Formel 1 - Worst Case für Marussia

Teamkollision in Runde 1

John Booth erlebte den Alptraum jedes Teamchefs: Max Chilton und Jules Bianchi kollidierten in der ersten Runde. Damit riss eine beeindruckende Serie.
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Motorsport-Magazin.com - Bei all seinen 25 bisherigen Einsätzen sah Max Chilton die Zielflagge, im 26. Rennen passierte es: Ausfall in der ersten Runde - und das selbstverschuldet. Der Engländer kollidierte in der ersten der vier Schikanen ausgerechnet mit seinem Teamkollegen Jules Bianchi, was beide Boliden auf der Stelle aus dem Rennen riss und eine lange Safety-Car-Phase auslöste. Nach dem großen Jubel in Monaco über die ersten Punkte der Teamgeschichte fand sich Marussia in Kanada ganz unten wieder. "Ein fürchterlicher Tag für das Team, aber wir werden uns schnell erholen" kündigte John Booth an.

Chilton und Bianchi starteten von den Plätzen 18 und 19. Der Unglücksrabe erklärte den Startverlauf, der zum ersten Ausfall seiner Karriere führte: "Ich hatte einen guten Start und habe die Autos hinter mir bis zur ersten Kurve abhängen können. Ich habe mich in Turn 2 einsortiert, dann hatten wir unser Zusammentreffen in Kurve 3. Der anschließende Unfall war sehr unglücklich für uns. Nach einem Rennen in Monaco, an das wir uns immer erinnern werden, war das ein Rennen zum Vergessen." Allerdings habe ihm gefallen, wie sich das Auto entwickelt hat. "Ein großer Dank dafür an das Team."

Max Chiltons Serie riss im 26. Anlauf - Foto: Sutton

Jules Bianchi bekam die volle Wucht von Chiltons Aufprall ab: "Ich hatte [ebenfalls] einen guten Start, habe alle, die hinter mir gestartet waren, hinter mir gehalten und hatte danach einen Kampf mit Max in den Kurven zwei und drei. Ich habe die dritte Kurve angebremst und es gab einen Aufprall, der mich in die Wand geschickt und das Auto stark beschädigt hat. Es tut mir für das gesamte Team leid, denn wir hatten wieder ein starkes Wochenende." Bei den zahlreichen Ausfällen hätte in der Tat schlussendlich noch ein Punkt für Marussia herausspringen können.

Booth nahm letztlich noch das Positive mit: "Schlussendlich hat auch das chaotische Rennen unsere Position in der Konstrukteurs-WM nicht verändert und wir sind dankbar dafür, dass wir Montreal weiterhin als Neunte in dieser Tabelle verlassen können." Das Team werde sich nun neu formieren und mit neuem Elan nach Österreich gehen. Für Chilton hat die Kollision noch ein Nachspiel: Er wird beim nächsten Rennen um drei Plätze strafversetzt.


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