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Ford Focus Facelift: Mehr Mildhybrid, mehr Konnektivität

Vier Jahre nach seiner Modelleinführung verabreicht Ford dem Focus ein umfangreiches Makeover. Vor allem der riesige Bildschirm im Interieur überrascht.
von Maximilian Stocker

Motorsport-Magazin.com - Die weltweite Baureihe aus der kompakten Mittelklasse wurde optisch überarbeitet. Das Facelift bezieht sich auf den Fünftürer, die Kombi-Version Turnier und auf das Perfomance-Modell Focus ST gleichermaßen. Dabei wurde die Form der Motorhaube modifiziert. Sie beschert der Frontpartie über alle Ausstattungsversionen hinweg mehr Höhe und eine größere Präsenz. Das „Blaue Oval“ von Ford wandert von der vorderen Motorhaubenkante zentral in den oberen Kühlergrill. Weiters wurden die Scheinwerfer überarbeitet. Diese kommen mit neuer serienmäßiger LED-Signatur und in der Ausstattungslinie Titanium mit abgedunkeltem Hintergrund. Auch die LED-Rücklichter besitzen dieses Design-Element.

Jede Ausstattungslinie des neuen Ford Focus profitiert nun von speziellen Design-Elementen, die ihr innerhalb der Baureihe eine eigene Persönlichkeit verleihen. Als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal dient dabei der Kühlergrill. Dieser fällt je nach Ausstattungsversion unterschiedlich aus. Außer den „X“-Paketen für die Ausstattungslinien Titanium, Active und ST-Line, können Ford Focus-Kunden ebenfalls für diese drei Ausstattungsversionen on top die exklusive Option „Vignale“ auswählen. Diese beinhaltet unter anderem hochwertige Innenraum-Materialien, Chrom-Elemente und eigens gestaltete Leichtmetallräder.

Der Touchscreen wurde von acht auf 13,2 Zoll vergrößert

Das neue SYNC 4-Konnektivitätssystem, welches bereits vom Mustang Mach-E bekannt ist, findet auch im überarbeiteten Focus Platz. Zentrales Bedienelement ist der 13,2 Zoll große Touchscreen. Via Ford Power-Up können fortlaufend Software-Updates aufgespielt werden, die das Ford SYNC 4-System auf dem aktuellen Stand halten. Aufgrund des großen Bildschirms fallen im Focus-Innenraum viele Knöpfe und Schalter weg. Die Bedienung des Fahrzeugs und des Infotainments soll aber laut Ford dadurch nicht verkompliziert werden. Apple CarPlay und Android Auto sind im neuen Focus kabellos möglich.

Zusatzfunktionen für die Assistenzsysteme aus dem Vorgängermodell

Verschiedene Assistenten wurden für das neue Facelift-Modell überarbeitet und ergänzt. Dies gilt zum Beispiel für den Toten-Winkel-Assistenten. Dieser besitzt nun den CrossTraffic Alert inklusive Notbrems-Funktion beim rückwärts Ausparken. Eine weitere Erneuerung: Bei Geschwindigkeiten zwischen 65 und 200 km/h scannt das Kollisionssystem 20 Mal pro Sekunde die Fläche neben und bis zu 28 Meter hinter dem eigenen Auto. Befinden sich dort andere Verkehrsteilnehmer oder nähern sie sich, weist das System über entsprechende Warnsignale darauf hin. Neu ist auch: Der Tote-Winkel-Assistent kann nun per Lenkeingriff auch aktiv gegensteuern, wenn bei einem Spurwechsel Kollisionsgefahr droht.

Mehr Mildhybride, weniger Diesel

Der zentrale Motor im neuen Focus ist ein 1,0-Liter-Dreizylinder EcoBoost. Der Antrieb ist wahlweise mit 100, 125 oder 155 PS erhältlich. Für den 125-PS-Benziner bietet Ford auch eine Mildhybrid-Variante mit 48-Volt-Technologie und einer Acht-Gang-Automatik an. Die 155-PS-Version ist ausschließlich als Mildhybrid zu haben. Für Kunden, die ein manuelles Getriebe bevorzugen, stehen nur der 100- sowie der 125-PS-Motor zur Verfügung. Beide Aggregate kommen aber beim Schalt-Modell als klassischer Verbrenner und ohne Mildhybrid-Technologie aus.

Als Diesel steht lediglich ein 1,5-Liter-Motor mit 120 PS bereit. Diesen kann man wahlweise mit einer Sechsgang-Handschaltung oder einer Achtgang-Automatik kombinieren. Die Topmotorisierung bildet der 2,3-Liter-Vierzylinder mit 280 PS und 420 Newtonmeter.

Für die Basisausstattung Cool & Connect und den 100-PS-Benziner verlangt Ford als Einstiegspreis für den Fünftürer 22.450 Euro. Für den Kombi Turnier sind es 23.650 Euro.