ADAC TCR Germany

Zahlen und Fakten: Saisonbilanz der ADAC TCR Germany 2017

Josh Files verteidigt Titel vor Halder und Van der Linde - Luca Engstler Rookiemeister. Starkes Feld: 58 Piloten aus 13 Nationen auf sechs Automarken.

Motorsport-Magazin.com - Spannung, Action, heiße Rad-an-Rad-Duelle, mehr als 40 Fahrzeuge von sechs Marken und ein hochkarätiges Fahrerfeld mit 58 Piloten - mit einem Rekordstarterfeld hat die ADAC TCR Germany am Hockenheimring ihre zweite Saison beendet, und die 14 Rennen haben alles geboten, was Tourenwagenfans lieben. Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) hat auch der zweiten Saison in seinem Honda Civic TCR seinen Stempel aufgedrückt und seinen Titel erfolgreich verteidigt. Wie schon 2016 gewann der Brite sechs Rennen und hat die Zahl seiner Siege nach zwei Jahren ADAC TCR Germany, in denen er 24 der insgesamt 28 Rennen beendete, auf ein Dutzend hochgeschraubt.

Zweiter der Gesamtwertung wurde Seat-Pilot Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf Power Racing). Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport punktete nicht nur konstant, sondern begeisterte mit seinen forschen Angriffen. Halder landete sechsmal auf dem Podium, muss sein großes Ziel, den ersten Sieg in der ADAC TCR Germany, allerdings auf die Saison 2018 verschieben. In der zweiten Saisonhälfte sorgten auch die beiden Audi RS3 LMS-Piloten Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC) und Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One), die die Ränge drei und vier der Gesamtwertung belegten, für viel Schwung.

Senkrechtstarter der Saison 2017 war Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler), der im VW Golf GTI TCR die Nachwuchswertung dominierte und als Sieger der Honda Rookie Challenge einen Honda Civic als Prämie mit nach Hause nehmen durfte.

Zahlen und Fakten zur zweiten Saison der ADAC TCR Germany 2017

Bei den sieben Rennwochenenden mit 14 Läufen gingen 58 Fahrer aus 13 Nationen mindestens einmal an den Start. Deutsche Fahrer stellten dabei mit 18 Piloten die größte Fraktion. Dahinter folgen die Schweiz mit 12 Piloten vor den Niederlanden (8) und Österreich (6). Drei Fahrer kommen aus Finnland, je zwei aus Großbritannien, Italien und Dänemark. Je ein Pilot kam aus Polen, Portugal, Südafrika, Schweden und den USA.

Zum Einsatz kamen der Honda Civic TCR, der Seat Leon TCR, der Opel Astra TCR, der VW Golf GTI TCR, der Audi RS3 LMS und - zuletzt beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring - der Alfa Romeo Giulietta TCR.

Die 56 Piloten und zwei Pilotinnen fuhren für 20 Teams aus sechs Nationen. Die meisten Teams kommen aus Deutschland (8). Hinzu kamen vier Teams aus der Schweiz sowie je zwei aus Österreich, Finnland, den Niederlanden und Italien.

Mit Jasmin Preisig (25, Schweiz, Lubner Motorsport) und Gosia Rdest (24, Polen, Target Competition) saßen zwei junge Damen am Steuer der rund 350 PS starken Tourenwagen. Preisig fuhr am Red Bull Ring erstmals in die Punkte, Rdest durfte sich im ersten Rennen von Zandvoort als Sechste über 26 Punkte freuen.

Jüngster Pilot im diesjährigen Teilnehmerfeld war Max Hesse (16, Wernau, Aust Motorsport). Der 16 Jahre alte Förderpilot der ADAC Stiftung Sport war damit noch einmal 16 Monate jünger als Luca Engstler und Simon Reicher (17, Österreich, Certainty Racing). Nach "Ursinho" (53, Schweiz, Wolf Power-Racing) waren Kai Jordan (48, Wolfsburg, Racing One) und Martin Niedertscheider (48, Österreich, Niederscheider Motorsport) mit 48 Jahren die ältesten Piloten. Das Durchschnittsalter aller 2017 gestarteten Piloten betrug mit Stand des letzten Saisonrennens 27,9 Jahre.

