Formel 1 - Sutil: Näher an den Konkurrenten dran

Noch nicht dort, wo wir sein wollen

Adrian Sutil zieht nach dem Freitag in Shanghai ein zwiespältiges Fazit. Der Sauber-Pilot ortet zwar Fortschritte, sieht aber noch viel Luft nach oben.
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Motorsport-Magazin.com - Schritt für Schritt will Sauber den Weg aus der Krise finden. Noch konnte das schweizerische Privatteam keine Punkte erzielen, was sich im Idealfall bereits beim Großen Preis von China ändern soll. Adrian Sutil war in der ersten Trainingseinheit jedoch nicht in der Lage, am Setup seines Boliden zu feilen, denn der Deutsche musste sein Cockpit an Reservepilot Giedo van der Garde abtreten. Am Nachmittag konnte dann endlich Sutil im C33 Platz nehmen, fuhr 30 Runden und klassierte sich mit zwei Sekunden Rückstand auf dem 17. Platz.

"Es hat zu Beginn ein wenig gedauert in Fahrt zu kommen", schilderte der Gräfelfinger, der mit der Performance seines Wagens noch immer nicht zufrieden ist. "Die Fahrbarkeit des Autos ist weiterhin nicht einfach. Ich habe mit den Reifen zu kämpfen, diese überhaupt zum Arbeiten zu bringen. Es gibt immer noch viel zu tun."

Die Frage nach dem Top-Speed

Im Vergleich zu Bahrain glaubt Sutil jedoch, dass Sauber auf den Geraden bessere Höchstgeschwindigkeiten erreicht und daher näher an die vorderen Teams herangekommen ist. Der Deutsche wurde mit 324,2 km/h Top-Speed geblitzt, was den elften Rang bedeutete. Auf Lewis Hamilton, den schnellsten Mann, fehlten sieben km/h.

Wir sind zeitenmäßig näher an unseren direkten Konkurrenten dran, aber natürlich noch nicht dort, wo wir sein wollen
Adrian Sutil

"Das Mittelfeld ist recht eng beisammen", konstatierte Sutil nach den anderthalb Stunden auf dem Shanghai International Circuit. "Wir sind zeitenmäßig näher an unseren direkten Konkurrenten dran, aber natürlich noch nicht dort, wo wir sein wollen."

Giampaolo Dall´Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke, bestätigte die Eindrücke des 31-Jährigen. "Wir konnten ein paar Fortschritte mit den C33 machen, was uns bei Fahrten mit wenig Benzin an Bord zeitenmäßig näher an unsere direkten Konkurrenten heran brachte", so der Italiener, der allerdings einschränkte: "Das ist zwar positiv, aber unter Rennbedingungen sind wir nicht dort, wo wir sein sollten. Mit diesen Einstellungen der Antriebseinheit verlieren wir Geschwindigkeit auf den Geraden. Das müssen wir analysieren."


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