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Formel-1-Reglement 2021

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Beitrag Sonntag, 01. April 2018

Beiträge: 42782
In Bahrain will Liberty Media die Regeln für 2021 präsentieren. Ich bin echt gespannt. Nur dieses Reglement kann die Formel 1 in meinen Augen langfristig retten!

Beitrag Sonntag, 01. April 2018

Beiträge: 1643
Es werden nicht die Regeln für 2021 präsentiert, sondern den Teams werden weitere Pläne vorgestellt, in welche Richtung es gehen soll bzw. was Liberty Media sich so feines überlegt hat, wie man den Sport weiter kaputt machen kann - ähnliches hatten wir bereits im letzten Jahr, als man die ersten Motorenpläne präsentierte und es direkt zum Streit unter den Teams incl. Ausstiegsdrohungen kam :D Zementiert ist aber noch gar nichts ab Bahrain. Was am Ende von all dem auch nach Außen gelangt, ist sowieso fraglich.

Beitrag Sonntag, 01. April 2018

Beiträge: 42782
Schrieb ich was von öffentlich vorgestellt?
Liberty Media hat die Regeln scheinbar ausgearbeitet, wie sie es sich vorstellen und werden es in Bahrain präsentieren. Vorerst mal den Teams, kann aber gut sein, dass da vieles auch offiziell wird. Ich wette mit dir, wir werden da einige Infos schon hören. :wink:

Beitrag Montag, 02. April 2018

Beiträge: 42782
Eine Neuerung soll ja ein Quali-Rennen sein - ich fände es gut.

Beitrag Montag, 02. April 2018

Beiträge: 1643
MichaelZ hat geschrieben:
Schrieb ich was von öffentlich vorgestellt?
Liberty Media hat die Regeln scheinbar ausgearbeitet, wie sie es sich vorstellen und werden es in Bahrain präsentieren. Vorerst mal den Teams, kann aber gut sein, dass da vieles auch offiziell wird. Ich wette mit dir, wir werden da einige Infos schon hören. :wink:

Du hast geschrieben, die Regeln sollen präsentiert werden, das ist aber nicht der Fall. Es werden den Team Pläne/Vorstellungen kundgetan, wie Liberty sich das so vorstellt. Bis zum entgültigen Reglement wird noch einiges an Zeit vergehen, bis das fix ist - selbst Ende des Jahres wird wohl wenn überhaupt nur Motorensache wirklich stehen, beim Rest ist die Vorentwicklungszeit nicht dermaßen intensiv, als dass das nicht bis 2020 andauern kann, bis wirklich alles ausdebattiert wurde.

MichaelZ hat geschrieben:
Eine Neuerung soll ja ein Quali-Rennen sein - ich fände es gut.

Man kann nur hoffen, dass Herr Schmidt sich im Datum geirrt hat und den Artikel ein paar Stunden zu spät online stellte, oder er einfach nur einen Aprilscherz zu ernst nahm, denn die Idee ist völliger Unsinn und wird den Sport ganz sicher nicht näher an jüngere Zuschauer binden, da sicherlich die vermeintlich geringe Aufmerksamkeitspanne der Jugend nicht das Problem ist, sondern die lahmen Rennen an sich, dort muss gehandelt werden, nicht an irgendwelchen Rennmodi, die in anderen Rennserien praktisch nie eine Besserung brachten.

Vor allem, wie soll das mit dem Qualirennen überhaupt umgesetzt werden? Schmidt schreibt, dass die Fahrer dort kein Material schonen müssen, egal ob Benzin oder Reifen. Schön und gut, nur wenn man die Motorenregel nicht trastisch nach oben korrigiert, wird kein Team die Fahrer frei fahren lassen und Gefahr gehen das Material für die wichtigen Sonntagsrennen zu sehr zu strapzieren.

Völlig unlogisch also, was dort angedacht ist. Besser wäre es, wenn man die Idee mit dem Aufhebung der Benzinbegrenzung für die eigentlichen Rennen übernimmt, damit wäre schonmal viel dafür getan, dass die Fahrer 80-90% im Rennen nicht im Sparmodus unterwegs sein müssen.

