Formel 1 - Button: Warum soll ich Hamilton überholen lassen?

Ich fahre mein Rennen

Jenson Button sieht keinerlei Grund, warum er Lewis Hamilton kampflos hätte passieren lassen sollen. Zwischen den Briten kam es zur Kollision.
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Motorsport-Magazin.com - Lewis Hamilton legte in Hockenheim eine eindrucksvolle Aufholjagd hin. Der Mercedes-Pilot arbeitete sich vom 20. Startplatz bis auf den dritten Rang nach vorne und lieferte sich dabei einige harte Duelle, unter anderem mit Jenson Button. Hamilton berührte seinen britischen Landsmann bei einem Überholversuch in der Haarnadelkurve, wobei er sich seinen Frontflügel beschädigte, wohingegen Button unversehrt davonkam.

Warum sollte ich irgendjemanden vorbeilassen?

"Ich hatte eine kleine Kollision mit Jenson, aber dachte, er würde mich vorbei lassen", erklärte Hamilton die heikle Szene aus seiner Sicht. "Das war meine Fehleinschätzung." Mit dieser Erläuterung konnte Button aber so gar nichts anfangen. "Warum sollte ich irgendjemanden vorbeilassen?", schüttelte er den Kopf. "Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist, aber viele Fahrer wählen diese Linie, um einen guten Kurvenausgang zu erwischen."

Zweikämpfe gegen die Langeweile

Das Problem sei demnach in der Tat gewesen, dass Hamilton glaubte, Button würde ihn kampflos passieren ziehen, was jedoch nicht der Realität entsprach. "Ich glaube, ich bin nicht die einzige Person, mit der er heute zusammengestoßen ist", spielte er auf Hamiltons ungestüme Fahrweise an. "Es ist eigenartig. Wenn dein Auto so viel schneller ist, würde man nicht erwarten, dass man in so viele Kämpfe verwickelt wird."

Ich bin da draußen, um mein Rennen zu fahren
Jenson Button

Hamilton traf beim missglückten Überholversuch Buttons Hinterrad, was allerdings keine negativen Auswirkungen aus die Performance des MP4-29 hatte. "Ich bin da draußen, um mein Rennen zu fahren", hielt der routinierte Brite fest. "Es würde die Sache langweilig machen, hätten wir ihn alle vorbeigelassen, als er durch das Feld fuhr."

Update: Mit etwas Abstand zum Rennen gab Button via Twitter zu, dass er in der ersten Emotion überreagiert hatte und Hamilton aufgrund seiner Linienwahl tatsächlich glauben konnte, er würde ihm bereitwillig Platz machen.

Button sah schlussendlich als Achter die Zielflagge, da er in der Endphase des Rennens von einer Zwei- auf eine Drei-Stopp-Strategie umschwenken musste. "Ich glaube, wir haben den zweiten Stopp zu früh gemacht", meinte er. "Es war eine aggressive Strategie, aber 37 Runden auf einem Reifensatz zu fahren, war zu schwierig."


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