Klasse S1
Rene Esterbauer kann sich im Qualifying mit seiner KTM ganz knapp gegen den Deutschen Jürgen Künzel auf der Husqvarna durchsetzen. Nur 8 Hundertstelsekunden trennen die beiden, die deutlich schneller als der Rest des Feldes fahren können. Dahinter folgen einige Überraschungen: Christian Kohlbacher kommt auf dem engen Kurs sehr gut mit seiner Aprilia zu Recht und fixiert den dritten Startplatz, auf der vier folgt Thomas Neuburger vor Andreas Bacher, Hannes Maier, Franky Zorn und Florian Praxmarer.
Der Start ins erste Rennen läuft ganz nach dem Wunsch von Rene Esterbauer ab. Der KTM-Pilot setzt sich an die Spitze des Feldes. Jürgen Künzel nimmt sofort die Verfolgung auf und verbeißt sich ins Hinterrad des Österreichers. Die beiden setzen sich rasch vom Rest des Feldes ab und fahren ihr eigenes Rennen. Künzel pusht hart, aber immer wieder kann sich Esterbauer ein wenig absetzen. Über die volle Renndistanz bleibt der Kampf zwischen den beiden offen. Erst als es zum Ende hin ans Überrunden geht, hat Esterbauer mehr Glück als sein Verfolger und kann sich ein wenig absetzen. Künzel lässt nicht locker, brennt in der vorletzten Runde noch eine Fabelzeit in den Asphalt und bringt sich wieder in Schlagdistanz. Esterbauer kann seine Position aber weiterhin verteidigen und das Rennen gewinnen.

Hinter den beiden setzt sich Hannes Maier gegen Franky Zorn durch, auch der leicht angeschlagene Viktor Bolsec startet ordentlich durch und schnappt sich den Eisspeedway-Crack. Am Ende holt sich Maier den letzten verbleibenden Podestplatz vor Bolsec, Praxmarer, Bacher und Zorn.
Auch im zweiten Lauf setzt sich Esterbauer an die Spitze, diesmal folgen ihm Künzel und Maier mit wenigen Metern Abstand. Während der ersten Runden hat es den Anschein, als könnte Esterbauer seinen Sieg aus Lauf 1 wiederholen. Künzel ist ein gutes Stück hinter ihm und muss sich gegen Maier zur Wehr setzen. Aber schon nach wenigen Runden löst sich der Deutsche von Maier, schließt die Lücke zu Esterbauer und bereitet seinen Angriff auf die Spitze vor. Ohne lange zu fackeln schiebt sich der Husqvarna-Pilot an Esterbauer vorbei. Der Österreicher bleibt aber dran, lauert auf seine Chance und hofft auf einen kleinen Fehler des Deutschen. Der kommt nicht, also bleibt für Esterbauer nur der zweite Platz hinter einem souveränen Jürgen Künzel.
Maier verliert im Lauf des Rennens den Anschluss an das Führungsduo und wird am Ende sogar noch von Viktor Bolsec attackiert. Im Offroad setzt sich der Kroate durch und verdrängt in letzter Sekunde Maier vom Podest.
Klasse S2
In der hubraumoffenen Klasse ist Altmeister Heinz Hochreiter der schnellste Mann im Zeittraining und holt sich die Poleposition vor Uros Nastran (SLO), dahinter folgen Andreas Rothbauer und Rudolf Bauer. In der zweiten Startreihe finden sich Christian Schreyer, Hanson Schruf, Heino Meusburger und Christian Ackerl ein.

Uros Nastran reagiert beim Start in den ersten Lauf am schnellsten und setzt sich vor Hochreiter an die Spitze. Der Polesetter bleibt dem Slowenen dicht auf den Fersen. Die beiden setzen sich sofort vom Rest des Feldes ab, Hochreiter gibt alles und versucht beinahe in jeder Kurve den Spitzenreiter zu überholen. Rundenlang zieht sich das Duell dahin, dann passiert, was passieren musste: Heinz Hochreiter riskiert um einen Hauch zu viel, muss in der elften Runde zu Boden, verliert zwei Plätze und verspielt damit seine Chancen.
In der Zwischenzeit kämpft sich Hanson Schruf vom achten Platz nach vor, findet rasch den Anschluss an die Verfolgergruppe und mischt im Kampf um Platz drei mit. Rothbauer, Schreyer, Bauer, Ackerl und Schruf fahren anfangs dichtauf, im Rennverlauf verliert Ackerl jedoch den Anschluss. Gleichzeitig setzen sich Schreyer und Rothbauer nach vorne ab. Nach Hochreiters Sturz reiht sich dieser hinter Schruf auf Platz fünf ein, kann noch einen Platz gut machen, Schreyer und Rothbauer holt er jedoch nicht mehr ein.
Damit gewinnt Nastran vor Schreyer und Rothbauer, Hochreiter beendet das Rennen als vierter vor Schruf und Bauer.

Beim Start ins zweite Rennen lässt Hochreiter nichts anbrennen. Er übernimmt die Führung vor Bauer und Nastran. Der Trainingsschnellste versucht sofort, sich von seinen Verfolgern abzusetzen, was ihm drei Runden lang auch gelingt. In der vierten Runde rutscht Hochreiter aber wieder von der Strecke, springt sofort wieder aufs Motorrad und versucht, den Boden wieder gut zu machen. Er will jedoch wieder zu viel, stürzt noch einmal im Offroad und kann das Rennen erst am Ende des Feldes wieder aufnehmen. Hochreiter zündet zwar ein echtes Feuerwerk, kommt in seiner Aufholjagd aber über Rang 10 nicht hinaus.
An der Spitze fighten in der Zwischenzeit Schruf und Bauer um die Führung. Bauer kann sich durchsetzen und Schruf deckt seinen zweiten Platz nur noch nach hinten ab. Schreyer findet keinen Weg, um Schruf gefährlich zu werden, setzt sich aber gegen Meusburger durch und holt sich den dritten Platz.
Jugend ÖM
Im ersten Lauf der Jugend-ÖM setzt sich Lukas Höllbacher an die Spitze und wehrt sich rundenlang gegen Manuel Stehrer. Bis zur Rennmitte kann Höllbacher seine Führung auch verteidigen, dann setzt sich Stehrer durch. Bis zum Ende des Rennens bleibt der Kampf zwischen den beiden spannend, an der Reihenfolge ändert sich aber nichts mehr.
Auch im zweiten Rennen übernimmt Höllbacher die Führung vor Stehrer, wieder setzen sich beide klar vom Rest des Feldes ab und liefern sich ein sehenswertes Duell. Diesmal hält sich Höllbacher bis in die letzte Runde an der Spitze, Stehrer vollstreckt aber eiskalt vor der Ziellinie und holt sich den Doppelsieg.

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