Beitrag Dienstag, 03. April 2018

Beiträge: 42782
Historiker hat geschrieben:
selbst Ende des Jahres wird wohl wenn überhaupt nur Motorensache wirklich stehen, beim Rest ist die Vorentwicklungszeit nicht dermaßen intensiv, als dass das nicht bis 2020 andauern kann, bis wirklich alles ausdebattiert wurde.


es wird nicht mehr lange dauern, bis die Regeln für 2021 festgeschrieben sind. Du brauchst einfach auch Vorlaufzeit. Auch um etwaige Neueinsteiger anzulocken.

Historiker hat geschrieben:
Man kann nur hoffen, dass Herr Schmidt sich im Datum geirrt hat und den Artikel ein paar Stunden zu spät online stellte, oder er einfach nur einen Aprilscherz zu ernst nahm, denn die Idee ist völliger Unsinn und wird den Sport ganz sicher nicht näher an jüngere Zuschauer binden, da sicherlich die vermeintlich geringe Aufmerksamkeitspanne der Jugend nicht das Problem ist, sondern die lahmen Rennen an sich, dort muss gehandelt werden, nicht an irgendwelchen Rennmodi, die in anderen Rennserien praktisch nie eine Besserung brachten.


am eigentlichen Rennmodus für das Hauptrennen ändert sich doch nichts. Und mir würde ein Quali-Rennen schon sehr gefallen.

Übrigens: Von der Idee hat er schon vor zwei, drei Wochen in der Motorsport aktuell berichtet, hat also nichts mit dem Datum zu tun. Damals schien sogar angedacht, die Startaufstellung umzudrehen fürs Quali-Rennen. Aber das ist Gott sei Dank verworfen.

Beitrag Dienstag, 03. April 2018

Beiträge: 22953
Ich würde es eher begrüßen, wenn Sie den Grand Prix am Sonntag wieder zu einem Sprintrennen machen. Das war in der Vergangenheit nämlich auch mal so.
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Dienstag, 03. April 2018

Beiträge: 42782
ja, aber das muss auf technischer Ebene passieren, heißt: Andere Motoren und technische Regeln. Aber nicht die Rennlänge kürzen bitte.

Beitrag Dienstag, 03. April 2018

Beiträge: 22953
MichaelZ hat geschrieben:
ja, aber das muss auf technischer Ebene passieren, heißt: Andere Motoren und technische Regeln. Aber nicht die Rennlänge kürzen bitte.


Natürlich, ich sprach auch nicht von der Rennlänge. Die muss bleiben wie sie ist.

Ich meinte es muss wieder möglich sein ein ganzes Rennen lang zu pushen, ohne Rücksicht auf Reifen und Sprit.
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Dienstag, 03. April 2018

Beiträge: 42782
Absolut, seh ich auch so.

Beitrag Dienstag, 03. April 2018

Beiträge: 1643
MichaelZ hat geschrieben:
es wird nicht mehr lange dauern, bis die Regeln für 2021 festgeschrieben sind. Du brauchst einfach auch Vorlaufzeit. Auch um etwaige Neueinsteiger anzulocken.

Die meiste Vorlaufzeit wird im Motorenbereich benötigt, besonders wenn man neue Hersteller anlocken will. Im rein technischen Bereich, ist das nicht zwangsläufig von Nöten. Natürlich wird es vor Saisonende 2020 und sicherlich auch schon zur Sommerpause feststehen, aber dass das bereits dieses Jahr der Fall sein würde, halte ich für ziemlich blauäuig - selbst wenn man sich grob auf den Rahmen geeinigt hat, können immer noch kurzfristige Detailänderungen vorgenommen werden. Aber wie man jetzt an Haas sieht, könenn neue Teams auch problemlos Teil-Expertise extern einkaufen, so dass man nicht unbedingt Jahre an Vorlaufzeit braucht, um ein durchaus gutes Gesamtpaket zu schnüren.

Jetzt wird erstmal den Teams präsentiert, was sich Liberty so überlegt hat, dann geht das interne Gezetere wieder los, gefolgt von ein paar Ausstiegsdrohungen, anschließend werden Kompromisse ausgearbeitet, bis dann irgendwann mal alle so halbwegs zufrieden sind - sprich es kann dauern.

MichaelZ hat geschrieben:
am eigentlichen Rennmodus für das Hauptrennen ändert sich doch nichts. Und mir würde ein Quali-Rennen schon sehr gefallen.

