Formel 1 - Villeneuve rät Vettel zu Red-Bull-Abschied

Sie behandeln ihn wie Webber

Jacques Villeneuve rät Sebastian Vettel zum Teamwechsel. Red Bull hätte mit Daniel Ricciardo seinen Nachfolger bereits gefunden und den Fokus auf ihn gelegt.
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Motorsport-Magazin.com - Jacques Villeneuve ist fest überzeugt: Red Bull hat genug von Sebastian Vettel und setzt nun auf Daniel Ricciardo. "Es sieht so aus, als würden sie sich nun nur noch auf Daniel Ricciardo konzentrieren", warnte der Kanadier. "Sie wollen Vettel nun absägen, denn er passt nicht mehr zum Image."

Es sieht so aus, als würden sie sich nun nur noch auf Daniel Ricciardo konzentrieren.
Jacques Villeneuve

Jahrelang war es Vettel, der von Sieg zu Sieg fuhr und Red Bull groß machte. Der Deutsche stammte wie nun Ricciardo aus dem Red Bull Junior Team und schaffte es mit deren Hilfe und der Unterstützung von Dr. Helmut Marko ganz noch oben. 2014 hat der vierfache Weltmeister allerdings mit der Technik und der Fahrbarkeit seines RB10 zu kämpfen. Nach acht Rennen stehen drei Ausfälle zu Buche - so viele wie zuletzt in der ganzen Saison 2010. Ricciardo hingegen ist der erste Verfolger der Mercedes-Piloten und hat bereits seinen ersten Saisonsieg eingefahren.

Sebastian Vettel kommt nicht voran - Foto: Sutton

"Er hatte dieses Jahr schon sehr viel Pech. Hinzu kommt, dass er vom Team oder besser gesagt von Dr. Helmut Marko ständig gesagt bekommt, dass er endlich aufwachen muss. Das heißt, er bekommt auch keine positive Energie vom Team", erklärte Villeneuve im Interview mit Motorsport-Magazin.com und fügte bei OmniCorse hinzu: "Er ist ein vierfacher Weltmeister aber nun behandelt Red Bull ihn, wie sie zuvor Mark Webber behandelt haben."

Er ist ein vierfacher Weltmeister aber nun behandelt Red Bull ihn, wie sie zuvor Mark Webber behandelt haben.
Jacques Villeneuve

Deshalb rät Villeneuve Vettel, schnellstmöglich einen anderen Platz in der Formel 1 zu suchen und Red Bull zu verlassen. "Er kann keine weitere Saison bleiben", machte der Kanadier unmissverständlich deutlich. Sobald ein Fahrer wie Vettel die Kontrolle im Team verlieren und die Politik überhand nehmen würde, sei es vorbei. Red Bull würde immer nach etwas Neuem suchen und hätte das nun im Australier gefunden. "Sie haben Ricciardo, der seine Arbeit gut macht, und haben sich ihm verschrieben."


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