Formel 1 - Chilton schreibt Sauber nicht ab

Sie brauchen ein bisschen Glück

Marussia liegt in der Konstrukteurs-Wertung vor Sauber. Max Chilton hofft, dass das so bleibt, hat die Schweizer aber noch keineswegs abgeschrieben.
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Motorsport-Magazin.com - Nach elf Saisonrennen befindet sich Marussia in einer gleichermaßen ungewohnten wie erfreulichen Situation. Dank Jules Bianchis neuntem Platz in Monaco, der gleichbedeutend mit den ersten Punkten in der Geschichte des kleinen Rennstalls war, rangiert man in der Konstrukteurs-Wertung nicht nur vor Caterham, sondern auch vor dem noch immer punktelosen Sauber-Team. Doch die Schweizer ließen in den letzten Rennen vor der Sommerpause einen Aufwärtstrend erkennen, weshalb Max Chilton sie noch lange nicht abgeschrieben hat.

Bianchi holte in Monaco zwei Punkte - Foto: Sutton

"Natürlich würden wir sie gern hinter uns halten", sagte der 23-Jährige gegenüber Press Association. "Aber damit uns das gelingt, müssen wir vor ihnen ins Ziel kommen, was momentan nicht der Fall ist. Deshalb hoffen wir bei jedem Rennen, in dem Punkte möglich sind, dass sie nicht vor uns sind." Ohne regelmäßige Updates, da gab sich Chilton keinen Illusionen hin, sei es schwierig, an das Niveau von Sauber heranzureichen. "In manchen Rennen sind wir knapp dran, in manchen nicht", verdeutlichte er.

Mut macht dem Briten allerdings der Umstand, dass Sauber trotz der jüngsten Steigerung noch immer nicht in der Lage war, in die Top-10 zu fahren. "Es ist nicht so, als hätten sie in jedem Rennen Punkte vor Augen und würden sie einfach nur verpassen", sagte er. "Sie sind momentan nicht dort." Aufgrund dessen sei man bei Marussia auch nicht übermäßig nervös, denn Chilton ist bewusst: "Sie brauchen ein bisschen Glück, wie wir es hatten."

Caterham keine Bedrohung

Dass Caterham in den verbleibenden acht Saisonrennen noch an Marussia vorbeizieht, kann sich Chilton trotz der jüngst erfolgten Übernahme des Teams nicht so recht vorstellen. "Wie in jeder Sportart braucht es einige Zeit, wenn man Leute austauscht, damit sie sich in ihren neuen Positionen einleben und richtig miteinander kommunizieren", spielte er auf die umfangreichen Personalrochaden an, die ein juristisches Nachspiel haben. "Es braucht ein wenig Zeit, bis das Team zur Ruhe kommt, das hilft uns."


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