Ich habe auch nicht gesagt, dass sich für das Hauptrennen etwas ändert, sondern nur das das Quali-Rennen völliger Unsinn ist, hinsichtlich der Probleme die die F1 hat. Denn anders als von Schmidt im Artikel beschrieben, ist nicht die geringe Aufmerksamkeitsspanne der Jugend an den schwindenden Zuschauerzahlen schuld, sondern der Sport/ die Rennen selbst. Ein Sprintrennen unter mehr oder weniger gleichem technischen Reglement wird daran nichts ändern, wie auch? Die Teams werden ihre Fahrer nicht am absoluten Limit fahren lassen, wenn die Bauteile nach wie vor dermaßen limitiert für die Saison sind oder man mit derben Strafen zu rechnen hat.

Ergo müsste dahingehend etwas geändert werden. Nur wenn man das macht, kann man auch direkt den Unsinn mit dem Quali-Rennen sein lassen und gleich das eigentliche Rennen durch Änderungen am technischen Reglement verbessern.

Schmidt hat dazu heute auch nochmal einen guten Artikel geschrieben. Der F1 ist durch die ganzen Datenüberwachungen, (Echtzeit-) Simulationen, Fahrerfernsteuerungen usw. einfach dermaßen berechenbar geworden, dass der Faktor Fahrer kaum noch die entscheidende Rolle spielt. Wenn man neben dem technischen Änderungen auch hier wirklich mal radikal Einschnitte vornehmen würde, würde das wahre Wunder verhelfen.

Das sind wirklich Dinge, wo man dran arbeiten sollte, und nicht einen ansich ziemlich perfekten Programmplan für einen Grand Prix.

MichaelZ hat geschrieben:
Übrigens: Von der Idee hat er schon vor zwei, drei Wochen in der Motorsport aktuell berichtet, hat also nichts mit dem Datum zu tun. Damals schien sogar angedacht, die Startaufstellung umzudrehen fürs Quali-Rennen. Aber das ist Gott sei Dank verworfen.

Das war auch mehr die verzweifelte Hoffnung meinerseits, dass dieser Unsinn nicht wirklich angedacht ist.

Beitrag Mittwoch, 04. April 2018

Beiträge: 42782
Historiker hat geschrieben:
Die meiste Vorlaufzeit wird im Motorenbereich benötigt, BLABLA


Haas hat im Januar 2014 den Einstieg in die Formel 1 verkündet und ist 2016 gekommen. Und die fahren mit nem B-Ferrari. Es dauert minimum zwei Jahre um ein Team zu formieren, das Formel 1 macht. Außer vielleicht ein Werksteam von einem Hersteller, aber das sehe ich derzeit nicht. Folglich müssen die Regeln für 2021 bald stehen. Weil es ist ja auch nicht so, dass man sich ein Reglement anschaut und morgen dann gleich den Einstieg in die Formel 1 vorbereitet. Da muss man sich ja erstmal bei der FIA bewerben, das muss dann geprüft werden etc pp.

Historiker hat geschrieben:
Ich habe auch nicht gesagt, dass sich für das Hauptrennen etwas ändert, sondern nur das das Quali-Rennen völliger Unsinn ist, hinsichtlich der Probleme die die F1 hat. Denn anders als von Schmidt im Artikel beschrieben, ist nicht die geringe Aufmerksamkeitsspanne der Jugend an den schwindenden Zuschauerzahlen schuld, sondern der Sport/ die Rennen selbst. Ein Sprintrennen unter mehr oder weniger gleichem technischen Reglement wird daran nichts ändern, wie auch?


Da geb ich dir ja Recht. Aber du darfst die Maßnahme ja auch nicht getrennt von allem sehen. Liberty Media will den Sport komplett umbauen. Ein Reset sozusagen. Das betrifft kleine Punkte wie das neue Logo oder die eigene Hyme, aber auch das sportliche und technische Reglement. Am technischen Reglement wird gearbeitet, aber das wird erst 2021 kommen können. Das sportliche Reglement kann aber jetzt zum Teil schon für 2019 oder zumindest 2020 geändert werden. Und an und für sich find ich ein Quali-Sprintrennen gut. Wenn es zumindest so aufgebaut ist, dass der Grand Prix am Sonntag nach wie vor das eindeutige Highlight und Hauptrennen bleibt.

