Formel 1 - Lauda nervt Sound-Diskussion: Absurd

Änderung nicht möglich

Niki Lauda hat die Sound-Diskussionen der Formel 1 satt und fordert, dass sich die Menschen einfach daran gewöhnen. Toto Wolff ist Änderungen aufgeschlossener.
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Motorsport-Magazin.com - Die Debatte rund um den fehlenden Sound der neuen Formel-1-Ära will nicht abreißen. Während Bernie Ecclestone untersuchen lassen will, ob sich am Geräusch der neuen V6-Turbo-Aggregate noch der Geräuschpegel nach oben schrauben lässt, ist Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda einfach nur genervt. "Die Diskussion um den Motorlärm ist absurd - man kann das jetzt nicht ändern", ärgerte sich der Österreicher über die ständigen Diskussionen.

Die Diskussion um den Motorlärm ist absurd - man kann das jetzt nicht ändern.
Niki Lauda

Lauda gibt gegenüber OE24 zu, dass er zu Beginn selbst etwas überrascht vom neuen Klang der Autos war, aber daran müsse sich nun jeder einfach gewöhnen. Eine Veränderung der Geräusche hält er für ausgeschlossen. "Vor fünf Jahren wurde von allen Beteiligten entschieden, dass sie Turbomotoren wollen", erinnerte Lauda. "Deshalb wurde zwischen Zylinder und Auspuff ein Turbolader eingebaut. So entsteht ein anderes Geräusch, das weiß jedes Kind. Wenn man den Turbolader wegbaut, hat man keinen Hybridmotor mehr."

Toto Wolff hält sich zurück

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff kann die ganze Aufregung um den Sound der neuen Motoren nur bedingt verstehen. "Die V8-Motoren klangen fantastisch, aber ich sah das Rennen [Melbourne] aus der Nähe und ich kann versichern, dass die Formel 1 immer noch die Spitzenklasse des Motorsport ist - es ist nicht die GP2", sagte der Österreicher dem Turun Sanomat.

Ich würde denken, es ist möglich, aber ich weiß nicht, ob ich damit richtig liege.
Toto Wolff

Während Wolff selbst der Meinung ist, dass der Wechsel zum V6-Turbo die richtige Entscheidung war, verschließt er sich nicht gegen Änderungen. "Wenn entschieden wird, dass etwas getan werden muss, dann würden wir darüber sorgsam nachdenken müssen", erklärte Wolff. Er selbst sei kein Ingenieur, hält eine Veränderung aber für denkbar. "Ich würde denken, es ist möglich, aber ich weiß nicht, ob ich damit richtig liege."


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