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24 h Le Mans

Als Fässler, Lotterer und Tréluyer triumphierten - Rückblick: Audi siegte 2014 in Le Mans

Audi holte 2014 seinen fünften Sieg in Folge in Le Mans. Marcel Fässler, André Lotterer und Benoit Tréluyer gewannen im Vorjahr auf dem Circuit de la Sarthe.

Motorsport-Magazin.com - Am Wochenende kämpft Audi um seinen 14. Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Das Ziel ist erneut, mit maximaler Effizienz am weitesten zu kommen. Denn seit 2014 gelten Regeln, die bedeuten, dass die Teams mit einer vorgegebenen Menge Kraftstoff das Maximum erreichen müssen.

Audi besiegt Porsche und Toyota – das war 2014 die Schlagzeile nach dem fünften Audi-Sieg in Folge in Le Mans. Bis zur vorletzten Stunde war das Rennen offen. Erst dann setzten sich Marcel Fässler (CH), André Lotterer (D) und Benoît Tréluyer (F) gegen die Porsche-Piloten durch und fuhren den 13. Sieg für die Marke mit den Vier Ringen heraus.

Ebenso eindrucksvoll war die Effizienz, mit der dieser Sieg gelang. Der Audi R18 e-tron quattro bewältigte 5.165,391 Kilometer – 662,5 mehr als ein Jahr zuvor, als viele Safety-Car-Phasen das Rennen prägten. Die Leistung der Ingenieure verdeutlichen einige Zahlen: Der neue Vierliter-V6-TDI-Antrieb trug zusammen mit allen übrigen Entwicklungen dazu bei, den Verbrauch in einem Schritt um 22 Prozent im Vergleich zur Saison 2013 zu verringern. Seit Beginn der TDI-Ära in Le Mans im Jahr 2006 hat Audi 38 Prozent Kraftstoff eingespart.

Ein Audi überquerte 2014 in Le Mans als erster die Ziellinie - Foto: Audi

Auch beim Leichtbau gelang Audi ein großer Schritt. 45 Kilogramm Gewicht sparten die Ingenieure bei dem LMP-Sportwagen gegenüber dem Vorjahresmodell ein. Damit wog der R18 e-tron quattro nur noch 870 Kilogramm.

"Es ist enorm, wie groß diese Schritte sind", sagt Benoît Tréluyer anerkennend. Für ihn und seine Mitstreiter war Le Mans 2014 ein Rennen voller Anspannung. Zunächst jagte der Franzose mit seinen Teamkollegen den führenden Toyota, bis Audi die Spitze übernahm. Dann warf ein technisches Problem den Audi mit der Nummer "2" von Fässler, Lotterer und Tréluyer zurück und das Schwesterauto mit der Nummer "1" übernahm die Führungsrolle.

"Es gab Höhen und Tiefen, aber unser Teamgeist blieb immer intakt", so Tréluyer. "Als die Nummer ‚1‘ vorn lag, waren wir uns sicher, dass unsere Kollegen es schaffen würden. Meine beiden Mitstreiter und ich hätten ihnen diesen Erfolg auch absolut gegönnt." Doch dann verlor dieses Auto durch einen Rückschlag Zeit und fiel zurück. So überquerte am Ende der Rennwagen von Fässler/Lotterer/Tréluyer die Ziellinie als Erster.

In der Saison 2015 hat dieses Fahrertrio bereits zwei Rennen zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC gewonnen. Damit zählen die dreimaligen Le-Mans-Sieger auch in diesem Jahr zu den Favoriten in einem Wettkampf, in dem es einmal mehr um eine fehlerfreie Fahrt des effizientesten Rennwagens in Le Mans geht.


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