Beitrag Mittwoch, 04. April 2018

Beiträge: 1643
MichaelZ hat geschrieben:
Haas hat im Januar 2014 den Einstieg in die Formel 1 verkündet und ist 2016 gekommen. Und die fahren mit nem B-Ferrari. Es dauert minimum zwei Jahre um ein Team zu formieren, das Formel 1 macht. Außer vielleicht ein Werksteam von einem Hersteller, aber das sehe ich derzeit nicht. Folglich müssen die Regeln für 2021 bald stehen. Weil es ist ja auch nicht so, dass man sich ein Reglement anschaut und morgen dann gleich den Einstieg in die Formel 1 vorbereitet. Da muss man sich ja erstmal bei der FIA bewerben, das muss dann geprüft werden etc pp.

Ein Team zu formieren hat so erstmal recht wenig mit dem technischen Reglement zu tun, da geht es in erster Linie um Finanzierungen, organisatorische Angelegenheiten, Personal usw.. Der wichtigste Part für einen Neueinsteiger ist das Motorenreglement und nicht ob die Aerodynamik nun mehr beschnitten wird oder nicht.

Was jetzt eben vorgestellt werden soll, sind Pläne und kein festen Reglement an dem bis 2021 nichts mehr zu rütteln sein wird. Im Gegenteil, eh das alles in Stein gemeiselt ist, wird noch einiges an Zeit vergehen - die Gründe hatte ich zuvor genannt.

MichaelZ hat geschrieben:
Da geb ich dir ja Recht. Aber du darfst die Maßnahme ja auch nicht getrennt von allem sehen. Liberty Media will den Sport komplett umbauen. Ein Reset sozusagen. Das betrifft kleine Punkte wie das neue Logo oder die eigene Hyme, aber auch das sportliche und technische Reglement. Am technischen Reglement wird gearbeitet, aber das wird erst 2021 kommen können. Das sportliche Reglement kann aber jetzt zum Teil schon für 2019 oder zumindest 2020 geändert werden. Und an und für sich find ich ein Quali-Sprintrennen gut. Wenn es zumindest so aufgebaut ist, dass der Grand Prix am Sonntag nach wie vor das eindeutige Highlight und Hauptrennen bleibt.

Und was genau soll daran gut sein, wenn ein Sprintrennen erstens sportlichen keinen großen Wert hat und zweitens wegen der bekannten Beschränkungen was Material betrifft, nicht zu aggressiveren Fahrten führen würde? Es macht schlicht keinen Sinn und ist Unfug, niemnd braucht so etwas wirklich.

Beitrag Mittwoch, 04. April 2018

Beiträge: 42782
Historiker hat geschrieben:
Ein Team zu formieren hat so erstmal recht wenig mit dem technischen Reglement zu tun,


Eben doch. Erst wenn das technische Reglement plus das sportliche (Stichwort Kosten, Geldverteilung etc) in Stein gemeißelt ist und vor allem attraktiv ist, wird es überhaupt Neueinsteiger geben, die einen Einstieg zumindest mal in Erwägung ziehen. Das wird mit dem aktuellen Reglement ncht der Fall sein. Und zwar solange nicht, bis klar ist, wie die Formel 1 2021 aussieht.

Historiker hat geschrieben:
Und was genau soll daran gut sein, wenn ein Sprintrennen erstens sportlichen keinen großen Wert hat und zweitens wegen der bekannten Beschränkungen was Material betrifft, nicht zu aggressiveren Fahrten führen würde? Es macht schlicht keinen Sinn und ist Unfug, niemnd braucht so etwas wirklich.


Ich stells mir spektakulär vor. Ein zusätzlicher Start, der spannend sein kann, Kollisionen, die dazu führen könnten, dass Topstars von weit hinten starten müssen im Hauptrennen etc.

Beitrag Mittwoch, 04. April 2018

Beiträge: 1643
MichaelZ hat geschrieben:
Eben doch. Erst wenn das technische Reglement plus das sportliche (Stichwort Kosten, Geldverteilung etc) in Stein gemeißelt ist und vor allem attraktiv ist, wird es überhaupt Neueinsteiger geben, die einen Einstieg zumindest mal in Erwägung ziehen. Das wird mit dem aktuellen Reglement ncht der Fall sein. Und zwar solange nicht, bis klar ist, wie die Formel 1 2021 aussieht.

