Formel 1 - Krim-Krise: Sponsoren-Gespräche stocken

Sauber und Toro Rosso hoffen auf Lösung

Die Sanktionen gegen Russland bereiten der Formel 1 Kopfschmerzen. Einige Sponsoren-Deals konnten noch nie wie geplant abgeschlossen werden.
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Motorsport-Magazin.com - Der politische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die Formel 1. Schon vor einigen Tagen berichtete Motorsport-Magazin.com, dass das für Oktober anvisierte Rennen in Sotschi auf der Kippe steht, da aufgrund der Sanktionen von Europa und den USA gegen Russland die Finanzierung nicht gesichert scheint. "Ich weiß es selbst nicht", meinte Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn am Rande des Spanien GP auf die Frage, ob das Rennen an der Schwarzmeerküste tatsächlich über die Bühne gehen wird. "Das wird wie damals in Bahrain sicherlich erst in letzter Minute entschieden werden. Wir müssen abwarten."

Für Sauber hat die Krim-Krise jedoch noch deutlich weitreichendere Auswirkungen, als den möglichen Wegfall eines Grand Prix' - schließlich einigte sich das Team im Vorjahr auf einen Deal mit russischen Investoren, der das Überleben der Privatmannschaft sicherte. Angesichts der politischen Situation kamen nun die bereits weit fortgeschrittenen Gespräche zum Stillstand. "Die Leute warten ab und sehen, was passiert. Niemand weiß, wie die gesamten Auswirkungen wirklich ausfallen können, weil die Sanktionen, die nun verhängt wurden, einige wirklich hart trifft", erklärte Kaltenborn, die hofft, dass sich die Lage bald aufklärt, um die Sponsoren-Deals endgültig abschließen zu können.

Doch nicht nur bei Sauber, auch bei Toro Rosso stocken die Gespräche mit Geldgebern, die Daniil Kvyat mitbringen sollte. "Ich hoffe einfach, dass es positiv endet und wir nach Sochi gehen, weil das sehr, sehr wichtig ist", sagte Teamchef Franz Tost. Während die Formel 1 noch zuwartet, was ihr erstes Russland-Gastspiel betrifft, hat die Superbike bereits Nägel mit Köpfen gemacht und das Rennwochenende in Moskau abgesagt. John Booth, Teamchef des ebenfalls aus Russland finanzierten Teams Marussia, ist jedoch zuversichtlich, dass der Grand Prix wie geplant stattfinden wird. "Wie in Bahrain in den letzten Jahren, werden wir den Richtlinien unserer Regierung folgen, ob es sicher ist, dorthin zu reisen oder nicht", erklärte er.


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