Formel 1 - Vettel nach Getriebedefekt nur auf Startplatz 15

Getriebeschaden! Strafversetzung!

Sebastian Vettels Pechserie geht weiter. Nachdem er am Freitag Elektronikprobleme hatte, machte ihm im Qualifying das Getriebe einen Strich durch die Rechnung.
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Motorsport-Magazin.com - Zum zweiten Mal an diesem Wochenende in Barcelona musste Sebastian Vettel im Qualifying mit dem Roller zurück an die Box gebracht werden. Im entscheidenden Q3 streikte bereits zu Beginn das Getriebe am RB10 und Vettel schaffte es nur bis zur ersten Kurve. "Leider bin ich heute nicht weit gekommen. Ich bin aus der Box raus und habe sofort den zweiten Gang verloren. Dann wollte ich mit den höheren Gängen weiterfahren, was bis zur ersten Kurve auch ganz gut funktioniert hat. Dort habe ich dann aber alle Gänge verloren", beschreibt der Weltmeister sein überaus kurzes finales Qualifying.

Das ist natürlich Mist, aber da kann man nichts dran ändern.
Sebastian Vettel

Durch den Defekt konnte Vettel keine gezeitete Runde mehr drehen und landete auf Position zehn. Doch es sollte für ihn noch schlimmer kommen. "Ich hoffe sehr, dass wir das Getriebe nicht wechseln müssen, denn dann kommt zu dem ganzen Pech auch noch eine Strafversetzung hinzu", erklärte Vettel. Dieser Fall sollte schließlich eintreten und so wird er den Grand Prix von Spanien am Sonntag nur aus Startposition 15 in Angriff nehmen.

Kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu

Eine Erklärung für die momentane Unglücksserie seines Schützlings hat Marko nicht. "Man hat solche Phasen, wo es immer nur einen trifft. In der Vergangenheit hatte Mark Webber so eine Phase, so etwas gibt es. Das was heute passiert ist, ist Pech. Alle diese Zahnräder gehen durch dieselbe Prozedur in der Qualitätskontrolle. Es trifft leider im Moment massiv Sebastian", erklärt der Österreicher. Marko verdeutlicht den Negativlauf Vettels anhand einiger Beispiele: "Wir bauen in beiden Autos die gleichen Mappings ein, bei Ricciardo funktionieren sie, bei Vettel nur bedingt. Mit demselben Setup halten die Reifen bei Ricciardo und bei Vettel nicht."

Bisher sah man Vettel an diesem Wochenende meist zu Fuß - Foto: Sutton

Auch Vettel selbst trägt die Situation mit Fassung und hofft wieder auf bessere Zeiten. "Das ist natürlich Mist, aber da kann man nichts dran ändern. Man muss es nehmen, wie es kommt. Die Probleme sind kleine Fehler, die sich einschleichen. Da kann man nicht einen einzelnen Menschen dafür verantwortlich machen. Es läuft einfach nicht rund momentan, aber jeder ist motiviert und arbeitet auf Hochtouren. Irgendwann werden wir das schon wieder loswerden, aber mir wäre natürlich lieber es ist schon am Sonntag so weit und nicht erst im nächsten Rennen", wünscht sich der Heppenheimer.

Mercedes außer Reichweite

Daniel Ricciardo hatte erneut Grund zur Freude - Foto: Sutton

Marko hofft, dass durch die Defektserie Vettels zwischenzeitlich wieder gewachsenes Selbstvertrauen keinen erneuten Knick bekommen hat: "Das ist besonders ärgerlich, weil Sebastian in guter Stimmung war und mit einer positiven Einstellung hier her gekommen ist. Jetzt hat es ihn wieder wie ein Hammer getroffen." Wenig Freude wird beim Titelverteidiger auch bei einem Blick auf die Statistik im Qualifyingduell mit seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo kommen. Mit Startplatz drei stellte der Red-Bull-Racing-Neuling in dieser Wertung nun auf 4:1 gegen den ehemaligen Qualifying-König Vettel.

Doch Vettel richtet seinen blick nicht auf den Teamkollegen, sondern auf Mercedes, die mit jedem weiteren Rennen in der WM davoneilen. Trotz Updates betrug der Abstand im Qualifying eine Sekunde. "Man muss realistisch bleiben - erstens hat Mercedes einen enormen Vorsprung und zweitens sind die Zeiten, in denen man riesige Updates oder sogar eine B-Version des Autos an die Strecke gebracht hat, vorbei", erklärte Vettel die Problematik. "Das Reglement lässt nur noch kleinere Verbesserungen zu, somit wird es einige Zeit dauern, bis wir den Rückstand auf Mercedes aufgeholt haben. Ich denke aber schon, dass uns bisher ein ganz guter Schritt gelungen ist."


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