Es ist vom Gründgerüst erst einmal völlig unwichtig für einen Neueinsteiger was die Formierung als Team betrifft, ob beispielsweise der T-Wing entgültig verschwindet, die Knuppelnase endlich einer Schönheitsoperation unterzogen wird oder die Bargeboards gestutzt werden.

Die Interessieren sich vor allem, was das Motorenreglement betrifft und wie die F1 als Wettbewerb sich zukünftig aufstellen will.

Wenn du glaubst, dass das komplette Regelwerk in den kommenden Wochen fix ist, dann bist du sehr blauäuig und scheinst dich bei weitem nicht so auszukennen, wie du es von dir gern glauben magst :D

MichaelZ hat geschrieben:
Ich stells mir spektakulär vor. Ein zusätzlicher Start, der spannend sein kann, Kollisionen, die dazu führen könnten, dass Topstars von weit hinten starten müssen im Hauptrennen etc.

:lol: Also liegt deine Hoffnung in Crashes damit sich in der Startaufstellung für das eigentlich Rennen etwas ändert. Dann kannst du auch gleich auswürfeln wer von wo startet, spart Kosten und ist noch mehr auf den Faktor Glück und Pech ausgelegt :drink:

Beitrag Donnerstag, 05. April 2018

Beiträge: 9267
MichaelZ hat geschrieben:
Erst wenn das technische Reglement plus das sportliche (Stichwort Kosten, Geldverteilung etc) in Stein gemeißelt ist und vor allem attraktiv ist, wird es überhaupt Neueinsteiger geben, die einen Einstieg zumindest mal in Erwägung ziehen. Das wird mit dem aktuellen Reglement ncht der Fall sein. Und zwar solange nicht, bis klar ist, wie die Formel 1 2021 aussieht.

Du solltest realisieren dass Du in der derzeitigen Konstellation keine neuen Teams bekommen wirst! Entweder wird knallhart abgerüstet oder Du erlaubst Kundenautos. So lange sich die Werke wie Ferrari schon gegen den kleinsten Denkansatz von RedBull wehren und ihre High-Tech-F1 verteidigen wird sich kein Neueinsteiger diesen Gigantismus antun...

Beitrag Donnerstag, 05. April 2018

Beiträge: 1643
Mav05 hat geschrieben:
So lange sich die Werke wie Ferrari schon gegen den kleinsten Denkansatz von RedBull wehren und ihre High-Tech-F1 verteidigen wird sich kein Neueinsteiger diesen Gigantismus antun...

Das ist aber auch etwas einseitig betrachtet. Red Bull hat sich in den letzten Jahren auch gegen alles gestreubt, was ihre Position im Wettbewerb irgendwie verschlechtern könnte. Jetzt wo man gegenüber Mercedes im Hintertreffen ist, ist man plötzlich bereit, für Änderungen, aber hier vor allem im Motorenbereich, denn bei der Aero hat man ja Newey, von daher will man da möglichst weiterhin viele Freiräume genießen.

Man muss es auch so sehen, Hersteller wie Mercedes oder Ferrari haben natürlich immer ein größeres Interesse, ihre individuellen Fähigkeiten als Ingenieure zu präsentieren, wohingegen Red Bull einfach nur gewinnen und ihren Trink bewerben wollen, denen ist es im Prinzip egal ob man nun mit Einheitsteilen oder Eigenentwicklungen rumfährt - interessiert nach Außen auch keinen bei der Marke.

Beitrag Donnerstag, 05. April 2018

Beiträge: 9267
Ja, aber es ist nun mal so - dieser Werks-HighTech-Gigantismus ist so weit von jeder Vernunft entfernt dass da halt nur noch eine sehr begrenzte Menge mitspielen kann und will... Und das Problem löst Du halt nur über Kundenautos oder Einschränkungen... Hat die MotoGP ja ähnlich gemacht...

