel 2 eine zentrale Rolle in Henrys und Johns Leben spielte und sie das sehr genossen.

Es wird natürlich eine eingehende Untersuchung des Unfalls geben, der Henry das Leben gekostet hat und wir werden alles tun, um heraus zu finden, was genau passiert ist und warum, und sehen, was wir aus diesem Unfall lernen können, um den Motorsport weiter sicherer zu machen. Es ist vielleicht eine Ironie des Schicksals, dass John Surtees viele Jahre auf den höchsten Ebenen des Motorsports, sowohl auf vier als auch zwei Rädern in einer Zeit unterwegs war, in der die Sicherheit nur wenig zählte, aber sein Sohn Henry sein Leben in einer Zeit verliert, in der die Sicherheit der Fahrer noch nie grösser war.

Die von Williams F1 gebauten Formel 2-Autos entsprechen komplett den FIA Formel 1 Sicherheitsregeln von 2005, einschliesslich der Rückhaltestränge an den Rädern, um das Risiko zu verringern, dass sich Räder bei einem Unfall lösen. Die F2 Auto haben auch die neuesten Standards aus der Formel 1, wie den Kopfschutz der Fahrer mit hohen Cockpit Seiten und seitlich verformbaren Strukturen. Wie in der Formel 1 sind diese Radrückhaltestränge jedoch keine absolute Garantie, dass ein Rad sich bei einem Unfall nicht löst, und in einem Monocoque-Rennwagen ist die Vorderseite des Kopfes unweigerlich einem, wenn auch kleinen, Risiko ausgesetzt, von einem anderen Autoteil getroffen zu werden.

Dieses Unglück ist besonders schmerzlich für mich als Vater und führt einem die unvermeidlichen Gefahren, die der Motorsport mit sich bringt, deutlich vor Augen. Am Sonntag Morgen sassen mein 18-jähriger Sohn Jolyon und Henry noch zusammen, inmitten all der F2-Fahrer, hatten Spass und gaben Autogramme für die Fans. Am Nachmittag im F2 Rennen war Henry nur etwa eine halbe Sekunde hinter Jolyon und versuchte nach einem Dreher wieder nach vorne zu kommen. Als sie in Richtung Sheene fuhren, hüpfte das Rad knapp an Jolyon vorbei und traf Henry, der einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war. Am Abend war ich mit John Surtees und Jane zusammen in derselben Intensivstation des Londoner Krankenhauses, in der Jolyon vor knapp zwei Jahren nach seinem schweren Unfall mit einem Quad Bike lag.

Diese furchtbare Tragödie hat viele Menschen nicht nur berührt, sondern zutiefst betroffen. Alle Mitglieder unseres Formel 2 Teams und die bei Williams F1 involvierten Personen sind sehr traurig, schockiert und wie betäubt von dem, was geschehen ist, und für Henrys engagierten F2 Mechaniker Don Old ist es eine besonders schwierige Zeit. Wenn solche Unfälle passieren zählt jeder auf die Professionalität aller Beteiligten, und ich bin stolz auf die Art und Weise, wie das medizinische Team in Brands Hatch alles was möglich war, getan hat, um Henry's Leben zu retten.

Wir alle wissen, das Leben kann grausam sein und wir lesen jeden Tag von jungen Opfer von Tragödien, sei es durch einen Unfall, Krieg oder Krankheit. Aber nichts kann einen auf den Verlust des eigenen Kindes vorbereiten und natürlich sind John und Jane völlig verzweifelt. Es tut uns allen furchtbar leid. In dieser schwierigen Zeit im Leben der Surtees werden wir natürlich tun, was wir können, um zu helfen wenn John und Jane versuchen, den Verlust von Henry zu bewältigen, jemand, der so besonders war und jemand, der in seinem kurzen Leben schon so viel erreicht hat."
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Beitrag Mittwoch, 22. Juli 2009

Beiträge: 357
So ist das eben im Motorsport... verstehe gar nicht wieso jetzt wieder vor allem die Beteiligten so sonderlich schockiert machen müssen. In Deutschland sterben bei einer Stadt der Größe von München jährlich circa 80 Menschen... und das durch Unfalltod im Straßenverkehr... Und das sind in der Regel keine gut bezahlten Rennfahrer, die sich bewusst dem Risiko aussetzen...

Beitrag Sonntag, 12. Dezember 2010

Beiträge: 45272
Hat jemand Informationen zum Unfall von André Pilette beim Holland GP 1951?

Beitrag Sonntag, 12. Dezember 2010

Beiträge: 0
Nicht wirklich, ich weiss nur, das er schwer verletzt war und bei seinem nächtsen rennen 1952 in Albi wieder einen Unfall hatte und aus dem wagen geschleudert wurde.

Beitrag Freitag, 08. März 2013

Beiträge: 58
Wurde dieser hier schon genannt ?

Chris Bristow im Cooper fuhr 1960 in Spa Francorchamps knapp hinter dem Ferrari von Willy Mairesse als die beiden in der Burnenville kollidierten. Bristow verlor die Kontrolle, raste unter die Streckenbegrenzung und wurde aus dem Wagen geschleudert. Er wurde von einem Stacheldraht wenige Meter weiter auf einem Hügel enthauptet. Mairesse konnte das Rennen fortsetzten.

Bild
Rennsport ist Geschwindigkeit !!!

Beitrag Freitag, 19. Juli 2013

Beiträge: 58
Ich weiß nicht ob dieser Thread noch irgendwie aktiv ist, aber hat jemand Infos und Bilder zum Unfall von Carel Godin de Beaufort am Nürburgring 1964 in seinem alten Porsche?
Suche schien eine ganze Zeit lang nach Infos.
Er soll dabei einen Tag später gestorben sein.
Rennsport ist Geschwindigkeit !!!

Beitrag Freitag, 19. Juli 2013

Beiträge: 945
Beim Training zum GP Deutschland 1964 auf der Nordschleife kam De Beaufort im Abschnitt Bergwerk in voller Fahrt von der Straße ab, rauschte einen Abhang hinunter und krachte an einen Baum. Er wurde aus dem Wagen geschleudert und erlitt Schädel- und Wirbelfrakturen. Nach seiner Bergung wurde er ins Krankenhaus nach Koblenz gebracht. Sein Zustand wurde immer schlechter und auch eine Verlegung in ein Kölner Krankenhaus kam zu spät. Er verstarb dort am 2. August 1964. Als Ursache für seinen Ausritt wird ein Ölfleck auf der Fahrbahn vermutet.

In youtube gibt es ein Video, was aber verwirrend ist, da es zuerst Rennszenen zeigt, der Unfall aber im Training passierte.

Ansonsten ist auch die Seite motorsportmemorial.org recht brauchbar.

Beitrag Freitag, 19. Juli 2013

Beiträge: 58
Danke !

Gibt es Bilder vom Chris Bristow Unfall ?
Rennsport ist Geschwindigkeit !!!

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