Formel 1 - Räikkönen ratlos: Alles läuft gegen uns

Auf der Suche nach dem Wohlfühlfaktor

Kimi Räikkönen leidet unter der schlechten Performance seines Autos. Das Problem: Ferrari versteht das Verhalten des F14 T-Boliden offenbar nicht.
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Motorsport-Magazin.com - Kimi Räikkönen ist endgültig im Niemandsland der Formel 1 angekommen. Nur ein WM-Punkt beim Kanada Grand Prix und Platz zwölf in der Gesamtwertung. Eine Horror-Saison für den Finnen, der in Montreal alles andere als überzeugen konnte. Sinnbildlich: sein unglücklicher Dreher im Rennen in Kurve 10. Ferrari hat seinen Turbo-Boliden auch nach dem siebten Rennen des Jahres noch nicht vollends verstanden - Räikkönen und Teamkollege Fernando Alonso sind die Leidtragenden.

Im Moment scheint alles gegen uns zu laufen.
Kimi Räikkönen

"Im Moment scheint alles gegen uns zu laufen", sagte Räikkönen frustriert. "Es gibt aber auch Zeiten, in denen sich alles in Ordnung anfühlt. Wir müssen einen Weg finden, um dieses Gefühl ständig zu haben und sicherstellen, dass es auch so bleibt." Probleme an allen Ecken und Enden - offenbar zu viele für die Scuderia, die eigentlich ein Wörtchen im Titelkampf mitsprechen wollte.

Schlimmer noch: Besserung war auch in Montreal nicht in Sicht - auf einer Strecke, vor der Ferrari schon im Vorfeld Angst hatte. "Während des Rennens hatten wir ein paar neue kleine Probleme mit den Bremsen", verriet Räikkönen. "Es scheint einfach immer irgend etwas zu passieren. Mein Dreher hat natürlich auch nicht geholfen, aber ich hatte nicht erwartet, so viel Power zu bekommen. Wir müssen das überprüfen, denn manchmal ist das nicht klar."

Ferraris Probleme halten an - Foto: Sutton

Räikkönen wollte dem F14 T-Boliden nicht das nötige Potenzial absprechen, um vorne mitfahren zu können. "Wir müssen aber herausfinden, wie wir es in jeder Runde nutzen können", so der frühere Weltmeister, der gleichzeitig über das Verhalten seiner Reifen grübelte. Ein weiterer Punkt auf der langen To-Do-Liste, die das Team in Maranello schnellstmöglich abarbeiten muss, um nicht völlig den Anschluss zu finden.

Räikkönen erklärte seine Schwierigkeiten in Kanada ausführlich: "Zu Beginn fühlte es sich okay ab, aber dann bauten die Reifen ab. Wir wechselten die Reifen und für eine Runde lang war alles in Ordnung. Dann hast du wieder das Gefühl, dass die Reifen wieder schlapp machen - und eine Runde später sieht es wieder anders aus. Deshalb ist es schwierig zu verstehen, was da vor sich geht."


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