Beitrag Donnerstag, 05. April 2018

Beiträge: 1643
Mav05 hat geschrieben:
Ja, aber es ist nun mal so - dieser Werks-HighTech-Gigantismus ist so weit von jeder Vernunft entfernt dass da halt nur noch eine sehr begrenzte Menge mitspielen kann und will... Und das Problem löst Du halt nur über Kundenautos oder Einschränkungen... Hat die MotoGP ja ähnlich gemacht...

Natürlich, mir ging es in der Sache eher darum, dass du Red Bull so herausnimmst, und hier quasi als die Vernünftigen darstellst, was ich nicht wirklich so sehe, denn die sind nur zu Teilen für Einschränkungen/Änderungen und das auch weil man eben nicht mehr an der Spitze ist/dominiert.

Kundenautos wäre ein Option, aber das ist am Ende das gleiche wie mit Kundenmotoren, die Werkteams haben hier eigentlich immer einen Vorteil gegenüber den Kunden, so dass der Wettbewerb an der Spitze für die auch fasst unmöglich ist. Hinzu kommt dann eben noch, dass wenn ein Team stark dominiert, fast automatisch die Folgeplätze durch deren Kunden besetzt sind, was am Ende auch keiner haben will.

Einschränkungen sind gut, aber wie willst du das am Ende zielbringend durchsetzen? Nimm die Budgetobergrenze. Für mich ist das schlicht Unsinn, weil man es nicht zu 100% kontrollieren kann. Allein der ganze Entwicklungsbreich ist so stark digitalisiert, dass man diese problemlos auslagern kann, ohne das es jemand merkt.

Das einzige was man versuchen kann ist, über ein einfaches technisches Regelment neue Teams anzulocken. Nimm halt nur mal den Frontflügel, der besteht gefühlt tausend Bauteilen, da ist klar dass hier viel technisches Know-How und Kosten drin stecken, vorallem wenn praktisch jedes Rennen Weiterentwicklungen kommen. Sowas muss massiv reduziert werden, so dass die Teams gar nicht die Möglichkeiten haben, zig Millionen Ideen durchzuspielen, was die beste Lösung ist. Lege fest, dass der Fronflügel aus (was weiß ich) max. 5 Elementen bestehen darf und schon reduziert sich das Entwicklungspotenzial (und damit die Kosten) dramtisch. Dennoch hat man individuelle Lösungsmöglichkeiten. Das kannst du auf das gesamte Auto übertragen.

Ich denke das ist die beste Möglichkeit, wenn man einen Mittelweg findet, dass Hersteller wie Ferrari trotz techn. Regelment-Beschränkungen gut Individualität sehen, dass sie der Wettbewerb weiter reizt. Das wird das größte Problem werden.

Wenn man das schafft, kommen auch neue Teams, ohne das Werks-/Tradiditonsteams dsa Interesse verlieren - und das muss für die selbsternannte Königsklasse des Rennsports auf jeden Fall das Ziel sein (und nicht eine Einheitsserie, ausschließlich Privatteams oder dergleichen).

Beitrag Donnerstag, 05. April 2018

Beiträge: 42782
Historiker hat geschrieben:
Es ist vom Gründgerüst erst einmal völlig unwichtig für einen Neueinsteiger was die Formierung als Team betrifft, ob beispielsweise der T-Wing entgültig verschwindet, die Knuppelnase endlich einer Schönheitsoperation unterzogen wird oder die Bargeboards gestutzt werden.


Um T-Wings und dergleichen geht es nicht. Es geht um die Grundpfeiler: Wie viel kostet die Formel 1 2021, wie hoch ist der Aufwand, der nötig ist etc. das muss stehen, erst dann entscheiden sich neue Teams zu Einstieg. Und genau das kann erst stehen, wenn das Reglement klar ist nach dem gefahren wird.

Historiker hat geschrieben:
:lol: Also liegt deine Hoffnung in Crashes damit sich in der Startaufstellung für das eigentlich Rennen etwas ändert. Dann kannst du auch gleich auswürfeln wer von wo startet, spart Kosten und ist noch mehr auf den Faktor Glück und Pech ausgelegt :drink:


Hat mit Würfeln nichts zu tun. Das eine ist Zufall und das andere eine sportlich herbeigeführte Startaufstellung. Den Unterschied solltest auch du erkennen. :wink:

Beitrag Donnerstag, 05. April 2018

Beiträge: 42782
Mav05 hat geschrieben:
Du solltest realisieren dass Du in der derzeitigen Konstellation keine neuen Teams bekommen wirst! Entweder wird knallhart abgerüstet oder Du erlaubst Kundenautos. So lange sich die Werke wie Ferrari schon gegen den kleinsten Denkansatz von RedBull wehren und ihre High-Tech-F1 verteidigen wird sich kein Neueinsteiger diesen Gigantismus antun...


