Formel 1 - Toro Rosso: Motorentechnisch besser aufgestellt

Die schnellsten Renaults

Für Toro Rosso verlief der Auftakt ins China-Wochenende fast problemlos. Auf Motorenseite gab es einen Sprung.
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Motorsport-Magazin.com - Schneller als Red Bull: so könnte einmal mehr die Überschrift für Toro Rosso lauten. Doch - wie fast immer - ist das natürlich nur die halbe Wahrheit. Zwar waren Jean-Eric Vergne und Daniil Kvyat bei den Topspeed-Werten mit Abstand die besten Renault-Piloten, in der Zeitentabelle sieht es jedoch anders aus.

Doch mit Platz 10 für den Rookie und Rang 13 für den Franzosen verlief der Auftakt zum Großen Preis von China für Toro Rosso ganz ordentlich. Während Kvyat seinen Rhythmus schnell fand, beklagt Teamkollege Vergne noch leichte Probleme bei der Balance. Vor allem im Qualifying-Trimm sieht er noch Verbesserungsbedarf.

Wir sind jetzt mit beiden Autos deutlich näher am Limit.
Ricardo Penteado

"Nach der heutigen Session sind wir für Sonntag optimistisch. Aber für morgen haben wir noch einiges an Arbeit vor uns", so Vergne. Im Fokus stand aber ohnehin die Longrun-Pace. Auf dem Shanghai International Circuit scheinen die Reifen wieder ein entscheidendes Thema zu sein.

Fortschritte gab es aber nicht nur bei der Reifennutzung. "Wir haben ein paar neue Einstellungen ausprobiert, die speziell das Energie-Management verbessert haben", verriet Ricardo Penteado. Der Renault-Mann in Diensten von Toro Rosso weiter: "Wir sind jetzt mit beiden Autos deutlich näher am Limit und die Schritte scheinen sich auch auf die Zeiten positiv ausgewirkt zu haben."

Wasserleck schnell entdeckt

Ein Blick auf die Topspeed-Werte bestätigt diesen Eindruck: Jean Eric Vergne belegt mit 327,7 Stundenkilometern Rang vier in dieser Liste, Daniil Kvyat ist nur unwesentlich langsamer auf der längsten Geraden der Formel 1. Der nächstschnellste Renault-Pilot rangiert mit Kamui Kobayashi erst auf Rang 15. Zwar hat dieser Wert mehr mit der Abstimmung als mit reiner Motorenleistung zu tun, ein Trend lässt sich jedoch schon erkennen.

Ganz problemlos verlief der Freitag in China aber nicht. An einem der beiden STR9 entdeckten die Ingenieure ein Wasserleck, das allerdings schnell behoben werden konnte. "Es hat unser Programm nicht beeinträchtig", erklärte Penteado.


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