Formel 1 - Mateschitz: Honda eine Option für Red Bull?

Sind kein Automobilhersteller

Dietrich Mateschitz deutet an, dass Red Bull einem Wechsel zu Honda als Motorenpartner nicht abgeneigt ist
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Motorsport-Magazin.com - Der Rahmen stimmte, das Ergebnis hingegen nicht. Rund 90.000 Zuschauer und damit deutlich mehr als an vielen anderen Orten am Rennsonntag, pilgerten bereits zum Qualifying nach Spielberg, um die Formel 1 nach elf Jahren Abstinenz wieder in Österreich willkommen zu heißen. Als bester Red-Bull-Pilot belegte Daniel Ricciardo allerdings nur den fünften Platz, während Sebastian Vettel nicht einmal Q3 erreichte.

Wir wissen ja, warum wir zurückliegen
Dietrich Mateschitz

Die wenige berauschende Vorstellung seines Teams konnte die Freude von Hausherr und Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz jedoch nicht trüben. "So ist der Sport", sagte der Österreicher gegenüber der APA. "In den vergangenen viereinhalb Jahren haben wir fast alles gewonnen. Es kann aber nicht immer derselbe vorne sein. Wir wissen ja, warum wir zurückliegen."

Damit spielte Mateschitz auf die Motoren von Renault an, die den Mercedes-Aggregaten einmal mehr unterlegen waren, was auf der Berg- und Talstrecke von Spielberg besonders ins Gewicht fällt. In der kommenden Woche soll die nicht zufriedenstellende Situation mit den Franzosen analysiert werden.

Honda vielleicht, eigener Motor kein Thema

"Alternativen gibt es immer, wir haben aber nicht viele Möglichkeiten", nahm Mateschitz auf einen möglichen Wechsel des Motorenlieferanten Bezug, der immer wieder im Raum steht. "Wir glauben auch nicht, dass wir mit einem Kundenmotor von Ferrari oder Mercedes glücklich werden. Die wollen ja selbst die Weltmeisterschaft gewinnen."

Honda kehrt mit McLaren in die F1 zurück - Foto: McLaren

Honda sei ab 2016 hingegen durchaus ein Thema. In der nächsten Saison kehren die Japaner in die Formel 1 zurück, haben vorerst aber für ein Jahr einen Exklusivvertrag mit McLaren. "Danach wären sie aber frei", erinnerte Mateschitz. Red Bulls Kontrakt mit Renault läuft noch bis Ende 2016.

Im Vorfeld des Großen Preises von Österreich kam das Gerücht auf, Red Bull könnte gemeinsam mit AVL in Graz einen eigenen Motor bauen. Diese Spekulationen überraschten Mateschitz, der klar stellte: "Wir sind kein Automobilhersteller. Unsere primäre Kompetenz ist nicht der Bau von Motoren."


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