Formel 1 - Hamiltons Bestzeit: Das Auto liegt mir

Hydraulik verhindert Rennsimulation

Lewis Hamilton gast bei den Testfahrten in Bahrain an: absolute Bestzeit am dritten Tag. Doch auch bei den Silberpfeilen läuft es noch nicht ganz rund.
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Motorsport-Magazin.com - Mercedes hat bei den Testfahrten in Bahrain ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt: Lewis Hamilton erzielte am dritten Tag die absolute Bestzeit auf dem Bahrain International Circuit. Der Brite umrundete den Kurs auf seiner schnellsten Runde mit weichen Reifen in 1:34.263 Minuten - damit übernahm er die Spitze in der Zeitentabelle, die bis dato McLarens Kevin Magnussen mit einer 1:34.910 auf superweichen Reifen angeführt hatte. "Es war schön, heute eine gute Runde zusammenbekommen zu haben, denn insgesamt scheinen wir weniger Grip zu haben als im vergangenen Jahr", spielte Hamilton auf die fahrerischen Veränderungen an. "Das Auto scheint gut auf meinen Fahrstil zu reagieren."

Trotz der Rundenzeit-Ansage in Richtung Konkurrenz wollte sich Hamilton nicht zu einer Einschätzung des Feldes hinreißen lassen - verständlich, arbeiten die meisten Teams schließlich noch mehr an der Zuverlässigkeit als am Speed. "Wir können erst in Melbourne genau sagen, wo wir stehen", so Hamilton. "Deshalb fokussieren wir uns einfach darauf, unser Programm weiter zu absolvieren, positiv zu denken und nach vorn zu schauen."

Immer, wenn wir zu einem Test reisen, stellt ein Team ein anderes in den Fokus, um selbst aus dem Rampenlicht herauszurücken.
Lewis Hamilton

Laut Red Bulls Teamchef Christian Horner sei Mercedes aktuell der Favorit beim Saisonstart, doch darauf wollte sich Hamilton nicht einlassen: "Immer, wenn wir zu einem Test reisen, stellt ein Team ein anderes in den Fokus, um selbst aus dem Rampenlicht herauszurücken - das hat jeder schon einmal gemacht, deshalb bedeutet das nichts für uns."

Hamilton spulte am Freitag 67 Runden ab - 39 mehr als Daniel Ricciardo im Red Bull, der das Training vorzeitig abbrechen musste. Doch auch bei Mercedes läuft noch nicht alles rund, das für den Nachmittag geplante Programm wurde durch ein kleines Hydraulikproblem behoben, wie das Team mitteilte. Von Frust aber keine Spur bei Hamilton - ganz im Gegenteil. "Überhaupt nicht", versicherte er. "Wir sind gesegnet, dass wir schon so viele Kilometer gefahren sind, denn wir liegen weit über dem, was wir erwartet hatten." Mit einem Grinsen im Gesicht fügte er hinzu: Ich bin froh, dass all diese Fehler auftauchen - ich versuche, so viel wie möglich kaputt zu machen, damit sie es vor den Rennen reparieren können."

Ich versuche, so viel wie möglich kaputt zu machen, damit sie es vor den Rennen reparieren können.
Lewis Hamilton

Wegen des Technikproblems fiel allerdings die geplante Rennsimulation ins Wasser. "Ich freue mich schon darauf, nächste Woche eine komplette Rennsimulation abzuspulen", sagte Hamilton, der am Samstag von Teamkollege Nico Rosberg abgelöst wird. "Denn das haben wir heute nicht ganz geschafft." Nachdem das Team die Schwierigkeiten in den Griff bekommen hatte, konnte Hamilton noch 22 Runden im Silberpfeil drehen.

"Heute war zwar kein problemfreier Tag, aber in Sachen Performance und Zuverlässigkeit haben wir heute einiges über das Auto gelernt", sagte Paddy Lowe. "Morgen kommen wir also in noch besserer Verfassung zurück." Mercedes nutzte den Vormittag im Wüstenstaat, um ein paar kürze Runs auf den weichen Reifen abzuspulen - ein deutliches Zeichen, dass die Truppe schon am Speed schraubt.


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