Elektroautos werden immer leistungsfähiger, größer und technisch aufwendiger. Nur beim Preis hapert es für viele Käufer weiterhin. Citroën will genau hier ansetzen – und greift dafür auf einen seiner bekanntesten Namen zurück. Auf dem Pariser Autosalon 2026 zeigt die französische Marke das 2CV Concept, eine moderne Interpretation der legendären Ente. Das Ziel: ein kleines Elektroauto, das nicht nur emissionsfrei fährt, sondern auch für Menschen mit begrenztem Budget erreichbar sein soll – und das mit Kult-Faktor.
Neue Elektro-Ente wird kürzer und leichter als das Original
Der historische 2CV kam 1948 auf den Markt. Er war als einfaches, vielseitiges Auto für den Alltag gedacht und wurde gerade deshalb zu einer Ikone. Citroën will diese Idee nicht durch eine nostalgische Kopie wiederholen, sondern in die Gegenwart übertragen: weniger Gewicht, überschaubare Abmessungen und praktische Lösungen statt immer mehr Ausstattung.

Mit 3,76 Metern ist das Concept Car sogar kürzer als die ursprüngliche Ente. Das angestrebte Gewicht liegt bei rund einer Tonne. Bei einem Elektroauto ist das mehr als eine Zahl auf dem Datenblatt: Ein leichteres Fahrzeug kann mit einer kleineren Batterie auskommen, was Kosten und Energiebedarf senken kann. Ob Citroën dieses Ziel beim Serienmodell tatsächlich erreicht, bleibt abzuwarten. Auch bei der Reparatur soll Einfachheit zählen. Die Stoßfänger sind beispielsweise einzeln austauschbar.

Retro-Design mit Faltdach und runden Scheinwerfern
Die Verbindung zum Original ist auf den ersten Blick erkennbar: runde, freistehende Scheinwerfer, eine gewölbte Dachlinie und ausgeprägte Kotflügel. Dazu kommen moderne LED-Leuchten, 18-Zoll-Stahlräder und eine auffällige orangefarbene Lackierung. Das Stoff-Faltdach greift ebenfalls eine klassische Idee auf und soll Licht und Luft in den Innenraum bringen.

Herausnehmbare Sitze und ungewöhnliche Technik
Im Innenraum setzt Citroën auf breite Sitze mit Advanced-Comfort-Technologie und ungewöhnliche Details. Die vordere Sitzbank lässt sich herausnehmen, zusätzliche Körbe schaffen Stauraum. Statt aufwendiger Türgriffe kommen einfache Gurtschlaufen zum Einsatz.

Digitale Funktionen fehlen trotzdem nicht. Ein Smart-Vision-Display projiziert wichtige Informationen ins Blickfeld des Fahrers, ein acht Zoll großer Touchscreen übernimmt weitere Aufgaben. Besonders originell ist das herausnehmbare „Radioën“, das sich auch außerhalb des Autos als Lautsprecher nutzen lässt.

Wann kommt die neue Elektro-Ente?
Der Preis wird darüber entscheiden, ob die neue Ente mehr ist als ein sympathischer Messeauftritt. Citroën positioniert das Modell zwischen dem kleinen Ami und dem C3. Noch fehlen jedoch Angaben zu Batterie, Leistung, Reichweite und Ladegeschwindigkeit.
Auch Renault hat derzeit vollelektrische Retro-Fahrzeuge im Programm:



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