Blancpain GT Series

Patric Niederhauser: Aufholjagd in Le Castellet unbelohnt

Schwieriges Wochenende für Reiter Young Stars in der Blancpain Endurance Series. Patric Niederhauser mit überzeugender Leistung im Qualifying.

Motorsport-Magazin.com - Nach dem tollen Renndebüt im Lamborghini Gallardo R-EX in Monza samt beeindruckender Bestzeit im Qualifying für Patric Niederhauser folgte beim nächsten Termin in Silverstone ein schwieriges Wochenende für das Team. Vergangenes Wochenende wollte Reiter Young Stars mit Niederhauser, Mads Siljehaug und Lenny Marioneck in Le Castellet das Silverstone-Ergebnis vergessen machen. Theoretisch hätte das Streckenlayout dem Lamborghini Gallardo R-EX besser entgegenkommen sollen als vor zwei Wochen in Silverstone. Dennoch stand das dritte Wochenende in der Blancpain Endurance Series für das Team unter keinem guten Stern.

Niederhauser und seinen Teamkollegen fehlte entscheidende Testzeit auf der Strecke, um ihr Auto bestmöglich auf die Anforderungen des Circuit Paul Ricard abzustimmen. Die kombinierte Qualifyingzeit ergab deshalb nur Startplatz 32. Im Rennen selbst, das am späten Nachmittag begann und bis tief in die Nacht dauerte, gelang Niederhausers Teamkollegen eine tolle Aufholjagd. Das Team lag bereits auf dem 18. Platz, als den Lamborghini Gallardo R-EX ein langsameres Auto traf. Der dadurch entstandene Schaden zwang Reiter Young Stars zur vorzeitigen Aufgabe. Für Niederhauser als erfahrenen Piloten war der letzte Doppelstint vorgesehen, den er nicht mehr antreten konnte.

Nach dem Blancpain Endurance Series-Double steht für den Schweizer als nächstes das Suzuka-Wochenende im Rahmen der Blancpain GT Series Asia (30. Juni bis 01. Juli) auf dem Programm.

Patric, das Wochenende in Le Castellet ist eines, das du möglichst schnell abhaken wirst...
Patric Niederhauser: So ist es. Uns war klar, dass wir an das Top-Wochenende in Monza nur schwer hätten anknüpfen können, aber wir nahmen an, es würde besser laufen als in Silverstone. Das Streckenlayout des Circuit Paul Ricard mit der langen Gerade kommt unserem Auto entgegen. Doch leider lief es dieses Wochenende gegen uns.

Woran lag es, dass ihr eure Erwartungshaltung nicht erfüllen konntet?
Patric Niederhauser: Das fängt damit an, dass wir im Gegensatz zu den meisten anderen Teams vorab keinen Test in Le Castellet absolvieren konnten. Dadurch hatten wir schon einiges an Erfahrungsrückstand auf unsere Konkurrenz. Im Training hatten wir zudem noch mit einem Problem zu kämpfen, das uns den Großteil der 90 Minuten Streckenzeit kostete.

In deiner Qualifyingsession bist du trotz der schwierigen Ausgangslage eine respektable Rundenzeit gefahren...
Patric Niederhauser: Mir hat eine halbe Sekunde auf einen Platz unter den Top-10 gefehlt und knapp über eine ganze auf die Spitzenzeit. Angesichts unseres Erfahrungsnachteils auf der Strecke und der unglaublich engen Konkurrenzdichte bin ich mit meiner schnellsten Runde im Qualifying zufrieden. Ich habe alles aus dem Auto gequetscht und eine saubere, tadellose Runde hinbekommen.

Im Rennen folgte nach einer tollen Aufholjagd die Ernüchterung. Was ist passiert?
Patric Niederhauser: Wir haben vom Qualifying zum Rennen noch einmal am Setup gearbeitet, was sehr viel gebracht hat. Mads und Lenny saßen als Erste hinter dem Steuer. Für mich war nachts ein Doppel-Stint vorgesehen. Ich habe einfach mehr Erfahrung, wenn es dunkel ist - daher war die Planung vollkommen richtig. Die Jungs haben einen richtig guten Job gemacht. Bei unserem letzten Boxenstopp ist uns aber leider ein Fehler unterlaufen, der uns viel Zeit gekostet hat. Mads hat danach wirklich alles gegeben, uns wieder nach vorne zu bringen. Wir waren dann auf dem 18. Gesamtrang, als uns ein langsameres Auto bei einem Überrundungsversuch touchierte. Durch die Berührung ist der Träger der Radaufhängung gebrochen. Damit war das Rennen für uns leider gelaufen. Ich bin mir sicher, dass ich in meinem abschließenden Doppelstint noch ein paar Plätze hätte gutmachen können.

Als nächstes steht in der Blancpain GT Series Asia ein ganz besonderes Rennwochenende für dich auf dem Plan...
Patric Niederhauser: Ja, die Vorfreude auf meine ersten Rennkilometer auf dem Suzuka International Racing Course ist riesig. Diese Strecke hat wie einige wenige der Klassiker etwas Magisches. Egal, ob die anspruchsvollen Esses, die langen Geraden oder die mittelschnellen und langsamen Kurven: Der Kurs hat durchgängig einen angenehmen Flow. Das wird definitiv eines meiner Jahreshighlights, zumal ich mich sehr freue, wieder mit GruppeM Racing und Markus Pommer an den Start zu gehen. Die Mannschaft ist einfach fantastisch und ich bin mir sicher, wir werden in der Lage sein, ganz vorne mitzukämpfen.


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