Formel 1 - Button: Der beste McLaren aller Zeiten

Kein Stein blieb auf dem anderen

Jenson Button zählt McLaren für 2013 zum Kreis der Titelfavoriten: Dem Traditionsrennstall sei mit dem MP4-28 dank viel harter Arbeit ein großer Wurf gelungen.
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Motorsport-Magazin.com - Jenson Button hat 2013 viel vor: Ziel Nummer eins dürfte dabei wesentlich einfacher zu realisieren sein als das Gesamtziel, steht der Brite mit aktuell 999 eingefahren WM-Punkten doch nur noch einen Zähler von der magischen 1000-Punkte-Marke entfernt, die er schnellstmöglich knacken will - am Jahresende soll dann der Titel folgen: Buttons zweiter, sein erster jedoch bei McLaren. "Ich gehe mit dem Team in meine vierte Saison und mehr denn je verstehe ich mittlerweile die Stärken und Fähigkeiten McLarens", strotzte der Ex-Champion bei der Vorstellung des brandneuen MP4-28 vor Tatendrang. Den Fokus verlor er trotz aller Vorfreude dabei nicht aus den Augen: "Dieses Jahr wird es vor allem um Konstanz und Beständigkeit gehen."

Dieses Jahr wird es vor allem um Konstanz und Beständigkeit gehen.
Jenson Button

Das Fehlen genau dieser Aspekte habe einen im Vorjahr den möglichen Titel gekostet - das Team hat daraus seine Lehren gezogen, genauso wie Button, der 2013 fulminant zurückschlagen will. Unterstützung erhält er dabei von Sergio Perez, der von Sauber neu zur Truppe gestoßen ist. Dem Mexikaner müsse man nach Meinung Buttons erst einmal eine Eingewöhnungsphase gewähren - Perez sei immerhin erstmals bei einem Top-Team angestellt. "Ich weiß noch von meiner persönlichen Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn man erstmals in Mclarens Technology Centre einläuft", grinste der 33-Jährige. Er erinnere sich aber auch daran, wie schnell er sich bei seinem Einstand 2010 zu Hause und wohlgefühlt habe, weshalb Button keine Zweifel daran hegte, dass auch Perez bald voll angekommen sei.

In Erwartung einer rosigen Zukunft

Teamleader: Buttons Name steht ganz oben auf dem neuen McLaren - Foto: Sutton

Die Historie des Teams mache es überdies einfacher, immer mit einem Lächeln und voller Motivation durch die Hallen in Woking zu wandeln. "Das ist mir auch heute wieder aufgefallen", so Button, der anfügte: "Ich habe einige alte McLaren-Autos gesehen und vorgeführt und es hat mich so stolz gemacht, ein Fahrer dieses Teams zu sein. Ich denke, niemand, der den Motorsport liebt, kann sich dem Sound dieser Autos, die wir heute gesehen haben, entziehen - es stellen sich einem einfach jedes Mal die Nackenhaare auf." Gänsehaut würde Button kommende Saison gerne auch bei seinen Fans erzeugen. "Wir waren ja schon letztes Jahr extrem stark unterwegs, aber aus irgendeinem Grund konnten wir das nicht in ein Mitwirken am Titelkampf umwandeln", erklärte der Routinier.

2013 werde man genau das jedoch angehen. "Ich habe gesehen, wie eng alle an diesem Auto zusammengearbeitet haben, und ich denke, dass wir wirklich über die Basis für eine sehr starke Saison verfügen", prophezeite Button. Man habe in der Winterpause sehr hart gearbeitet - im Fokus habe dabei die Zuverlässigkeit gestanden, damit erneute Rückschläge durch Ausfälle, wie sie McLaren 2012 gerade im Titelendspurt und mehr noch in Person von Lewis Hamilton als Button selbst aus der Bahn warfen, in Zukunft auszuschließen sind. Das Ziel sei daher klar: "Wir wollen mit einem absolut wasserdichten und zuverlässigen Paket in Melbourne den Auftakt begehen."

Wir haben aus dem letzten Jahr gelernt, das wird uns helfen, diesmal eine viel sauberere und stärkere Saison zu fahren.
Jenson Button

Auch in puncto Arbeitweise habe man viel optimiert. "Da haben wir aus dem letzten Jahr gelernt, das wird uns helfen, diesmal eine viel sauberere und stärkere Saison zu fahren", so Button, der überzeugt war: "Dieses Auto ist der beste McLaren, den wir jemals gebaut haben!" Er habe sich in der Fabrik selbst oft überzeugen können: "Die Ingenieure haben absolut keinen Stein unumgedreht gelassen - in jedem möglichen Bereich haben sie versucht, überall noch einen zusätzlichen Performancegewinn herauszuquetschen." Nun könne es losgehen, fand Button: "Ich kann es schon gar nicht mehr erwarten, endlich wieder hinter das Lenkrad zu kommen und das unglaubliche Vermächtnis dieses Teams und all seiner Mitarbeiter gebührend fortzuführen."


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