Formel 1 - Renaults Turbo-Motor 2015 stark verändert?

Reglement lässt viele Freiheiten

Renault steht in der Kritik. Motorenchef Taffin erklärt, dass sich das Blatt schon 2015 komplett wenden könnte.
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Motorsport-Magazin.com - 2014 ist für den erfolgsverwöhnten Renault-Konzern nicht gerade das beste Jahr in der Formel 1. Setzte es in den vergangenen Jahren noch Seriensiege dank Kundenteam Red Bull Racing, so musste man in dieser Saison von eben diesem Rennstall massive Kritik einstecken.

Zu wenig Power, zu unzuverlässig - die Liste der Kritikpunkte, auf die besonder Motorsportchef Helmut Marko gerne hinweist, ist lang. Als Sündenbock musste oftmals Renaults Motorenchef Remi Taffin herhalten. Dieser machte seinen Kunden nun für 2015 wieder Hoffnung.

50 Prozent noch veränderbar

Der Motor könnte komplett anders aufgebaut sein.
Remi Taffin

"Man kann nächstes Jahr rund 50 Prozent vom Status Quo verändern. Alleine 30 Prozent sind da beim Motor drin, wenn man alle Komponenten miteinbezieht", versprach Taffin. "Der Motor könnte komplett anders aufgebaut sein. Ich sage nicht, dass er es sein wird, aber es wäre möglich."

Allerdings hat man bei Renault noch immer Hausaufgaben für 2014 zu erledigen um die Kritikpunkte der Kunden weiter auszumerzen. Denn von der Leistung der Power Units von Mercedes soll man noch immer weit entfernt sein - sehr zum Unmut von Red Bull.

"Wir arbeiten noch am aktuellen Konzept, aber 2015 hat für uns schon vor einer Weile begonnen. Aber beides ist miteinander verbunden, denn wenn man etwas für 2014 findet, kann man das vielleicht auch für 2015 hernehmen und umgekehrt", erklärte der Franzose. "Es ist eher eine Frage von Deadlines, die man für nächste Saison hat."

Mehrere Jahre zur Eingewöhnung

An diesem Zustand wird sich so schnell nichts ändern, denn die FIA lässt den Motorenherstellern derzeit noch viele Freiheiten für die neue Motoren-Generation. "Eigentlich kann man noch alles ändern und in dieser Situation werden wir noch drei bis vier Jahre sein, ehe der ganze Motor eingefroren wird", führte Taffin aus.

Renault hat also noch jede Menge Zeit, die Kundenteams zufrieden zu stellen und den eigenen hohen Ansprüchen zu genügen. "Es gibt genug Raum für Verbesserungen, vor allem in den ersten zwei bis drei Jahren dieser Generation." Damit zu den bisherigen 166 Siegen von Renault-Triebwerken noch der eine oder andere hinzukommt, denn in der ewigen Bestenliste naht Mercedes (hält derzeit bei 108) von hinten heran.


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