Formel 1 - Kvyat: So schnell musste ich noch nie aus dem Auto

Heute war ein Desaster

Daniil Kvyat konnte der Feuerhölle seines Toro Rosso in Hockenheim unverletzt entkommen. Ein kleiner Schock bleibt - und die Sorge um sein Auto.
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Motorsport-Magazin.com - "Ich begann, mich etwas zu verbrennen", scherzte Daniil Kvyat nach seinem Feuer-Aus in Hockenheim schon wieder. Die wichtigste Nachricht des Tages: Der Russe blieb unverletzt, als sein Toro Rosso plötzlich in der Anfahrt auf die Spitzkehre Feuer fing. "Das war kein schöner Moment", gab Kvyat ehrlich zu. "Ich musste schnell aus dem Auto. Das war glaub ich das erste Mal, dass ich mich so beeilen musste, um aus dem Wagen zu kommen."

Das war glaub ich das erste Mal, dass ich mich so beeilen musste, um aus dem Wagen zu kommen.
Daniil Kvyat

Wieso sein Bolide urplötzlich zu brennen begann, oder welches Bauteil den Brand verursachte, war für den Russen ein Rätsel. "Kurz zuvor verlor ich aus Kurve drei heraus etwas Power", schilderte Kvyat, der sofort seine Box verständigte - zu spät. "Dann sah ich auch schon den Rauch und kurz danach die Flammen und wusste, dass ich das Auto so schnell wie möglich stoppen musste." Nun bleibt die bange - und für Kvyat die wichtigste - Frage: Wie schwer ist sein Toro Rosso beschädigt? "Ich hoffe, dass alles ok ist, aber es sah nicht gut aus", überlegte er.

Im ersten Stint kollidierte Daniil Kvyat mit Sergio Perez - Foto: Sutton

Ein frustrierendes Rennen

Selbst ohne sein vorzeitiges Aus war der Deutschland GP für den Toro-Rosso-Piloten enttäuschend. Am Samstag war die Freude über Startplatz acht noch groß, diese verflog im Rennen aber schnell. "Gestern war wirklich ein guter Tag, aber heute war ein Desaster", so die Zusammenfassung des Rookies.

Im zweiten Stint versuchte ich dann, zu viel aufzuholen und zerstörte mir die Reifen.
Daniil Kvyat

Bereits im ersten Stint kollidierte der Russe mit Force-India-Pilot Jean-Eric Vergne und verlor viel Boden. "Im zweiten Stint versuchte ich dann, zu viel aufzuholen und zerstörte mir die Reifen", ärgerte sich Kvyat. Als die Pace im dritten Stint schließlich wieder besser zu werden schien und die Chancen auf Punkte größer wurden, gab sein Bolide den Geist auf.

Dementsprechend klar ist, dass in der kommenden Woche vor dem Ungarn GP noch eine Menge Arbeit auf das Team wartet. "Wir müssen den Fokus nun auf Ungarn legen, wo wir hoffentlich wieder so konkurrenzfähig sind wie am Samstag", wünschte sich Kvyat. "Für den Sonntag müssen wir auf jeden Fall noch etwas tun, denn wir kämpfen deutlich mehr mit dem Reifenabbau als die anderen Teams. Wenn wir in die Punkte wollen, müssen wir etwas unternehmen."


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