Formel 1 - Neues US-Team erst 2016 am Start?

Haas gibt Teamchef bekannt

Zu früh gefreut? Das US-Team von Gene Haas könnte erst 2016 an den Start gehen. Einen Teamchef hat Haas allerdings schon gefunden.
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Motorsport-Magazin.com - Der US-Rennstall von NASCAR-Teameigentümer Gene Haas könnte erst in der übernächsten Saison die Startaufstellung der Formel 1 bereichern. "Die FIA hat uns gesagt, dass wir uns entscheiden müssen in welchem Jahr wir starten wollen. Ich denke, dass 2015 schon zu nahe, 2016 aber noch zu fern ist", sagte der US-Amerikaner bei einer Online-Pressekonferenz.

"Wenn wir zuwarten, könnte uns das vielleicht mehr Geld kosten, weil wir im Leerlauf stehen. Wir müssen einen Plan entwickeln, wo wir mit einem Auto ankommen können, basierend auf unseren Technologiepartnern und innerhalb der Regeln der FIA", führte Haas aus.

Steiner wird Teamchef

Einen Teamchef konnte Haas aber bereits bekanntgeben: Günther Steiner. Der Südtiroler hat eine bunte Motorsportvergangenheit und war unter anderen in der WRC für Subaru und Ford tätig, später bei Opel in der DTM und zuletzt im NASCAR-Business. Auch auf F1-Erfahrung kann Steiner zurückgreifen, wo er bereits bei Jaguar und 2006 als Technischer Direktor bei Red Bull Racing arbeitete.

Wir werden in sechs bis acht Wochen ankündigen, wie es weitergeht.
Neo-Teamchef Günther Steiner

"Wir müssen unsere Technologiepartner finden und dann loslegen. Wir werden in sechs bis acht Wochen ankündigen, wie es weitergeht", sagte Steiner. "Wir wollen die richtigen Entscheidungen treffen. Wir haben die Option erst 2016 zu starten, deshalb werden wir uns mit den Leuten unterhalten und dann entscheiden."

Erstes Auto nur Flickwerk?

Steiner bestätigte bereits Gespräche mit Ferrari und Mercedes über die Möglichkeit einer Motoren-Partnerschaft. Als Chassis-Partner soll Dallara im Gespräch sein. Übernehmen wolle man sich im Haas-Team beim Einstieg nämlich nicht.

"Es wäre untragbar, wenn wir alles selbst machen müssten. Wir müssen bei der Konstruktion des Autos Kompromisse suchen und beitragen, was wir können", so der Teamchef. "Ich denke nicht, dass unser Auto ein reinrassiger Haas Formelwagen wird - er wird zu Beginn auf der Technologie unserer Partner beruhen. Aber mit der Zeit werden wir lernen und uns entwickeln. Das finale Ziel ist, als eigener Konstrukteur aufzutreten."


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