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24 h Nürburgring

Unterlegen, aber nicht chancenlos - P4/5 Competizione am Start

Der P4/5 Competizione ist nicht nur ein echtes Schmuckstück im Starterfeld, er hat auch Chancen auf eine Top-Zehn-Platzierung.
von Sönke Brederlow

Motorsport-Magazin.com - Über 170 Fahrzeuge nehmen 2012 am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teil und doch stechen einige Fahrzeuge besonders heraus, darunter auch der P4/5 Competizione. Bereits in der Vergangenheit ist der exotische Bolide auf der Nordschleife unterwegs gewesen. In diesem Jahr startet er erneut beim Langstreckenklassiker und ist dabei nicht als GT3-Fahrzeug homologiert, sondern als Prototyp.

Vom Gefühl her könnte es für uns zu einem Platz in den Top 10 reichen.
Manuel Lauck

Am Steuer des Fahrzeugs wechseln sich Nicola Larini, Fabrizio Giovanardi und Manuel Lauck ab. "Wir sind bereits beim ersten und dritten VLN-Lauf angetreten.", erzählt Lauck. "Beim unserem zweiten Start konnte ich bis auf die fünfte Position vorfahren." Ob es dennoch für die Spitze reichen wird, wollte der GT1-WM-Pilot nicht vorhersagen. "Nun weiß man nicht, wie sehr die Konkurrenten ihre wahre Leistungsfähigkeit gezeigt haben, aber vom Gefühl her könnte es für uns zu einem Platz in den Top 10 reichen."

Unterlegen - aber nicht chancenlos

Der P4/5 funktioniert auf der Nordschleife richtig gut
Manuel Lauck

US-Millionär James M. Glickenhaus ließ sich den P4/5 Competizione einst als Einzelanfertigung aufbauen und schließlich bis zur Rennreife bringen. Nach einigen technischen Schwierigkeiten wurde der Bolide, der auf Basis eines Ferraris beruht, konstant weiterentwickelt. "Nach unserem Einsatz beim ersten VLN-Lauf haben wir die Erkenntnisse umgesetzt und waren viel auf der Teststrecke unterwegs", sagt Lauck weiter. "Vielleicht sogar ein bisschen zu viel – möglicherweise hätten wir besser noch den zweiten VLN-Lauf mit einbezogen."

Obwohl sich der P4/5 Competizione mit 450 PS deutlich unter den GT3-Boliden bewegt, schätzt Lauck die Chancen als gut ein. "Der P4/5 funktioniert auf der Nordschleife richtig gut", grinst er. "Wir haben sehr viel mechanischen Grip – auf der kurvigen Strecke ist das natürlich perfekt. Vielleicht haben wir etwas zu viel aerodynamischen Grip, denn auf der langen Geraden der Döttinger Höhe fehlt es uns ein wenig an Top-Speed."