WRC - Monte Carlo: Mini mit Problemen an Tag eins

Ziel auf ähnlichen Positionen erreichen

Das Mini-Team bestreitet in Monte Carlo die vierte Asphalt-Rallye der jüngeren Geschichte und erneut ist Dani Sordo in den Kampf um die Spitze involviert.

Motorsport-Magazin.com - Am Ende des aufregenden ersten Tages der Rallye Monte Carlo belegen beide Mini WRC Team Crews viel versprechende Positionen. Dani Sordo sicherte sich auf den insgesamt 134,70 Wertungskilometern und vier Prüfungen Platz zwei. Pierre Campana kam bei kalten und trockenen Bedingungen auf den achten Rang. Stellenweise waren die Piloten auf vereister Piste unterwegs.

Dies ist eine ganz besondere Rallye – und heute waren die Bedingungen wirklich sehr tückisch
Dani Sordo

Bereits vor Beginn des Saisonauftakts der FIA World Rally Championship war klar, dass die Reifenwahl bei dieser Rallye eine entscheidende Rolle spielen wird. Beide Minis gingen auf der weichen Mischung an den Start, während einige Konkurrenten auf die superweichen Reifen setzen. Auf der ersten Prüfung erwies sich der von den Mini Piloten benutzte Michelin-Reifen als perfekte Wahl: Sordo fuhr die zweitschnellste Zeit. Lediglich eine Sekunde trennte ihn vom achtmaligen Weltmeister und fünfmaligen 'Monte'-Sieger Sebastien Loeb.

Unterschiedliche Reifenwahl

Campana fuhr auf Position sechs. Die Hälfte des zweiten Teilstücks absolvierten die Fahrer auf Eis und Schnee. Sordo entschied sich, die beiden verfügbaren Spikes auf der linken Seite montieren zu lassen, Campana setzte auf die rechte Seite, einige Konkurrenten nutzten sie diagonal.

Im Verlauf der zweiten Prüfung, die über eine Länge von 30,48 Kilometern zwischen Burzet und Saint Martial verlief, waren sowohl Sordo als auch Campana in Zwischenfälle verwickelt. Ausgangs einer Linkskurve berührte das Heck von Sordos Mini beim Anbremsen eine Brücke. Beim Versuch, das Auto wieder zu stabilisieren, fuhr der Spanier geradeaus in einen Schneedamm und musste zurücksetzen.

Pierre Campana will in Monte Carlo eine gute Position erreichen - Foto: Sutton

Campana drehte sich auf der verschneiten Piste, sein Auto blieb dabei jedoch unbeschädigt. Beim Service nutzte das Team die 30 Minuten, um den Schaden an Sordos Fahrzeug zu reparieren. Dabei wurden links hinten und vorne rechts mehrere Streben an den Radaufhängungen, die Frontschürze, die Befestigungen der Frontschürze, der Ölwannenschutz sowie der Kühler und der Ladeluftkühler, dessen Einlässe beschädigt waren, getauscht.

Dani Sordo: Dies ist eine ganz besondere Rallye – und heute waren die Bedingungen wirklich sehr tückisch. Im Schnee konnte man auf den Slicks sehr leicht einen Fehler machen. Ein kleiner Fehler ist mir dann auch auf der zweiten Prüfung unterlaufen, wobei das Hinterrad brach. Das hat etwas Zeit gekostet. Aber ich konnte froh sein, dass nicht noch mehr kaputtging. Die Leute fragen mich jetzt, ob ich Sébastien Loeb den Sieg streitig machen kann. Nach der letzten Prüfung bin ich mir da nicht sicher, denn seine Zeit war einfach unglaublich. Als ich ins Ziel kam und seine Zeit sah, dachte ich nur: Wow! Jetzt weiß ich, warum er acht Mal den WM-Titel gewonnen hat.

Pierre Campana: Ich bin mit dem ersten Tag der Rallye sehr zufrieden. Das Auto fühlt sich sehr gut an, und es macht Spaß, damit unterwegs zu sein. Einige kleinere Fehler auf der dritten und vierten Prüfung haben Zeit gekostet. Trotzdem stehe ich auf einer aussichtsreichen Position – und es liegt bei dieser Rallye noch eine Menge vor uns. Ich bin optimistisch, dass der morgige Tag noch besser wird.

Dave Wilcock (Teamchef): Das war für uns ein zufriedenstellender erster Tag in Monte Carlo. Ein Drittel der Rallye liegt hinter uns, und wir sind glücklich, dass beide Autos heil nach Valence zurückgekehrt sind. Wenn wir sauber durch die nächsten Tage kommen und das Ziel in Monaco auf ähnlichen Positionen erreichen, dann sind wir damit sehr zufrieden. Unsere Wetterprognose sagt bis Ende der Woche weitere Schneefälle voraus. Die Herausforderungen werden also nicht weniger. Wir müssen unsere Reifenwahl mit Bedacht treffen, damit wir für die abschließenden Prüfungen noch genügend Schneereifen in gutem Zustand zur Verfügung haben. Es wird also ein richtiger Balanceakt.


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