Wenns Kundenautos gibt wird das noch mehr zur DTM als es jetzt schon ist.
Also kalre Abrüstung und das muss ins sportliche und technische Reglement aufgenommen werden.
Die Pläne, was man bisher schon weiß, von Liberty Media, gehen ja schon mal in die richtige Richtung find ich.

Beitrag Donnerstag, 05. April 2018

Beiträge: 42782
Historiker hat geschrieben:
Das ist aber auch etwas einseitig betrachtet. Red Bull hat sich in den letzten Jahren auch gegen alles gestreubt, was ihre Position im Wettbewerb irgendwie verschlechtern könnte. Jetzt wo man gegenüber Mercedes im Hintertreffen ist, ist man plötzlich bereit, für Änderungen, aber hier vor allem im Motorenbereich, denn bei der Aero hat man ja Newey, von daher will man da möglichst weiterhin viele Freiräume genießen.


Da hast du natürlich Recht, aber
1) glaub ich nicht wirklich, dass man nur deswegen für geringere Kosten etc eintritt, weil man gegen Mercedes im Hintertreffen ist, sondern weil Red Bull merkt, dass der Formel-1-Hype langsam abflacht und man dafür nicht mehr so viel Kohle rausschmeißen will.
2) Ändert ja nichts an der Tatsache, dass Red Bull im Kern Recht hat.

Aber du hast Recht: Die Teams haben sich 2009 darauf geeinigt, die Formel 1 künftig auf das Niveau der 90er kostentechnisch zu drücken. Stichwort RRA. Mercedes hat sich eineinhalb Jahre daran gehalten, Red Bull (und auch Ferrari) nicht.

Beitrag Donnerstag, 05. April 2018

Beiträge: 42782
Historiker hat geschrieben:
Das einzige was man versuchen kann ist, über ein einfaches technisches Regelment neue Teams anzulocken.


Aha und das sag ich doch die ganze Zeit. Es wird Zeit, dass das technische Reglement bald steht, sonst kommen keine neuen Teams 2021. Weil du einfach eine lange Vorlaufzeit brauchst.

Beitrag Donnerstag, 05. April 2018

Beiträge: 1643
MichaelZ hat geschrieben:
Aha und das sag ich doch die ganze Zeit. Es wird Zeit, dass das technische Reglement bald steht, sonst kommen keine neuen Teams 2021. Weil du einfach eine lange Vorlaufzeit brauchst.

Ich habe dich meist nur über so einen Unsinn wie die Budgetgrenze sprechen hören.

Das technische Reglement wird nicht bald stehen, auch wenn du das noch so oft schreibst. Es wird ewig lang disktutiert und verhandelt werden, bevor sich alle Parteien zu einer Einigung überwinden können.

Und ich sehe nach wie vor nicht, wozu neue Team hier sonderlich viel Vorlaufzeit benötigen. Wenn das technische Reglement vereinfacht wird, ist am Ende auch der Enwicklungsfaktor deutlich geringer, so dass neue Teams weniger Zeit brauchen, um ein Paket zur Strecke zu bringen, dass nicht gänzlich hoffnungslos hinterherfährt.

Beitrag Donnerstag, 05. April 2018

Beiträge: 9267
Historiker hat geschrieben:
Natürlich, mir ging es in der Sache eher darum, dass du Red Bull so herausnimmst, und hier quasi als die Vernünftigen darstellst, was ich nicht wirklich so sehe, denn die sind nur zu Teilen für Einschränkungen/Änderungen und das auch weil man eben nicht mehr an der Spitze ist/dominiert.

