Formel 1 - Hülkenberg: Force India entwickelt am Limit

Die großen Teams haben mehr Budget

Für Nico Hülkenberg liefen die ersten vier Rennen nach Plan. Nun will man die vierte Position gegen die großen Teams verteidigen.
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Motorsport-Magazin.com - Auch wenn es in Bahrain nicht mit dem erhofften und möglichen Podesplatz klappen wollte, läuft die Saison für Nico Hülkenberg bisher absolut positiv. In allen vier Rennen sammelte der Deutsche Punkte und rangiert aktuell hinter Nico Rosberg, Lewis Hamilton und Fernando Alonso auf dem vierten Platz in der Weltmeisterschaft. "Ich kannte das ganze Team schon. So habe ich mich schnell eingelebt und bin schnell auf Speed gekommen. Ein Teamwechsel ist nie ideal, aber es gab schon oft Situationen, in denen ich keine andere Wahl hatte. Wenn man sich die Resultate ansieht, hat es meiner Performance nicht weh getan", berichtet Hülkenberg, der seit dieser Saison eine längerfristige Zusammenarbeit mit Force India eingegangen ist.

Die großen Teams haben mehr Geld und den kleineren kann die Puste ausgehen.
Nico Hülkenberg

Hinter den großen Teams von Mercedes, Ferrari und Red Bull sieht Hülkenberg momentan Williams als den größten Kontrahenten von Force India. Wo genau man landet, kann aber von Wochenenden zu Wochenende ganz unterschiedlich sein. "In China hatte Williams das schnellere Auto, aber wir waren vor ihnen. In Bahrain hatte wir Ferrari im Griff, in China waren sie vor uns. In dieser Phase der Saison verschiebt sich noch einiges."

Um am Ball zu bleiben, kommt es auf die nächsten Updates an. Wie quasi alle anderen Teams wird Force India beim kommenden Rennen in Barcelona neue Teile mitbringen. "Wir müssen erst einmal sehen, wie sie funktionieren", mahnt Hülkenberg zur Vorsicht. "Es kommt ein Aerodynamik-Update, wir müssen da noch einige Sachen aus China optimieren. An der Antriebseinheit wird es wohl keine Änderungen geben."

Die Saison ist noch lang

Am Wochenende ist Hülkenberg in Hockenheim zu Gast - Foto: RACE-PRESS

Für die kleinen Teams wird es im Laufe der Saison aber ganz sicher nicht einfacher, mit den großen Truppen mithalten zu können - das weiß auch Hülkenberg: "Die großen Teams haben mehr Geld und den kleineren kann die Puste ausgehen. Bei uns ist alles am Limit und wir entwickeln so schnell wie möglich. Leider kann ich nicht in die Zukunft gucken."

Aktuell interessiert Hülkenberg neben seiner Premiere im DTM-Renntaxi ohnehin nur der nächste Grand Prix in Barcelona. "Auch dort sind Punkte unser Ziel, aber ohne einen Meter dort gefahren zu sein, ist es schwer zu sagen, wie stark wir sein werden", sagt Hülkenberg. Aber auch wenn das Rennen in Spanien in die Hose geht, bleibt der Emmericher entspannt: "Die Saison ist noch lang und es kann ich auch nach Barcelona noch vieles verschieben."


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