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MotoGP - Analyse: Marquez vs. Rest der Welt

Der vierte Streich in Serie

Marc Marquez war seiner Konkurrenz in Jerez schon wieder überlegen. Dahinter verschieben sich die Kräfteverhältnisse allmählich aber. Analyse zum Spanien GP:
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Motorsport-Magazin.com - Jetzt ist auch der letzte weiße Fleck auf der Siegeslandkarte des Marc Marquez ausgelöscht. Am Sonntag siegte der Weltmeister in Jerez und krönte damit ein Rennwochenende, an dem er wieder einmal einen neuen Rekord verbuchte.

Der Session-Vergleich

Session Marc Marquez Bester Gegner
1. Training 1:39.849 (3.) -0.492 (A.Espargaro)
2. Training 1:39.757 (1.) +0.216 (A.Espargaro)
3. Training 1:39.007 (3.) -0.238 (Pedrosa)
4. Training 1:39.417 (1.) +0.235 (Lorenzo)
Qualifying 1:38.120 (1.) +0.421 (Lorenzo)
Warm Up 1:39.240 (2.) -0.257 (Lorenzo)
Rennzeit 45:24.134 (1.) +1.431 (Rossi)
schn. Rennrunde 1:39.841 (1.) +0.345 (Pedrosa)

Marc Marquez' Rennen

Für Marquez lief es an diesem Wochenende erneut perfekt - Foto: Milagro

Marquez setzte sich an diesem Rennwochenende nur in zwei Trainings an die Spitze und musste die absolute Trainingsbestzeit sogar sogar seinem Teamkollegen Dani Pedrosa überlassen. Ab Samstagnachmittag gab es für ihn aber kein Halten mehr. Im Qualifying unterbot er den sechs Jahre alten Pole-Rekord von Jorge Lorenzo, der diesen noch mit Quali-Reifen aufgestellte hatte.

Am Sonntag ließ Marquez aus Pole Position nichts anbrennen. Er führte nach Runde eins, hatte nach neun Umläufen bereits drei Sekunden Vorsprung und war erst in der in der 15. Runde erstmalig nicht der schnellste Pilot im Feld. Zu diesem Zeitpuntk hatte er aber bereits 4.4 Sekunden Vorsprung und die erste Hälfte der Renndistanz war absolviert. Von runde 3 bis 5 blieb er dreimal unter 1:40 und holte sich so die drei schnellsten Einzelrunden des Grand Prix. Kein anderer Pilot im Feld knackte im Renntempo die 1:40er-Marke. Im letzten Renndrittel musste Marquez nicht mehr am Limit fahren und büßte so bis zur vorletzten Runde noch eine Sekunde auf Verfolger Valentino Rossi ein.

Das Rennen der Verfolger

Die Positionen in der Verfolgergruppe waren am Sonntag rasch bezogen. Rossi hatte ab der zweiten Runde Rang zwei inne, den er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Dahinter hing zunächst Lorenzo, der sich in den ersten Runden vor Pedrosa halten konnte. Das Trio hatte sich nach drei Runden bereits um eine Sekunde vom Rest des Feldes abgesetzt.

Ab Lap 9 konnt sich Rossi aufgrund des sich anbahnenden Zweikampfes zwischen Lorenzo und Pedrosa etwas absetzen, kam aber nie über eine Sekunde davon. Im 21. Umlauf war es für Pedrosa dann soweit und der Katalane konnte das Yamaha-Duo sprengen und Lorenzo überholen. Für dem zweifachen MotoGP-Champion ging danach nicht mehr viel und er fuhr in Runde 22 mit 42.012 sogar seine schlechteste fliegende Runde des Rennens (erste und letzte Runde ausgenommen). "Jorge konnte seine Pace nicht bis zum Ende durchhalten", erklärte Teamchef Massimo Meregalli nach dem Rennen.

Pedrosa und Lorenzo matchten sich für einige Runden - Foto: Respsol

Honda und Yamaha fuhren erneut in einer eigenen Liga. Während Marquez insgesamt 19 seiner 27 Runden unter 1:41 drehte, fuhr Rossi sogar 24 davon. Pedrosa gelang das 22 Mal und sogar Lorenzo 16 Mal. Von den Piloten aller anderen Teams schafften das nur noch Aleix Espargaro zweimal sowie Andrea Iannone, Cal Crutchlow und Stefan Bradl in jeweils einem Umlauf. Letzteren warfen in der zweiten Rennhälfte allerdings seine Armprobleme zurück.

Fazit

So weit war Yamaha gar nicht von Honda weg in Jerez. Allerdings wurde wieder einmal der Marquez-Faktor schlagend. Zudem entgleitet Lorenzo mit dem diesjährigen durchdrehenden Hinterreifen mehr und mehr die Vorherrschaft in seinem Team. Valentino Rossi hingegen ist im Aufwind.


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