Mir gehts nicht darum RedBull rauszunehmen, mir ist klar dass die auf Gebieten wo sie Spitze sind/waren ähnlich ihren Status verteidigen würden. Aber hier treten sie nun mal für eine Änderung bei etwas ein was außer den übergeschnappten Motorenherstellern sowieso keiner mag und schon ist Mercedes (leise) und Ferrari (lauthals) beleidigt... So geht das halt nicht!
Historiker hat geschrieben:
Kundenautos wäre ein Option, aber das ist am Ende das gleiche wie mit Kundenmotoren, die Werkteams haben hier eigentlich immer einen Vorteil gegenüber den Kunden, so dass der Wettbewerb an der Spitze für die auch fasst unmöglich ist. Hinzu kommt dann eben noch, dass wenn ein Team stark dominiert, fast automatisch die Folgeplätze durch deren Kunden besetzt sind, was am Ende auch keiner haben will.

Ja, ich kenne die Probleme - aber ein F1-Einstieg ist halt nicht nur ein finanzielles Problem sondern auch eine unglaubliche technische Herausforderung. Du musst quasi aus dem Stand eine HighTech-Fabrik mit Konstruktion und Produktion aufziehen, und das auch noch für potenzielle Einsteiger die in der Regel im Gegensatz zu früher gewohnt sind ihre Autos bei Dallara abzuholen und mit 4 Mechanikern rennfertig zu machen. Außer LMP1/2 baut ja keiner mehr Autos - und von denen kommt keiner...
Historiker hat geschrieben:
Einschränkungen sind gut, aber wie willst du das am Ende zielbringend durchsetzen? Nimm die Budgetobergrenze. Für mich ist das schlicht Unsinn, weil man es nicht zu 100% kontrollieren kann. Allein der ganze Entwicklungsbreich ist so stark digitalisiert, dass man diese problemlos auslagern kann, ohne das es jemand merkt.

Volle Zustimmung, Budgetgrenze ist Blödsinn - wenn dann nur über einfachere Technik.
Historiker hat geschrieben:
Das einzige was man versuchen kann ist, über ein einfaches technisches Regelment neue Teams anzulocken. Nimm halt nur mal den Frontflügel, der besteht gefühlt tausend Bauteilen, da ist klar dass hier viel technisches Know-How und Kosten drin stecken, vorallem wenn praktisch jedes Rennen Weiterentwicklungen kommen. Sowas muss massiv reduziert werden, so dass die Teams gar nicht die Möglichkeiten haben, zig Millionen Ideen durchzuspielen, was die beste Lösung ist. Lege fest, dass der Fronflügel aus (was weiß ich) max. 5 Elementen bestehen darf und schon reduziert sich das Entwicklungspotenzial (und damit die Kosten) dramtisch. Dennoch hat man individuelle Lösungsmöglichkeiten. Das kannst du auf das gesamte Auto übertragen.

Genau... Ich schüttel immer mit dem Kopf wenn ich sehe wie aufgeräumt der Senna-McLaren aussah und wie idiotisch-verbastelt das heute aussieht...
Historiker hat geschrieben:
Ich denke das ist die beste Möglichkeit, wenn man einen Mittelweg findet, dass Hersteller wie Ferrari trotz techn. Regelment-Beschränkungen gut Individualität sehen, dass sie der Wettbewerb weiter reizt. Das wird das größte Problem werden.

Ja, sieht man ja schon... Für mich völlig unverständlich wie die 3 Werke da stur auf ihrem Hybrid-Wahnsinn bestehen...
Historiker hat geschrieben:
Wenn man das schafft, kommen auch neue Teams, ohne das Werks-/Tradiditonsteams dsa Interesse verlieren - und das muss für die selbsternannte Königsklasse des Rennsports auf jeden Fall das Ziel sein (und nicht eine Einheitsserie, ausschließlich Privatteams oder dergleichen).

Klar, Einheitsklasse will ich auch nicht - aber es wird verdammt schwierig...

MichaelZ hat geschrieben:
Wenns Kundenautos gibt wird das noch mehr zur DTM als es jetzt schon ist.
Also kalre Abrüstung und das muss ins sportliche und technische Reglement aufgenommen werden.
Die Pläne, was man bisher schon weiß, von Liberty Media, gehen ja schon mal in die richtige Richtung find ich.

Nützt Dir bloß nicht wenn Marchione gleich wieder ins Mikro blafft dass man dann beleidigt ist...

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