Acht Fahrer teilten die Siege unter sich auf: Josh Files gewann sechsmal. Zweimal stand Niels Langeveld ganz oben auf dem Podium. Florian Thoma (21, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler), Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen), Jason Wolfe (22, USA, Liqui Moly Team Engstler) Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing), Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC) und Hari Proczyk (41, Österreich, HP Racing) gelang je ein Rennsieg.

Insgesamt durften sich 17 Fahrer über Podestplatzierungen freuen. Neunmal - und damit am häufigsten - stand Files auf dem Siegerpodium. Sechsmal schaffte es Halder aufs Podium, je viermal Langeveld und van der Linde.

Die Pole Position im ersten Rennen nahmen als Sieger des Qualifying folgende Piloten ein: Zweimal war Hari Proczyk Schnellster im Qualifying, je einmal führten Kris Richard (22, Schweiz, Target Competiton), Dino Calcum (27, Bochum, Schläppi Race-Tec), Niels Langeveld, Mike Halder und Luca Engstler als Schnellste der Qualifikation das Feld in die erste Runde. Über den Reverse-Grid nahmen Files (2x), Florian Thoma, Robin Brezina (18, Dauchingen, Aust Motorsport), Lukas Niedertscheider (21, Österreich, Niedertscheider Motorsport), Niels Langeveld und Max Hofer (18, Österreich, AC Mayen e.V. im ADAC) ein Rennen von der Pole Position in Angriff.

Start-Ziel-Siege gelangen Florian Thoma in Oschersleben (Rennen 2), Niels Langeveld in Zandvoort (Rennen 8), Josh Files am Sachsenring (Rennen 2) und Hari Proczyk am Hockenheimring (Rennen 1).

Bei den Führungsrunden hatte Josh Files die Nase vorn, der das Fahrerfeld in insgesamt 98 Runden auf der ersten Position anführte. Niels Langeveld (33), Florian Thoma (28), Moritz Oestrich (23), Sheldon van der Linde (21) und Antti Buri (14) rangieren ebenfalls im zweistelligen Bereich. Auf neun Rundenführungen brachte es Hari Proczyk, auf vier Mike Halder und auf drei Steve Kirsch (38, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen).

Je zwei Führungswechsel gab es im zweiten Rennen am Nürburgring (Buri-Kirsch-Buri) sowie im letzten Saisonrennen am Hockenheimring (Files-Oestreich-Files). Je einen Führungswechsel gab es im zweiten Rennen im Rahmen des ADAC TCR Race Weekend in Oschersleben (Thoma, Langeveld) und im ersten Rennen in Zandvoort (Halder, Langeveld).

Beim engsten Zieleinlauf hatte Jason Wolfe im ersten Rennen in Zandvoort nur 0,269 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Rik Breukers (19, Niederlande, Bas Koeten Racing). Mit dem größten Vorsprung eines Rennsiegers gewann Sheldon van der Linde im ersten Rennen am Sachsenring, als er auf Hari Proczyk 5.371 Sekunden herausfuhr.

233 Runden spulten die Piloten in den 14 Saisonrennen auf Reifen von Exklusiv-Partner Hankook ab. Das entspricht einer Gesamtrenndistanz von 912,891 Kilometern.

Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit in einer Rennrunde gelang Opel-Pilot Dino Calcum, der im zweiten Rennen am Red Bull Ring einen durchschnittlichen Speed von 159,0 km/h erzielte. Je zweimal fuhren Files, Langeveld, Halder und van der Linde die schnellsten Rennrunden. Florian Thoma, Max Hofer, Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee, Aust Motorsport), Hari Proczyk und Steve Kirsch gelang einmal die schnellste Rennrunde.


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