Formel 1 - Haas bestätigt: F1-Eintritt für 2015 geplant

Weitere Details erwartet

Ein US-Amerikaner will mit eigenem Team in die Formel 1: NASCAR-Teammitbesitzer Gene Haas bestätigt nun seinen Plan, ab 2015 in der Königsklasse mitzumischen.
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Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 sucht für die Zukunft ein zwölftes Team - der erste Bewerber um den freien Platz hat nun sein Interesse bestätigt. Gene Haas will die Lücke auffüllen, die HRT nach seinem Ausscheiden aus der Königsklasse hinterlassen hat. "Es stimmt", ließ NASCAR-Teammitbesitzer Haas in einer Mitteilung verlauten. "Im Namen von Haas Racing Development haben wir auf die Interessensbekundung der FIA geantwortet, in die Formel 1 einzutreten." Bis zum 10. Februar bleibt potenziellen Bewerbern Zeit, dem Weltverband ein konkretes Geschäftsmodell vorzulegen, um gegebenenfalls ab 2015 im Starterfeld der Formel 1 mitzumischen.

Haas ist kein Unbekannter in der Motorsportszene. Der 62-jährige US-Amerikaner ist seit 2002 erfolgreich mit einem Team in der NASCAR-Serie aktiv, zuletzt in Kooperation mit dem dreimaligen Sprintcup-Champion Tony Stewart. In der kommenden Saison stockt Stewart-Haas-Racing auf ein viertes Auto in der US-amerikanischen Serie auf. Neben Stewart besetzen US-Superstar Danica Patrick, Kurt Busch und Kevin Harvick die vier Chevrolet-Cockpits.

Danica Patrick startet für Stewart-Haas-Racing - Foto: NASCAR

Ob Haas in Zukunft doppelgleisig in der NASCAR und der F1 starten könnte, blieb zunächst offen. Allzu viel wollte Haas ohnehin nicht über den geplanten F1-Eintritt verraten. "Wir respektieren den Auswahlprozess der FIA und werden in den kommenden Wochen weitere Details preisgeben", so der Kalifornier.

Am Finanziellen sollte es - wie bei einigen F1-Bewerbern in der Vergangenheit - eher nicht scheitern. Haas betreibt mit Haas Automation seit 1983 eine der größten CNC-Fertigungsanlagen weltweit mit 1.500 Mitarbeitern. Für ein Engagement in der Formel 1 soll ihm ein dreistelliger Millionenbetrag zur Verfügung stehen. Haas erweiterte erst kürzlich seine Anlage in Charlotte, North Carolina. Zudem besitzt er auch Fabrikgebäude in Brüssel und ist Besitzer des Windshear-Windkanals, der schon von F1-Teams benutzt wurde. Bei der Entwicklung des Autos könnte der italienische Rennwagenbauer Dallara behilflich sein.


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