Formel 1 - Vettel: F1-Autos müssen riechen und laut sein

Sorgenfalten wegen V6-Motoren

Sebastian Vettel hofft, dass die F1 durch die neuen Motoren weder an Power noch an Sound verliert.
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Motorsport-Magazin.com - Der Countdown läuft...die Formel 1 steht kurz vor einer neuen Motoren-Ära. In der kommenden Saison werden die Boliden mit einem V6 Turbomotor anstatt eines V8-Aggregats an den Start gehen. "Ich bin ein wenig traurig, aber es wird auch interessant, mit den neuen Autos zum ersten Mal auf die Strecke zu gehen", gestand Sebastian Vettel angesichts des neuen Motoren-Reglements und fügte scherzend hinzu: "Mal sehen wie viele Motoren hochgehen."

Mal sehen wie viele Motoren hochgehen
Sebastian Vettel

Noch sei es zu früh, um Aussagen über die Zuverlässigkeit der Motoren zu treffen. "Es ist schwer etwas Genaueres zu sagen. Ich schätze, dass jeder Motorenhersteller und jedes Team eine Idee hat, was am Ende herauskommen soll", meinte der Deutsche. Seinen ersten Formel-1-Test bestritt Vettel 1995 in einem Williams-BMW mit V10-Motor. Sein zweites Outing hatte er bereits mit einem V8-Aggregat "Und der Unterschied war sofort spürbar", erinnert sich der Vierfach-Champion.

Er hofft, dass 2014 ein Power-Verlust ausbleibt. "Wir werden an Drehzahl verlieren, was schade ist", meinte Vettel. Noch schlimmer wäre es für ihn, wenn die Formel 1 ihren Sound verlieren würde. Noch heute kann er sich an den Tag erinnern als er erstmals eine Rennstrecke besuchte und den Motorensound hörte. "Ich besuchte 1992 das Freie Training in Hockenheim. Es regnete, weshalb die Autos lediglich für eine Installationsrunde auf die Strecke fuhren. Der Sound der Motoren war trotzdem unbeschreiblich, die Erde bebte richtig", erzählte der Red Bull-Pilot.

Am Ende ist es eine Sache des persönlichen Geschmacks
Rob White

Auch mit den neuen Turbo-Aggregaten dürfte dieses Spannungselement nicht verloren gehen. "F1-Autos müssen riechen und laut sein - nur so bleiben sie einem für immer in Erinnerung", stellte Vettel klar. Renault-Technikdirektor Rob White beschwichtigte schon früher diese Sorge mit einem Vergleich aus der Musik-Branche: "Es ist, als ob man dich fragt, ob du Motörhead oder AC/DC magst. Am Ende ist es eine Sache des persönlichen Geschmacks - aber auf beiden Konzerten ist es ganz schön laut."


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